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„Wir müssen die amerikanischen Probleme gemeinsam und fair lösen!“

© unsplash.com (CC0 License)
Donald Trump wird der nächste Präsident der USA. Wie stehen Jugendliche in den Staaten dazu? Maxi Köhler sprach mit einer jungen Amerikanerin, die gerade für ein Jahr in Deutschland lebt, über ihre Sorgen und Hoffnungen.

Autorin: Maxi Köhler

 

Eine Woche ist es nun her – die Wahl des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Entgegen der meisten Umfragen und Erwartungen überall auf der Welt hat es der 70-jährige Milliardär Donald Trump geschafft sich gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton durchzusetzen und wird im Januar des kommenden Jahres ins Weiße Haus in Washington D.C. einziehen. Überall in den Vereinigten Staaten wurden nun vor allem von Studenten organisierte Proteste laut, die eine deutliche Botschaft haben: „Not my president!“ Doch sehen wirklich alle jungen Menschen den neuen Präsidenten kritisch?

 

Kristen Talman (19) aus Washington D.C. hat die High School beendet und das vergangene Jahr in Deutschland verbracht. Den schmutzigen Wahlkampf in den USA hat sie nur aus der Ferne miterlebt. „Ich war sehr dankbar in Deutschland sein zu können, auch weil meine Mama gesagt hat dass es sehr stressig zuhause war und es viele Spannungen gab. So richtig ‚a nation devided due to extreme in opinions’“, sagt sie. Ihre Generation interessiere sich sehr für die amerikanische Politik und sei gut über sie informiert. Vor allem viele jungen Menschen sahen Bernie Sanders als den besten Kandidaten für das „mächtigste Amt der Welt“, als dieser jedoch nicht mehr zur Wahl stand war für sie klar dass sie nur für Hillary ihre Stimme abgeben würden. Daher war das Wahlergebnis für Kristen und ihre Freunde ein großer Schock. Sie hatte sich nie auch nur vorstellen können, dass Donald Trump wirklich gewinnen könnte.

 

„Ich war sehr enttäuscht von dem Ergebnis, aber mir war auch klar, dass es jetzt sehr wichtig ist dass die Einwohner der USA einander zu verstehen und dass wir unsere Probleme gemeinsam und vor allem fair lösen.“ Der Großteil ihrer Freunde sei ebenso enttäuscht gewesen wie sie, ein paar hätten das Ergebnis jedoch sogar „gefeiert“ – es ist eben ein tief gespaltenes Land.

 

Vom neuen Präsidenten erhofft sie sich nun „a breath of fresh air“, da Donald Trump vorher noch nie etwas mit Politik zu tun hatte und so nun Probleme anders anpacken könnte und die Möglichkeit hat, völlig neue Ideen einzubringen. Jedoch ist auch klar, dass er viele Gegner überall im Land und international hat und er somit nicht wirklich hoch angesehen ist. Von all seinen Versprechungen erwartet sie jedoch nicht besonders viel. „Ich denke dass er auch in Zukunft haufenweise Versprechungen machen wird, aber sie nicht total verwirklicht. Deshalb glaube  ich auch dass sich zwar manche Dinge verändern werden, aber nichts dramatisches. Aber wirklich 100%ig vorhersagen kann man für seine Präsidentschaft nichts. Genau das ist das Problem: niemand weiß genau was jetzt passieren wird, alles ist unklar.“

 

Auf die Frage wie es jetzt für Europa weitergehen wird, wirkt die Amerikanerin sichtlich ratlos. „Ich wünschte dass ich eine gute Antwort auf die Frage geben könnte, aber ich habe leider überhaupt keine Ahnung. Wie viele anderen kann ich kaum abschätzen was er tun wird und dadurch haben viele, aber nicht alle, auch so große Angst.“

 

Es steht wohl eine spannende Zeit für die europäisch-amerikanischen Beziehungen an, die sicherlich anders sein werden, als wir sie bisher kennengelernt haben. Dass Donald Trump sich beispielsweise völlig gegen TTIP ausgesprochen hat, kann gerade für die TTIP-Gegner in Europa eine positive Nachricht und somit eine Chance auf ein überarbeitetes transatlantisches Abkommen sein.

 

Für die amerikanische Bevölkerung ist es nun vor allem wichtig zusammen zu stehen und sich als eine Gemeinschaft den aufkommenden Herausforderungen zu stellen. Darin wird wohl auch eine der Hauptaufgaben in Trumps Präsidentschaft bestehen – wie bringt man ein solch völlig gespaltenes Land wieder zusammen?

Zveřejněno: pá, 18/11/2016 - 12:24


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