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Published: 15/05/2013 16:49

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Es grünt so grün … Green festivals

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Wie grün kann ein Festival sein? Die Campingwiesen sind es vor Anreise der Massen noch sehr. Drei Tage später zeigt sich die Farbe des Grases aber eher auf Hosenbeinen, Schlafsäcken und Buntglasscherben zwischen braun getrampelter Ödnis.

Campingzelte an einem Bach im Wald

© Lisi Egger / Eurodesk Austria

Grundsätzlich haben Musikfestivals ja nicht den Ruf des Ökowunders gepachtet. Müllberge wie eine Großstadt, eine CO2-Bilanz wie ein Stahlwerk und vom Stromverbrauch reden wir erst gar nicht. Dass an vielen Stellen gehandelt werden muss, ist klar.

Und es gibt die ersten, die es tun: Auch Festivalveranstaltern wird mehr und mehr bewusst, dass Freiluftspektakel nicht nur Spaß bedeuten, sondern auch eine enorme ökologische Verantwortung. Zumindest in Österreich hat diesbezüglich in den letzten Jahren ein enormes Umdenken begonnen.

 

Was kann getan werden?

  • Müllkonzepte:
    Müll kann man nicht nur einsammeln, Müll kann man auch trennen bzw. nochmal besser, Müll kann man vermeiden. Mit ausgeklügelten Konzepten lassen sich auch hartnäckige Wegwerfer zu einem Umdenken erziehen. Etwa mit einer Aktion wie sie am FM4 Frequency seit einigen Jahren läuft: Für 15 abgegebene Getränkedosen erhält Mensch eine frisch gekühlte ausgehändigt.
     
  • Anreise:
    Es muss nicht immer das eigene Auto sein. Mitfahrbörsen, Shuttledienste, Sammeltaxis, Bahnermäßigungen, Buspakete für die Anreise mit dem Rad undundund. Möglichkeiten gibt es viele.
     
  • Futter:
    Essen von regionalen und biologisch arbeitenden Produzentinnen und Produzenten. Tonnen weniger Sprit, weniger chemischen Dünger, weniger Wasserverschwendung, keine unnötigen Tiertransporte und dazu eine stärkere Akzeptanz der Veranstaltung in der Umgebung.
     
  • Oh Shit:
    Wenn ein Mensch hinter einen Busch pinkelt, nennt man das Dünger. Machen es 10.000 wird es zur Seuche. Immer noch eine gute Idee: ausreichend Mobilklos, die auch während des Festivals gereinigt werden.
     
  • Das G’schirr:
    Mehrweg statt Einweg. Der Pfandbecher hat sich ja beinahe schon durchgesetzt, nun geht es endlich auch den ersten Papp- und Wegwerf-Plastiktellerchen an den Kragen.
     
  • Eigenverantwortung:
    Ein Festival ist das Zusammenspiel aller Beteiligten. Bands, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Publikum. Jede/r sollte Interesse daran haben, auf sich und seine Umwelt zu achten. An den Veranstaltern liegt es, mit genauen Infos und klaren Regeln die Eigenverantwortung des/der Einzelnen zu stärken und auch einzufordern.

 

Eine wirklich ausgeglichene Ökobilanz wird sich bei derartigen Veranstaltungen nie erreichen lassen, doch was sich in den vergangenen Jahren in diese Richtung getan hat, gleicht beinahe einem Wunder. Der Weg vom Ökodesaster zur Geschichte mit Vorbildcharakter ist ein weiter, doch er wird gegangen, denn ganz nebenbei bemerkt, gutes Image ist unbezahlbar!

 

Frequency „GREEN TEAM“

Das FM4 Frequency Festival hat zusammen mit der Jugend-Umwelt-Plattform JUMP das Frequency „Green Team“ ins Leben gerufen: ein Team von Freiwilligen, das mit kreativen Aktionen und viel Überzeugungsarbeit den Müllbergen den Kampf ansagt und die Festivalbesucher und -besucherinnen dazu animiert, ihren Teil zu einem umweltschonenden „Green Event“ beizutragen. Auch du kannst mitmachen und „Green Team Volunteer“ beim Frequency Festival werden! Jetzt anmelden unter: www.frequency.at/volunteers