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Gegen Menschenhandel

Auch Du könntest Opfer von Menschenhandel werden. Das überrascht dich? Dann lies weiter!

Wer an Menschenhandel denkt, denkt oft zuerst an sexuelle Ausbeutung beziehungsweise Zwangsprostitution. Und in Deutschland passiert das sowieso nicht. Oder? Falsch! Auch in Deutschland gibt es Menschen, deren Arbeitskraft ausgebeutet wird, deren Hilfslosigkeit ausgenutzt wird und die falschen Versprechungen zum Opfer fallen – in der Landwirtschaft, der Gastronomie oder auf dem Bau. Laut den Vereinten Nationen ist der Menschenhandel nach dem Drogenhandel die zweitgrößte Einnahmequelle des organisierten Verbrechens.

 

Menschenhandel ist eine Straftat. Seit 2005 unterscheidet man in Deutschland zwischen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft. Rund 1,1 Millionen Menschen sind vom Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung betroffen.

 

Wo kann ich mehr darüber erfahren?

Der Europarat hat eine Comic-Reihe mit dem Titel You’re Not For Sale veröffentlicht. Aus den Geschichten von Talina, Fabia, Yvo, Anna und Sofia erfährst du mehr über die unterschiedlichen Arten der Ausbeutung. Der Kampf gegen den Menschenhandel ist eine der Prioritäten des Europarats.

 

Informationen zur Konvention gegen Menschenhandel gibt es zum Beispiel beim Deutschen Institut für Menschenrechte. Mehr zum Menschenhandel erfährst du auch auf der Website von UNODC, dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung.

 

Seit 2006 besteht im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland das Netzwerk gegen Menschenhandel. Der Verein informiert über Möglichkeiten, wie du gegen Menschenhandel aktiv werden kannst, stellt Informationsmaterialien zur Verfügung und veranstaltet Aktionen gegen Menschenhandel.

 

Auch das Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung informiert über Menschenhandel – vor allem über die Ausbeutung bei der Arbeit. Es hilft Migrations-, Arbeits- und Gesundheitsberatungsstellen, MigrantInnenselbstorganisationen, Gewerkschaften, Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft, und weitere Landes- und Bundesbehörden dabei, Betroffenen zu helfen.

 

Jedes Jahr am 18. Oktober findet der EU-Tag gegen Menschenhandel statt. Engagier dich! Im Jahr 2010 hat die Europäische Kommission eine neue Richtlinie zum Schutz und zur Unterstützung der Opfer des Menschenhandels vorgeschlagen, um dieses Problem zu bewältigen.