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© Flickr, ARMLE

Ich google das mal....sicher!?

Seien wir ehrlich, Suchmaschinen sind für uns so unentbehrlich wie das Internet selbst. Was wir im Netz auch suchen, wir finden es durch die Eingabe des Suchbegriffs – zumeist – bei Google. Aber wie sicher sind meine Daten?

Der Suchmaschinen-Riese Google gerät zunehmend in die Kritik von Datenschützern. Grund ist, dass Google alles was man dort recherchiert, speichert: Zum Beispiel welche Seiten du wie oft besuchst und wie lange du dort verweilst. Aber auch Infos wie Alter, Geschlecht und Familienverhältnisse.

 

Auf Basis der gesammelten Daten wird dann für jeden User ein Nutzerprofil angelegt, wodurch ihm individuell angepasste Werbung gezielt präsentiert werden kann. Und das steigert natürlich die Umsätze. Ein Beispiel: Wenn du ein großer Musikfan bist und regelmäßig deinen Lieblingsstar googelst, wird Google dir  anzeigen, wenn dieser beispielsweise ein neues Album veröffentlicht, oder welche Musiker ähnliche Musik machen. Das ist natürlich oft auch sehr praktisch, weil du so alle Neuigkeiten mitbekommst. Aber es ist auch nicht leicht zu widerstehen und all die tollen Produkte nicht zu kaufen – schließlich entsprechen sie ja genau deinen Vorlieben. Und spätestens dann fangen die ganzen Werbeanzeigen ziemlich schnell an zu nerven. Und überhaupt, würdest du deinem Lehrer oder deinen Freunden wirklich ausnahmslos alles, was du googelst, zeigen wollen?

 

Hast auch du auch schon mal mit dem Gedanken gespielt dich nach einer anderen Suchmaschine umzuschauen?! Denn es gibt zahlreiche Alternativen zu Google. Ihr Nachteil ist oft, dass die Ergebnisse bei weitem nicht so umfangreich sind wie beim Marktführer Google. Allerdings kann man Google-Ergebnisse auch bekommen ohne sie zu googeln, zum Beispiel über Startpage.com. Wenn ihr diese als Startseite eures Browsers einrichtet, anonymisiert Startpage eure Daten, bevor eure Suchanfrage an Google weitergeleitet wird.

 

Mit Startpage „verwandt“ ist die IX Quick-Suchmaschine. Der Unterschied besteht darin, dass sie eine Meta-Suchmaschine ist und somit Ergebnisse aus mehreren Suchmaschinen bezieht. IX Quick bewertet die Qualität der Ergebnisse mithilfe eines Sternsystems. Außerdem könnt ihr gezielt nach Weblinks, Bildern und Videos suchen, wobei beim Suchen von Videos zusätzlich zwischen verschiedenen Rubriken unterschieden wird, wie zum Beispiel Nachrichten oder Unterhaltung. In puncto Datenschutz gilt IX Quick als sicher und wurde – wie auch startpage.com – mit dem Europäischen Datenschutz-Gütesiegel ausgezeichnet.

 

Ein anderer Nachteil an vielen Alternativ-Suchmaschinen ist, dass Ergebnisse häufig nur auf Englisch verfügbar sind. Falls euch das aber nichts ausmacht, hier noch ein paar ganz besondere Suchmaschinen in Kurzform:

 

Die als umweltfreundlich gehandelte Suchmaschine Ecosia.org spendet nach eigenen Angaben 80% seiner Einnahmen an ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Ähnlich angelegt ist Goodsearch.com, hier wird ein Teil der Einnahmen in soziale Projekte investiert. Spenden tut man aber bei beiden Suchmaschinen lediglich, wenn man auf die von ihnen vorgeschlagenen Werbeanzeigen klickt. Produktanbieter zahlen dann Ecosia bzw. Goodsearch eine Provision, von der Teile in die Projekte einfließen. Zu bedenken ist jedoch, dass zumindest Ecosia Daten wie IP-Adresse und Browserinformationen an seine Partner Yahoo und Bing übermittelt. Man könnte zwar sagen hier zahlt man mit seinen Daten wenigstens für einen guten Zweck. Aber ob man sich dann nicht lieber auf anderen Wegen umweltfreundlich engagiert und dafür eine sichere Suchmaschine verwendet, sollte man sich gut überlegen.