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Medienmacher mit Migrationshintergrund
© Maud Lucas de Peslouan / Eurodesk Germany

Medienmacher multikulturell

Der Einstieg in die Medienbranche ist nicht einfach und für junge Migranten umso schwerer. In journalistischen Berufen sind sie deutlich unterrepräsentiert. Doch es gibt Initiativen, die genau das anpacken.

In den Redaktionsräumen, Fernsehstudios und Führungsetagen deutscher Medienunternehmen sind Medienmacher mit Migrationshintergrund immer noch selten zu finden. Auch in den Ausbildungsgängen sind Nachwuchskräfte nicht-deutscher Herkunft deutlich unterrepräsentiert.

 

Neue deutsche Medienmacher - für mehr Vielfalt in den Medien
Das zu ändern, hat sich zum Beispiel Neue deutsche Medienmacher zur Aufgabe gemacht. Der bundesweite Zusammenschluss von Journalisten mit und ohne Migrationshintergrund setzt sich für mehr Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund in Medienberufen ein. „Wir wollen mehr Journalisten, Ressortleiter, Chefredakteure, Bildredakteure und Kameramänner und -frauen mit Migrationshintergrund“, so die Position des Vereins. Dass sie auch in gehobene Positionen kommen, etwa in Planungsstäbe oder Aufsichtsgremien, ist dabei auch ein Ziel der Initiative.

 

Talentwerkstatt für junge Journalist(inn)en aus Einwandererfamilien
Dafür, dass die kulturelle Vielfalt in Unternehmen alltäglicher und etablierter wird, setzt sich auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ein. Mit der journalistischen Talentwerkstatt "WDR grenzenlos" hat der zweitgrößte Sender Europas ein Projekt speziell für junge Journalistinnen und Journalisten aus Einwandererfamilien ins Leben gerufen. Zwölf junge Frauen und Männer erhalten jedes Jahr die Möglichkeit einer vierwöchigen Hospitanz und können drei Wochen lang journalistische und produktionstechnische Grundlagenseminare besuchen. Die Ergebnisse der Talentwerkstatt werden zum Abschluss vor Führungskräften des WDR präsentiert.

 

Berufswunsch Journalist?
Ein Stipendienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung fördert Abiturientinnen und Abiturienten sowie Studierende aus Einwandererfamilien beziehungsweise mit bi-nationaler und bi-kultureller Herkunft, die Journalistinnen bzw. Journalisten werden möchten. Unter dem Titel „Medienvielfalt, anders“ soll jungen Menschen mit Migrationsgeschichte die Chance eröffnet werden, sich gezielter auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Das Programm bietet ein studienbegleitendes Qualifizierungsprogramm zu handwerklichen Kompetenzen, Seminare zu medienpolitischen Themen, Studienreisen ins Ausland sowie Networking und Praktika bei den Medienpartnern an. Bewerben könnt ihr euch immer  bis zum 1. März und 1. September.

 

Deine Texte auf media4us.de
Eine Plattform für Nachwuchsjournalist(inn)en mit Migrationshintergrund um spannenden, investigative und ungewöhnliche Inhalte zu den Themen Migration, Integration und Partizipation zu veröffentlichen, bietet www.media4us.de. Die Website lädt berufliche Neu-, Quer- und Umsteiger mit Zuwanderungsgeschichte ein mitzumachen.