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© shutterstock.com - Samuel Borges Photography

Eine Freiwillige der UNV berichtet

Marie Dibangue (aus Kamerun) arbeitete im Rahmen des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen als Community Violence Reduction Officer in Haiti. Sie fungierte als Programmbeauftragte in der Projekteinheit der Sektion Community Violence Reduction der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH).

Ich arbeite seit Mai 2012 als Programmbeauftragte in der Projekteinheit der Sektion Community Violence Reduction (CVR) der MINUSTAH. Meine Aufgabe besteht darin, potenzielle Projekte zur Verringerung von Gewalt in Gemeinden zu ermitteln, auszuwählen und zu entwickeln.

Einer der spannendsten Aspekte der Freiwilligenarbeit bei den UNV ist die Möglichkeit, viele verschiedene Aktivitäten mitzugestalten, die den Haitianern in unterschiedlicher Art und Weise helfen sollen. Als zentrale Anlaufstelle für zehn CVR-Veranstaltungen am 21. September, dem Internationalen Friedenstag, hatte ich Gelegenheit, genau das zu tun.

 

Internationaler Friedenstag 2012

Zwei Monate vor diesem Tag begann meine Aufgabe als Koordinatorin: Ich traf Absprachen nicht nur mit anderen Sektionen der MINUSTAH und Truppenkontingenten, sondern auch mit haitianischen Partnern, die an dem Tag Veranstaltungen ausrichten würden. Eine Priorität dabei war die Arbeit mit örtlichen Verbänden und Organisationen, um gemeinsam Aktivitäten zu erarbeiten, die den Dialog über die Friedensförderung in der Gemeinschaft voranbringen sollten. Darüber hinaus arbeiteten wir bei der Koordinierung der Aktivitäten eng mit dem haitianischen Staat zusammen. Ich nahm an vielen Besprechungen teil: zum einen mit dem Ministerium für Jugend, Sport und Bürgerengagement, um die Jugend möglichst eng in den Tag einzubinden, und zum anderen mit dem haitianischen Fußballverband, um ein Fußballturnier zwischen Kontingenten der MINUSTAH, der haitianischen Nationalpolizei und zwei lokalen Mannschaften zu organisieren.

Nachdem ich die Veranstaltungen mit beiden Partnern ausführlich geplant hatte, war ich begeistert vom Erfolg des Internationalen Friedenstags. Eine der beliebtesten Veranstaltungen war das Finale einer einwöchigen Meisterschaft mit dem Titel „Spiel um Frieden und Sicherheit“, an der Fußball- und Basketballmannschaften mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Gegenden von Cité Soleil teilnahmen, einem der ärmsten Viertel von Port-au-Prince. Im selben Gebiet pflanzten Teilnehmer eines CVR-Projekts für berufliche Bildung am 21. September gemeinsam mit ortsansässigen Kindern Bäume.

In der ganzen Stadt veranstalteten weitere Partner zusammen mit der Sektion CVR informelle Gemeinschaftsforen sowie formelle Diskussionen und Workshops, um Gespräche über Gewalt in der Gemeinschaft und gemeinsame Wege hin zum Frieden anzuregen. Viele der Veranstaltungen beinhalteten kulturelle Elemente zur Friedensförderung durch Musik, Tanz, künstlerische Darbietungen und Theatervorstellungen, darunter die eintägigen Feierlichkeiten am Champ de Mars, einem der wichtigsten öffentlichen Plätze der Hauptstadt, am 22. September.

Im Departement Nord von Haiti koordinierte die Sektion CVR zusammen mit einer örtlichen Frauenvereinigung einen Friedensmarsch und eine groß angelegte öffentliche Diskussion zum Thema „Gewalt behindert die Entwicklung“ an einem zentralen Platz.

Insgesamt war es eine großartige Erfahrung für mich, so eng mit haitianischen und internationalen Partnern an der Organisation der Feierlichkeiten zum Internationalen Friedenstag zu arbeiten, und ich freue mich darauf, in Zukunft an ähnlichen Veranstaltungen mitzuwirken.

 

Der Erfahrungsbericht von Marie Dibangue wurde in der Berichtsreihe Volunteer Voices der UNV veröffentlicht.