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Doping: Spitzenleistung durch Hilfsmittel

Comiczeichnung zweier Männer bei Wettlauf: einer hat normale Figur der andere sehr dicke Oberschenkel
© Flickr, Xoan Baltar (CC BY 2.0)
Für sportlichen Erfolg setzt so mancher Sportler unerlaubte Mittel ein. Damit schadet er nicht nur dem Sport sondern auch seiner Gesundheit. Aber wusstest du, dass auch in Kuchen oder Shampoo Dopingfallen lauern?

Viele Sportler erleben einen enormen Leistungsdruck: Eltern,  Sponsoren oder Trainer wollen Erfolge sehen und bauen Druck auf. Da wird schnell zu verbotenen Mitteln gegriffen. Doch haben die verschiedenen Dopingsubstanzen oft unterschätzte Nebenwirkungen. Weil Drogenskandale auch dem Sport schaden sagen Sportverbände dem Doping dem Kampf an.

 

Doping – was ist das?

Doping meint die „beabsichtigte oder unbeabsichtigte Verwendung von Substanzen aus verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden entsprechend der aktuellen Dopingliste.“  Damit sind vor allem Pillen, Spritzen und Pülverchen gemeint, die eigentlich dazu sind, Krankheiten zu heilen, aber eingesetzt werden, um die Leistung zu steigern.

 

Zum einen gibt es Mittel, die man kurz vor oder während eines Wettkampfes einnimmt um in kurzer Zeit mehr Kräfte freisetzen zu können oder um andere Doping-Mittel zu verschleiern. Zum anderen kommen auch langfristig wirkende Mittel zum Einsatz, etwa bestimmte Hormone oder Anabolika, mit denen man mehr Muskelmasse aufbauen oder die Ausdauerleistungsfähigkeit steigern kann. Eine dritte Form des Doping ist das sogenannte Blutdoping, bei dem man sich vor einem Wettkampf Eigenblut in den Körper einführt.

 

Problemfeld Doping

 

Dopingfallen

Es gilt selbst dann als ein Verstoß gegen die Anti-Doping Bestimmungen, wenn du eine verbotene Substanz unwissentlich zu dir genommen hast. Denn es ist deine Pflicht, dich jeweils aktuell darüber zu informieren, welche Substanzen verboten sind, worin sie enthalten sind und was  du deinem Körper zuführst. Die jeweils aktuelle Liste mit verbotenen Mitteln findest du auf der Internetseite der NADA.

 

Informier dich gut, denn Dopingsubstanzen finden sich auch in vielen Präparaten, die rezeptfrei und ganz legal erhältlich sind, zum Beispiel in Nahrungsergänzungsmitteln oder frei verkäuflichen Medikamenten.  Auch in einem Stück Mohnkuchen können verbotene Wirkstoffe stecken oder in Anti-Schuppen Shampoo.

 

Der Anti-Doping-Kampf

Die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) hat ein Anti-Doping-Regelwerk formuliert, das auf der ganzen Welt gelten und einen fairen und gerechten Sport garantieren soll: den WADA-Code. In Deutschland gilt die jeweils aktuelle Version der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA), der NADA-Code. Im NADA-Code ist genau definiert, was unter Doping zu verstehen ist.