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Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen bekämpfen

© shutterstock.com - Yuganov Konstantin
Immer mehr junge Menschen sind übergewichtig – mit katastrophalen Folgen für die Gesundheit. Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung sind die Lebensgewohnheiten. Was unternimmt die EU dagegen?

Beunruhigende Entwicklung

Die Fälle von Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen haben sich seit den 1980er-Jahren in vielen EU-Ländern verdreifacht. Laut Schätzungen der WHO-Initiative zur Überwachung von Fettleibigkeit bei Kindern in Europa (COSI) war im Jahr 2010 rund ein Drittel der Sechs- bis Neunjährigen in der EU übergewichtig oder fettleibig, gegenüber einem Viertel im Jahr 2008. Fettleibigkeit im Kindesalter erhöht das Krankheitsrisiko, insbesondere für Herz-Kreislauferkrankungen sowie für Diabetes Typ 2 oder Krebs. Auch psychosoziale Probleme treten häufiger auf.

 

Hauptgründe für diese Entwicklung:

  • verstärkter Konsum von Fastfood und zuckerhaltigen Getränken
  • mehr Mahlzeiten außerhalb des Elternhauses (oft aufgrund längerer Arbeitszeiten der Eltern), zunehmend in Form verarbeiteter Lebensmittel, die häufig in großen Portionen verkauft werden
  • weniger selbstgekochte Mahlzeiten zu Hause

 

Darüber hinaus bewegen sich junge Menschen, insbesondere Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren, weniger als früher. Die sitzende Lebensweise wird durch Computer und Fernsehen begünstigt. Dadurch allein erhöht sich die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten.

 

EU-Maßnahmen gegen Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen

Der EU-Aktionsplan zu Adipositas im Kindesalter 2014–2020 dient der Festlegung von Prioritäten und Verzeichnung von Fortschritten. Im Jahr 2007 verabschiedete die Europäische Kommission ein wichtiges Strategiepapier zur Bewältigung der Ernährungs- und Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit Übergewicht und Fettleibigkeit. Dabei geht es um die Bereitstellung von Informationen, die Rolle der Ernährungsindustrie und die Förderung von Forschung zu Ernährungsgewohnheiten und körperlicher Betätigung.

 

Ziel ist die Förderung gesunder Ernährungsgewohnheiten und eines aktiven Lebenswandels für alle, um Übergewicht und Fettleibigkeit bei jungen Menschen bis 2020 einzudämmen. Körperliche Betätigung ist dabei von wesentlicher Bedeutung. Im Zuge der Strategie soll das Angebot dahingehend verbessert werden, dass auch benachteiligte Gruppen mehr Möglichkeit erhalten, ihre Fitness zu verbessern.

Veröffentlicht: Do, 03/12/2015 - 12:23


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