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ASA-Programm: Entwicklungspolitische Qualifizierung

Seit über 50 Jahren fördert das ASA-Programm Menschen, die sich für globale Zusammenhänge interessieren, sich engagieren und etwas bewegen wollen. Es steht für gemeinsames Lernen, globales Denken und gesellschaftliche Verantwortung.

Die Teilnehmenden des Programms besuchen und gestalten Seminare, arbeiten für mehrere Monate in einem Projektpraktikum in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa und führen anschließend eine Aktion oder Kampagne durch. Ein aktives Alumni-Netzwerk bietet zudem vielfältige Möglichkeiten, sich weiter für eine nachhaltige und solidarische Gesellschaft zu engagieren.

 

Die Seminare: In den Seminaren setzt ihr euch mit globalen Zusammenhängen auseinander und erarbeiten innovative Methoden in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Bereichen wie Interkulturelle Kommunikation und Antirassismus.

 

Das Projektpraktikum: Während der drei- bis sechsmonatigen Projektphase arbeitet ihr in einer Partnerorganisation. Zum Beispiel begleitet ihr Jugendliche bei einem Filmprojekt über Fußball in Togo, restaurieren buddhistische Tempelanlagen in Indien oder evaluieren alternative Anbausysteme im Norden Brasiliens.

 

Die Aktivität Globalen Lernens: Nach der Rückkehr werdet ihr als Multiplikator_innen für Globales Lernen aktiv und organisiert Workshops, Ausstellungen, Theaterstücke oder Kampagnen in Deutschland oder Europa. Ziel ist es, im Norden zu einer stärkeren Sensibilisierung für globale und entwicklungspolitische Themen beizutragen.

 

Alumni-Netzwerk: Ein aktives Ehrenamtlichen-Netzwerk bietet euch die Möglichkeit, den begonnenen Lernprozess gemeinsam fortzuführen, sich auszutauschen und ihre unterschiedlichen Kompetenzen für ein weiteres Engagement zu bündeln.

 

Partizipationsmöglichkeiten beim ASA-Programm: Das ASA-Programm lebt von der ehrenamtlichen Mitarbeit der aktuellen und ehemaligen Teilnehmenden. In allen Bereichen wird das ASA-Programm von Ehrenamtlichen mitgestaltet. Dadurch entwickelt es sich ständig weiter.

 


Die fünf Teilprogramme

Die Teilnehmenden aller Teilprogramme nehmen an Seminaren teil, arbeiten anschließend an einem konkreten Projekt in einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas und führen danach eine Aktion Globalen Lernens durch. Unterschiede zwischen den Teilprogrammen gibt es in der inhaltlichen Ausrichtung, den sprachlichen und zeitlichen Anforderungen sowie in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartner_innen.


ASA-Basis: Bei ASA-Basis bilden zwei bis drei Teilnehmende ein Team. Gemeinsam besuchen und gestalten sie drei mehrtägige Seminare und führen eine dreimonatige Projektarbeit in einem Partnerland des Globalen Südens durch. Mit einer „Aktion Globalen Lernens“ bringen sie ihre Erfahrungen in ihr persönliches und berufliches Umfeld. Dadurch qualifizieren sie sich im Umgang mit Methoden der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

 

ASA-SüdNord: Teilnehmende aus einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas oder Südosteuropas bilden mit Teilnehmenden aus Deutschland ein Team, mit dem sie alle Phasen des Programms gemeinsam durchlaufen. Die Projektarbeit beträgt insgesamt sechs Monate: Drei Monate bei einer Organisation in Deutschland und drei Monate bei einer Organisation im jeweiligen Gastland im Globalen Süden.

 

ASA-Kommunal: ASA-Kommunal bietet jungen Menschen Einsatzmöglichkeiten in der kommunalen Entwicklungspolitik. Das Teilprogramm wird in Kooperation mit der SKEW (Servicestelle Kommunen in der Einen Welt) durchgeführt. Die Teilnehmenden unterstützen für drei oder sechs Monate Kommunen oder Städtepartnerschaften bei einem konkreten Projekt, zum Beispiel „Abfallmanagement und Umweltbildung“ oder „Migration und Identität“. Dabei lernen sie globale Zusammenhänge kennen und setzen sich mit Fragestellungen der kommunalen Entwicklungspolitik auseinander.

 

ASApreneurs - Shaping a Sustainable World: ASApreneurs ist ein berufsvorbereitendes Qualifizierungsprogramm. Es unterstützt junge Menschen darin, Führungskompetenz für Nachhaltigkeit in der Wirtschaft zu erlangen. Die Projektarbeit findet zur Hälfte bei einem Unternehmen in Deutschland bzw. Europa und bei einer Partnerorganisation im Globalen Süden statt. ASApreneurs richtet sich ausschließlich an Studierende.

 

GLEN (Global Education Network of Young Europeans): GLEN ist eine Initiative des ASA-Programms und rund zehn europäischen Partnerorganisationen. Beim GLEN-Programm bilden Teilnehmende aus verschiedenen europäischen Ländern ein Team, das alle Phasen des Programms gemeinsam durchläuft.

 

Bewerbungsvoraussetzungen

 

Das ASA-Programm vergibt jedes Jahr rund 250 Stipendien. Bewerben können sich junge Menschen zwischen 21 und 30 Jahren. Das Programm richtet sich an alle, die in Deutschland und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens leben und studieren oder eine duale Berufsausbildung abgeschlossen haben. Bewerbungen für die Teilnahme am ASA-Programm sind jedes Jahr vom 20. November bis zum 10. Januar online möglich.

 

Das ASA-Programm ist ein Angebot der Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen. Es arbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Weitere Informationen: www.asa-programm.de