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J7-Jugendgipfel: Eure Forderungen an die G7-Staaten

Bild: Christian Herrmann
Auf dem J7-Gipfel bekamen 54 aus 19 Ländern die Chance, der Öffentlichkeit und den Entscheidungsträgern die Meinung der nachwachsenden Generation zu den drängenden Zukunftsfragen nahe zu bringen. Doch was wünscht sich "die Jugend"?

54 Mädchen und Jungen zwischen 14 und 18 Jahren tauschen sich Mitte Mai 2015 - im Vorfeld des G7-Gipfels - über die Themen Klimawandel, Gesundheit, Gleichberechtigung von Männern und Frauen und faire Wirtschaft aus. Im Kanzleramt haben sie die Ergebnisse ihrer Beratungen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesjugendministerin Manuela Schwesig vorgestellt.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus den G7-Staaten Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Italien, Japan und den USA. Hinzu kamen Jugendliche aus den EU-Mitgliedstaaten Finnland, Griechenland, Irland, Polen, Portugal und Slowenien. Jugendliche aus Äthiopien, der Dominikanischen Republik, Sambia, Senegal und Südafrika brachten die Perspektive der Entwicklungsländer ein.

 

Die Jugendlichen aus 19 Ländern wünschen sich vor allem mehr Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit und einen besseren Zugang für Mädchen zur Bildung. Außerdem fordern sie mehr Beteiligung im politischen Prozess.

 

Forderungen der Jugendlichen

Die Jugendlichen riefen die G7-Staaten vor allem zu mehr Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit auf. Dazu gehört in ihren Augen sowohl ein besserer Zugang von Mädchen zu Bildung, als auch der Kampf gegen Kinderarmut, besserer Zugang von armen Menschen zu ausreichend medizinischer Versorgung oder die Verbesserung der Bildungssysteme in Entwicklungsländern.

 

Neben den vier Themen "Protecting our planet", "Building a Healthy Future for All", "Empowerment of Women and Girls" und "Fair Economy", die bei dem G7-Treffen der Staats-und Regierungschefs in Elmau auf der Tagesordnung stehen werden, haben die Jugendlichen noch ein fünftes Thema beim J7-Gipfel selbst entwickelt: "Act Now: Youth Involvement", Partizipation von Jugendlichen. In ihrer Resolution erklären die Jugendlichen: "Die Act Now-Initiative will die Jugendlichen nicht nur dabei unterstützen, ihre Meinung zu sagen, sondern ihnen eine Stimme geben, die wirksam und einflussreich ist. Es ist äußerst wichtig, dass junge Menschen in jeder Region der Welt, die Möglichkeit haben, ihre Stimme zu erheben und Lösungsmöglichkeiten für die verschiedenen sozialen und politischen Probleme zu entwickeln. Junge Menschen müssen dabei unterstützt werden, die Fähigkeiten zu entwickeln, die es braucht, um gegen Ungerechtigkeiten anzukämpfen."

 

Drei verschiedene Aktionen schlagen die Jugendlichen vor:
 

  1. Maßnahmen, um Jugendbeteiligung/Jugendpartizipation in den Entwicklungsländern zu ermöglichen bzw. wenn vorhanden, deutlich zu stärken
  2. Maßnahmen, um Jugendbeteiligung/Jugendpartizipation in den Industriestaaten zu stärken
  3. Eine weltweite Kommunikationsinitiative (Twitter, YouTube, Facebook), an der sich alle Kinder und Jugendlichen beteiligen können

 

Eine Forderung der Jugendlichen war es auch, dass sich die Industriestaaten mehr bei der Bekämpfung von Epidemien wie Ebola einsetzen. Merkel betonte, dass sich die internationale Gemeinschaft bei diesem Thema stärker einsetzen werde. Man brauche eine weltweite "Krankheitsfeuerwehr", die bei Epidemien schnell handeln könne. So solle beispielsweise ein internationaler Notfall-Pool aus einsatzbereiten Ärzten geschaffen werden. Aber auch Fragen wie Impfstoffe, Transport der Medikamente, etc. müssten bedacht werden.


Zum Abschluss bedankte sich Merkel bei den Jugendlichen: "Sie haben ziemlich hart gearbeitet - das sieht man. Ich finde es besonders schön, dass Sie das Ganze auf den Punkt gebracht haben. Sie haben keine langen Abhandlungen geschrieben, sondern Sie haben dies alles ganz handlungsorientiert gemacht."

 

Die Forderungen könnt ihr im Positionspapier nachlesen: Position Paper J7 Summit 2015 (PDF 304KB)

Publié: Mer., 13/05/2015 - 15:02


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