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Zu jung zum wählen?

poliWHAT?! Wählen ab 16

Bei der Bundestags- und Europawahl darf man erst mit 18 wählen. Doch viele fordern, dass man schon mit 16 seine Stimme abgeben dürfen soll. Erfahre mehr über die Idee der Absenkung des Wahlalters.

Es gibt unterschiedliche Projekte bei denen Jugendliche parallel zur Bundestagswahl ihre Stimme abgeben können. So können sie zwar ihre Meinung kundtun, ihre Stimme zählt aber nicht in das tatsächliche Ergebnis der Wahl hinein. Daher fordern manche eine Absenkung des Wahlalters, so dass man auch unter 18 bei der tatsächlichen Bundestagswahl ein Stimmrecht hat. Wir haben uns über den Stand der Dinge schlau gemacht und herausgefunden mit welchen Initiativen die Befürworter dies durchsetzen wollen.
 

Bei der Bundestagswahl wählen, dürfen alle Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik Deutschland, die am Tag der Wahl mindestens 18 Jahre alt sind – unabhängig von Geschlecht, Einkommen, Konfession, Beruf oder politischer Einstellung.
 

Seit Mitte der 90er-Jahre wird zunehmend eine Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre gefordert, auch um einer sinkenden Wahlbeteiligung und der „Politikverdrossenheit“ junger Menschen zu begegnen. 1996 durften bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen erstmals 16-Jährige wählen.

 

Außer in Niedersachsen gibt es momentan bei Kommunalwahlen in folgenden Bundesländern das aktive Wahlrecht ab 16 Jahren: in Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg (Bezirksversammlung), Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. In Hamburg und Schleswig-Holstein können 16jährige auch bei Landtagswahlen mitwählen.

 

Initiativen zur Herabsenkung des Wahlalters

Die im März 2002 initiierte Kampagne ICH WILL WÄHLEN startete mit einer Petition (Beschwerde an den Bundestag), in der Unter18jährige forderten, selbst an Wahlen und Abstimmungen teilnehmen zu dürfen. Viele Organisationen und Parteijugendverbände, zum Beispiel die Grüne Jugend unterstützten die Kampagne. Mit weiteren Aktionen wie Nicht-Wahlberechtigungskarten, E-Mails an die Parteien, Plakaten oder Stickern die über Wahl-Plakate geklebt werden sollen, will die Kampagne auf das Thema aufmerksam machen und eine Absenkung des Wahlalters herbeiführen. Wenn du die Petition unterschreiben willst oder Ideen für neue Aktionen hast: www.ich-will-waehlen.de

 

ICH WILL WÄHLEN wurde 2002 von KRÄTZÄ initiiert. Das Berliner Kinderrechtsprojekt KinderRÄchTsZÄnker (K.R.Ä.T.Z.Ä.) fordert seit 1992 das Wahlrecht ohne Altersgrenze. Nach der Argumentation von K.R.Ä.T.Z.Ä. ist das Recht auf politische Mitbestimmung ein demokratisches Menschenrecht, von dem in einer Demokratie niemand ausgeschlossen werden darf - auch nicht wegen seines Alters.

nextvote ist eine Kampagne, die das Wahlalter sogar auf 14 herabsetzen will.
 

politikorange ist ein im März 2002 gegründetes Projekt des Netzwerks Demokratieoffensive. Darin sind vertreten: BundesschülerInnenvertretung (BSV), der Bundesverband Jugendpresse (BJP), die Deutsche Jugendpresse (DJP), Häfft, die Servicestelle Jugendbeteiligung und die Kampagne ICH WILL WÄHLEN. politikorange versteht sich als Initiative verschiedener selbstbestimmter, jugendeigener Projekte und Organisationen.
 

„Mach’s ab 16 in Brandenburg!“ ist ein Projekt des Landesjugendringes Brandenburg e.V., das eine Plattform bieten möchte, um über das Thema Wahlrecht mit 16 in Brandenburg zu diskutieren. Die Website informiert außerdem zu allen Themen rund um das Wahlrecht.