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Was heißt eigentlich...? Digitale Inklusion - die wichtigsten Begriffe

Digitale Inklusion - Begriffserklärungen
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WCAG? E-Learning? Brailleschrift? Wir erklären euch die wichtigsten Begriffe zum Thema digitale Inklusion.

 

In dem Artikel "Digitale Inklusion - oder ist das Internet für alle da?" schauen wir uns an, was es mit digitaler Inklusion auf sich hat. Hier findet ihr die Begriffserklärungen zu dem Thema:

 

 

Barrierefreies Internet = Hierbei handelt es sich um Webangebote, die von jedem Nutzer unabhängig von technischen oder körperlichen Einschränkungen genutzt werden können. Ein Bespiel hierfür ist, das Menschen mit einer Sehschwäche den Texte auf einer Webseite mit einem Klick vergrößern können oder auch das Blinde die Möglichkeit haben, sich die Texte auf einer Webseite vorlesen zu lassen. Mehr Infos findest du hier: http://www.einfach-barrierefrei.net/start

 

Benutzerschnittstelle = Beschreibt die Stelle oder auch Handlung, wo der Mensch mit einer Maschine in Verbindung tritt. Ein einfaches Beispiel ist hier das benutzen eines Lichtschalters. Sobald man drauf drückt, kommt die Reaktion, das Licht geht an. Für uns ist der Begriff wichtig, weil es gerade bei der digitalen Inklusion oft schon an den Benutzerschnittstellen hapert und bei Erklärungen der Begriff häufig verwendet wird. Beim Computer kann die Benutzerschnittstelle sowohl aus einer Software oder auch Hardware bestehen.

 

Brailleschrift = Hierbei handelt es sich um eine Blindenschrift, die aus verschiedenen Punktemustern besteht. Durch die Erhöhung der einzelnen Punkte können Menschen mit einer Sehbehinderung Texte durch das erfühlen der Muster auch lesen. Es gibt die Brailleschrift auch für den Computer. Der Brailledisplay ist ein Gerät für den Computer das es blinden Menschen ermöglicht Texte in Brailleschrift umzuwandeln. Diese können dann auf dem Display erfühlt werden. Das Ganze funktioniert auch andersherum, d.h. Texte die in Brailleschrift eingegeben werden, können dann in alphabetische Texte umgewandelt werden.

 

E-Learning = Mit dem mediengestützten Lernen können auch Menschen die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, unabhängig von bestimmten Präsenzorten, lernen. Außerdem kann es auch gut genutzt werden, um Sachen nachzuholen oder aufzufrischen, ohne dass man eine Bildungseinrichtung besuchen muss.

 

Leichte Sprache = Bedeutet, das Texte möglichst einfach geschrieben sind. Also das keine langen Nebensätze verwendet werden oder komplizierte Fachausdrücke erklärt werden. Wenn du mehr zu dem Thema erfahren möchtest oder auch nach Beispielen suchst, lohnt sich ein Blick auf die Seite vom Netzwerk Leichte Sprache.

 

Gebärdensprache und Untertitel im Netz = Um Menschen mit einer Gehörschädigung die Nutzung des Internets zu erleichtern, gibt es teilweise Inhalte auch in Gebärdensprache. Also Filme, in dem Gebärdendolmetscher die Inhalte in Gebärdensprache wiedergeben. Hier könnt ihr euch zum Beispiel einen Film zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention anschauen. Aber warum eigentlich? Denn Gehörlose können doch lesen. Stimmt ja auch, aber gerade wenn man schon taub geboren wurde, ist z.B. nicht die deutsche Sprache die Muttersprache, sondern die Gebärdensprache. Also mit einer anderen Grammatik und anderen Ausdrücken. Also wenn es sich um wichtige Inhalte, z.B. Nutzungsbedingungen handelt, sollte entweder ein Video in Gebärdensprache zur Verfügung stehen oder der Text sollte zumindest auch in leichter Sprache abrufbar sein. Untertiteln sollten dann zur Verfügung stehen, wenn es z.B. nur einen kurzen Videoclip gibt der ein Thema erklärt.

 

Screenreader = Ist die Bezeichnung für eine Software die auch „Bildschirmleseprogramm“ oder „Vorlese-Anwendung“ genannt wird. Diese Software ermöglicht es Blinden Menschen, sich eine Internetseite vorlesen zu lassen. Auf den Seiten vom Projekt „Einfach für Alle“ findest du mehr Informationen zu kostenlosen Angeboten von Screenreadern. 

 

WCAG = Steht für die Abkürzung der „Richtlinien für barrierefreie Webinhalte“ (engl.: Web Content Accessibility Guidelines) Wenn man also eine Webseite für alle zugänglich gestalten möchte, sollte man sich an diese Richtlinien als Orientierungsgrundlage halten. Diese Richtlinien orientieren sich an vier Prinzipien: Wahrnehmbar-> Jeder Benutzer muss die Seite wahrnehmen können, z.B. muss ein Bild auch mit Text beschreiben werden, so dass ein blinder Mensch diese Information über den Vorlesemodus wahrnehmen kann. Bedienbar -> Eine Webseite sollte so aufgebaut sein, das Sie z.B. auch bedient werden kann, wenn die Navigation nur per Tastatur möglich ist. Es sollte auch auf Flash-Animationen oder ähnliches verzichtet werden, da diese bei manchen Menschen epileptische Anfälle hervorrufen können. Verständlich-> Idealerweise kann das bedeuten, dass es die gesamten Inhalte der Seite auch in einfacher Sprache gibt. Robust-> Maximale Kompatibilität mit Browsern und Hilfsmitteln wie z.B. Vorleseprogrammen.

 

World Wide Web Consortium = Oder auch kurz W3C ist ein Gremium, das sich mit der Standardisierung der Technik beschäftigt die für das Internet gebraucht wird.  Das W3C hat unter anderem auch die Richtlinien für das barrierefreie Internet (WCAG)

Veröffentlicht: Do, 20/02/2014 - 16:44


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