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Sprachaufenthalt in einem Deutschschweizer Gymnasium mit dem Programm 'Rousseau Mobilität'

Lange Zeit vor der Anmeldung war ich unschlüssig, ob der Jahresaustausch zwischen den Gymnasien Frauenfeld und Yverdon-les-Bains die richtige Entscheidung für mich wäre und ob ich dieser Heraus¬forderung gewachsen sei. Schliesslich schrieb ich mich in letzter Minute ein, mit der Idee, meinen schwachen Französischkenntnissen etwas auf die Sprünge zu helfen. Die Organisation für das Austauschjahr wurde von den beiden zuständigen Schulleitern in die Hand genommen. Namentlich waren es Beat Brüllmann der Kantonsschule Frauenfeld und Eliane Stucki des Gymnase d’Yverdon, die mir einen angenehmen Start meines Sprach- und Kulturaustauschs im August 2012 ermöglichten – ein Abenteuer, welches bis Ende Juni 2013 andauern sollte.

Aller Anfang ist schwer, wie es das Sprichwort ausdrückt, und so war es auch bei diesem Sprachauf-enthalt. Zu Beginn verstand ich praktisch nichts; weder im Unterricht noch während privaten Konversationen, doch der permanente Kontakt mit einer Fremdsprache verhilft zu schnellem Erfolg. Schon nach zirka zwei Monaten fühlte ich mich sicher genug, um auch über komplexere Themen zu diskutieren und der Unterricht fiel mir nicht mehr viel schwerer als in deutscher Sprache. Trotz meiner schnellen sprachlichen Fortschritte dauerte es über ein halbes Jahr, um mich mehr oder weniger in meine Gymnasialklasse zu integrieren. Die Mitglieder der Gastfamilie hingegen waren mit ihrer zuvorkommenden Art viel leichter zu erreichen. Am Ende des Austauschs fielen mir das Verständnis und der mündliche Ausdruck in der französischen Sprache leicht; im Schreiben stosse ich immer wieder auf kleinere Hürden, doch ich bin durchaus fähig, meine Maturaarbeit in französischer Sprache zu verfassen und mich per Email in Debatten über naturwissenschaftliche Themen verständlich auszudrücken.

Auch hat dieses Austauschjahr zu mehr Selbstständigkeit und individueller Persönlichkeitsentwicklung geführt und mir einige Freunde in der Westschweiz bereitet. Der grösste messbare Vorteil, den mir dieses Jahr eingebracht hat, ist offensichtlich der sprachliche; anders als in irgendeinem Sprachkurs habe ich hier gelernt, eine Fremdsprache zu spüren und zu leben. Es war die richtige Entscheidung – definitiv.

 

Veröffentlicht: Die, 27/05/2014 - 08:27


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