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Digital Dashboard: So erreichen junge Menschen PolitikerInnen

Du hast das Gefühl, deine Wünsche erreichen die PolitikerInnen nicht? DEEP-Linking Youth hat eine Plattform zum Social Media Monitoring entwickelt, um EU-EntscheidungsträgerInnen die Ansichten junger EuropäerInnen zu aktuellen Herausforderungen näher zu bringen.

Worum gehts? Zuhören, was in sozialen Netzwerken thematisiert wird. Das Digital Dashboard ist eine Beobachtungs-Plattform, die (mithilfe von Stichworten) Kommentare und Posts auf Twitter, in Blogs und öffentlichen Facebook-Gruppen sammelt. Die Plattform ist seit 22. März 2017 online und wird aktuell im Bereich Mobilität zu Lernzwecken getestet. Das heißt: Alle Posts zu den Themen Freiwilligendienste, Arbeiten und Studieren im Ausland oder dem Erasmus Programm werden auf dem Digital Dashboard zusammengetragen.

 

Dahinter steckt die Idee, dass  politische EntscheidungsträgerInnen mit dieser Plattform denjenigen zuhören können, deren Stimme sonst nicht gehört wird. Es geht primär darum, junge Leute dazu zu bringen sich an Institutionen zu wenden, sondern vielmehr, dass PolitikerInnen sich direkt darüber informieren können, welche Aspekte zu einem Themenbereich aktuell im Netz diskutiert werden. Ziel ist es, durch ePartizipation junge Menschen zu motivieren, sich aktiv in die Demokratie einzubringen.

 

Das von der Europäischen Kommission unterstützte Projekt wird durch den European Citizen Action Service geleitet. Partner sind das Erasmus Student Network, das Consultation Institute, die Civil College Foundation, die ProInfo Foundation, GONG und die Citizens Foundation.

 

Der Direktor des Consultation Institute, Remmert Keijzer, ist davon überzeugt, dass die Plattform PolitikerInnen ermöglicht, die Ansichten junger Menschen zu verstehen, da sie sehen können, was, wo und wann etwas gepostet wurde und, ob das Thema positiv oder negativ betrachtet wird. Durchschnittlich sammelt das Digital Dashboard (nach der Filterung) 50.000-60.000 Posts und Kommentare in 35 Sprachen, die mithilfe des Google Translators ins Englische übersetzt werden.

 

Diese riesigen Datenmengen zum Thema Lernmobilität wird in drei Bereiche aufgeteilt, die das Europäische Studenten Netzwerk (ESN) identifiziert hat: Wohnen, Finanzierung und Universität. Safi Sabuni, der ESN-Präsident, erklärt, dass es noch eine zusätzliche Kategorie "Anderes" gibt, die weitere interessante Aspekte im Bereich Jugendmobilität sammelt, die bisher noch nicht bekannt waren. Hier hilft das Dashboard dabei, neue Herausforderungen zu erkennen.

 

So funktionierts: Robert Bjarnason, CEO der Citizens Foundation, erklärt, dass die Zuordnung der Posts als relevant und irrelevant und die Kategorien öffentlich sind. Jeder kann also daran mitarbeiten. So lernt der Algorithmus mit der Zeit, wie er Inputs zukünftig selbst zuordnen kann.

 

Durch die Filterung der Millionen von Posts in Sozialen Netzwerken in Tausende relevante Beiträge, wird es PolitikerInnen möglich, die Plattform zu nutzen. Und vielleicht kann dann sogar ein einzelner Kommentar in einem Sozialen Netzwerk einen wichtigen Aspekt auf die Tagesordnung setzen, der dann eine Diskussion in den EU-Institutionen startet.

Veröffentlicht: Mi, 05/07/2017 - 17:25


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