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Studierende

Letzter Stand : 16/10/2013

Familienangehörige aus Nicht-EU-Ländern

Mein Ehepartner / mein(e) Kind(er)

Dieser Abschnitt informiert Sie über die Rechte Ihrer Familienangehörigen, die keine EU-Bürger sind und Sie begleiten oder Ihnen folgen, wenn Sie von einem EU-Land in ein anderes ziehen.

Auslandsaufenthalt bis zu drei Monaten

Ihr Ehepartner und von Ihnen abhängige Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern dürfen sich mit Ihnen in einem anderen EU-Land aufhalten. Für einen Aufenthalt von weniger als drei Monaten benötigen sie dazu lediglich einen gültigen Reisepass und möglicherweise, je nach Herkunftsland, ein Einreisevisum.

Weitere Informationen über benötige Einreisevisa und mögliche Ausnahmen

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise beim Konsulat des Landes, in dem Sie sich aufhalten möchten, ob Ihre Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ein Einreisevisum benötigen und, wenn ja, wie lange dessen Ausstellung dauert.

Anzeige der Anwesenheit

In einigen EU-Ländern müssen Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach der Einreise ihre Anwesenheit anzeigen. Geschieht dies nicht, können ihnen die Behörden eine Strafe, z. B. in Form einer Geldbuße, auferlegen.

Erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei den nationalen Behörden nach den Fristen und den geltenden Bedingungen für die Anzeige der Anwesenheit.

Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern sollten ihren Reisepass ständig bei sich tragen.

Tragen sie ihren Reisepass nicht bei sich, kann ihnen in einigen EU-Ländern eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt sollten sie wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Selbst wenn sie sich als Touristen im Land aufhalten, sollten sie beispielsweise für den Eintritt ins Museum oder für Fahrkarten nicht mehr bezahlen müssen.

Ausnahme: Wenn Sie Rentner sind, können einige EU-Länder entscheiden, Ihnen und Ihrer Familie in den ersten drei Aufenthaltsmonaten in diesem Land keine Einkommensbeihilfe zu gewähren.

Ausweisung

Ihr neues Land kann in Ausnahmefällen beschließen, Ihren Ehepartner oder Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit oder Gesundheit auszuweisen. Dazu muss aber nachgewiesen werden, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Auslandsaufenthalte von über drei Monaten

Ihr Ehepartner und von Ihnen abhängige Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern dürfen sich mit Ihnen in dem EU-Land aufhalten, in dem Sie studieren, wenn Sie

  • an einer anerkannten Bildungseinrichtung eingeschrieben sind;
  • über ein ausreichendes Einkommen für Ihre ganze Familie verfügen, um ohne Einkommensbeihilfe leben zu können;
  • in diesem Land über einen umfassenden Krankenversicherungsschutz für Ihre ganze Familie verfügen.

Die nationalen Behörden dürfen nicht verlangen, dass Ihr Einkommen den Grenzwert überschreitet, unter dem Sie in diesem Land Anspruch auf grundlegende Einkommensbeihilfen hätten. Das Einkommen kann von Ihrer Familie, Ihrem Partner oder aus einer beliebigen anderen Quelle stammen.

Aufenthaltskarte

Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern müssen innerhalb von drei Monaten nach ihrer Ankunft bei den Behörden im neuen Land (in der Regel im Rathaus oder bei der örtlichen Polizeidienststelle) eine Aufenthaltskarte beantragen. Anschließend wird ihnen eine Aufenthaltskarte ausgestellt.

Dazu benötigen sie folgende Dokumente:

  • einen gültigen Reisepass;
  • Ihre Anmeldebescheinigung oder einen anderen Nachweis über Ihren Aufenthalt in diesem Land;
  • einen Nachweis über die Verwandtschaft zu Ihnen (z. B. eine Heirats- oder Geburtsurkunde oder eine Beurkundung der eingetragenen Partnerschaft);
  • bei Kindern einen Nachweis, dass sie von Ihnen abhängig sind.

Außer den genannten dürfen keine weiteren Dokumente verlangt werden.

Aufenthaltskarten werden häufig gebührenfrei ausgestellt (oder gegen Entrichtung von Gebühren in der Höhe, wie sie bei Staatsangehörigen für die Ausstellung eines Personalausweises anfallen).

Die Aufenthaltskarte sollte eindeutig belegen, dass der Inhaber ein Familienangehöriger eines EU-Bürgers ist.

Die Behörden sollten ihre Entscheidung über die Ausstellung einer Aufenthaltskarte innerhalb von sechs Monaten treffen. Ist dies nicht der Fall, können Sie sich an unseren Unterstützungsdienst wenden.

Die Aufenthaltskarte sollte fünf Jahre lang gültig sein (oder für die Dauer des geplanten Aufenthalts, falls dieser kürzer ausfallen sollte). Änderungen der Anschrift müssen jedoch möglicherweise den Behörden gemeldet werden.

In vielen Ländern müssen Ihr Ehepartner oder Ihre Kinder und Enkel aus Nicht-EU-Ländern ihre Aufenthaltskarte und ihren Reisepass ständig bei sich tragen. Tragen sie diese nicht bei sich, kann ihnen eine Geldbuße auferlegt werden oder sie können vorübergehend in Gewahrsam genommen werden; sie können jedoch nicht nur aus diesem Grund ausgewiesen werden.

Gleichbehandlung

Bei ihrem Aufenthalt im neuen Land sollten Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern wie Staatsangehörige des Landes behandelt werden, vor allem was den Zugang zu Beschäftigung, Bezahlung, Leistungen, die den Zugang zu Beschäftigung erleichtern, Anmeldung in Schulen usw. betrifft.

Einige EU-Länder gewähren möglicherweise Studierenden und deren Familien erst Unterhaltsstipendien, wenn sie das Daueraufenthaltsrecht erworben haben.

Aufforderung, das Land zu verlassen/Ausweisung

Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern dürfen so lange mit Ihnen in einem anderen EU-Land leben, wie sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Erfüllen sie diese Bedingungen nicht mehr, können die nationalen Behörden sie auffordern, das Land zu verlassen. Sie dürfen jedoch nicht ausgewiesen werden.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land sie aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es nachweisen kann, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung oder die Aufforderung, das Land zu verlassen, muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

Todesfall/Scheidung

Wenn Sie rechtmäßig in einem anderen EU-Land leben und vor dem Erwerb des Daueraufenthaltsrechts (was in der Regel nach einem fünfjährigen Aufenthalt der Fall ist) sterben oder sich scheiden lassen, dürfen Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern möglicherweise bleiben, wenn

  • sie vor Ihrem Tod mindestens ein Jahr in dem Land gelebt haben oder
  • Sie mindestens drei Jahre verheiratet waren, bevor die Scheidung eingereicht wurde, und davon mindestens ein Jahr in dem EU-Land gelebt haben.

Um bleiben zu können, müssen Ihre Angehörigen aus Nicht-EU-Ländern außerdem dieselben Bedingungen für einen Aufenthalt erfüllen wie EU-Bürger.

Informieren Sie sich über die Rechte, Bedingungen und Formalitäten für

Daueraufenthalt

Nachdem sie fünf Jahre lang ununterbrochen und rechtmäßig in Ihrem neuen EU-Land gelebt haben, können Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern automatisch das Daueraufenthaltsrecht erwerben, ohne weitere Bedingungen erfüllen zu müssen: Sie können selbst dann so lange wie von ihnen gewünscht bleiben, wenn sie nicht erwerbstätig sind und Einkommensbeihilfe benötigen.

Ihr Aufenthalt gilt auch dann noch als ununterbrochen, wenn Folgendes eintritt:

  • vorübergehende Abwesenheiten (unter sechs Monaten im Jahr);
  • längere Abwesenheiten (wegen der Erfüllung militärischer Pflichten);
  • eine einzige Abwesenheit von höchstens zwölf aufeinander folgenden Monaten aus wichtigen Gründen wie Schwangerschaft und Geburt, schwere Krankheit, Beschäftigung, Berufsausbildung oder berufliche Entsendung in ein anderes Land.

Sie sollten dieselben Rechte, Leistungen und Vorteile wie Staatsangehörige genießen.

Sie können ihr Daueraufenthaltsrecht verlieren, wenn sie länger als zwei Jahre in Folge außerhalb des Landes leben.

Daueraufenthaltskarte

Informationen zum Antrag auf Ausstellung einer Daueraufenthaltskarte zur Bescheinigung Ihres uneingeschränkten Aufenthaltsrechts.

Aufforderung, das Land zu verlassen/Ausweisung

Ihr Ehepartner und Ihre Kinder oder Enkel aus Nicht-EU-Ländern dürfen so lange mit Ihnen in einem anderen EU-Land leben, wie sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Erfüllen sie diese Bedingungen nicht mehr, können die nationalen Behörden sie auffordern, das Land zu verlassen. Sie dürfen jedoch nicht ausgewiesen werden.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land sie aus politischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es nachweisen kann, dass sie eine ernsthafte Gefahr bilden.

Die Entscheidung über die Ausweisung oder die Aufforderung, das Land zu verlassen, muss ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Mitteilung müssen alle Begründungen aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann sie Beschwerde einlegen können.

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In diesem Fall die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein und Norwegen

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