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Fragen und Antworten – Studierende


Rechte, Bedingungen und Formalitäten

  • Muss ich mich im Rathaus anmelden, wenn ich an einem Sprachkurs in einem anderen EU-Land teilnehme?

    Das ist von der Dauer Ihres Aufenthalts abhängig – bei weniger als drei Monaten brauchen Sie sich nicht anzumelden, aber möglicherweise müssen Sie Ihre Anwesenheit den Behörden anzeigen.

    Wenn Sie länger bleiben, müssen Sie sich möglicherweise bei den zuständigen Behörden anmelden.

  • Was passiert, wenn ich vergesse, meine Anwesenheit in einem Land anzuzeigen, in dem ich dazu verpflichtet bin? Kann ich ausgewiesen werden?

    NEIN – Sie können nicht ausgewiesen werden, aber Sie müssen möglicherweise eine (angemessene) Geldbuße zahlen, je nach der Gesetzgebung des Landes.

  • Wenn ich mich ein Jahr lang als Erasmus-Student in einem anderen EU-Land aufhalte und keine Arbeit oder kein Einkommen habe, wie kann ich dann nachweisen, dass ich für die Dauer meines Aufenthalts über ausreichend Mittel verfüge?

    Sie können von Ihren Eltern oder Ihrem gesetzlichen Vormund ausreichende Mittel erhalten, beispielsweise durch monatliche Überweisungen auf Ihr Konto.

Familienangehörige aus EU-Ländern

  • Ich bin Belgier und ziehe mit meinem gleichgeschlechtlichen Partner nach Schweden. Wie werden ihn die Behörden behandeln?

    Die schwedischen Behörden werden ihn wie jeden anderen Ehepartner behandeln, denn Schweden erkennt gleichgeschlechtliche Ehen an.

    Doch nicht alle EU-Länder behandeln gleichgeschlechtliche Partner oder eingetragene Partner in dieser Weise. In diesen Ländern haben gleichgeschlechtliche oder eingetragene Partner nicht automatisch Aufenthaltsrecht; die nationalen Behörden entscheiden darüber von Fall zu Fall.

  • Ich bin Este und schreibe meine Doktorarbeit in Großbritannien. Meine estnischen Eltern sind von mir abhängig und kämen gerne für die Dauer meines Studiums zu mir nach London. Erhalten sie als Familienangehörige eines EU-Bürgers automatisch eine Aufenthaltsbewilligung?

    NEIN – Ihre Staatsangehörigkeit kann sich für ihren Antrag auf Aufenthaltserlaubnis vorteilhaft auswirken, aber sie können daraus keine automatischen Rechte ableiten. Wenn die britischen Behörden den Antrag Ihrer Eltern ablehnen, müssen sie ihnen ihre Entscheidung schriftlich mit einer ausführlichen Begründung mitteilen und erläutern, welche Auswirkungen das für ihre Eltern hat.

  • Ich bin Ungarin und vor sechs Jahren nach Österreich zu meinem ungarischen Ehemann gezogen, der dort studiert hat. Vor zwei Monaten ist mein Mann gestorben. Die österreichischen Behörden haben mir mitgeteilt, dass ich nachweisen muss, dass ich über ausreichend Mittel verfüge, um für mich selbst sorgen zu können, wenn ich das Daueraufenthaltsrecht erwerben möchte (diese Mittel habe ich nicht, wir haben von den Ersparnissen meines Mannes gelebt). Haben sie recht?

    NEIN – Sie können weiter in Österreich wohnen, da Sie bereits fünf Jahre lang rechtmäßig dort gewohnt haben. Ihr Daueraufenthaltsrecht kann nicht mehr von ausreichenden Mitteln abhängig gemacht werden.

Familienangehörige aus Nicht-EU-Ländern

  • Ich bin Japanerin und lebe in Schweden in eingetragener Partnerschaft mit einem Schweden sowie mit meinem Sohn (23 Jahre) aus einer früheren Ehe. Mein Partner geht für einen Master-Studiengang nach Island und mein Sohn und ich möchten ihn gerne begleiten. Mein Sohn ist japanischer Staatsangehöriger und von uns abhängiger Student. Bekommt er in Island eine Aufenthaltskarte?

    JA – als Kind des Partners eines EU-Bürgers, und weil er als Student von Ihnen abhängig ist, auch wenn er älter ist als 21 Jahre.

  • Ich bin ein rumänischer Student und für einen einjährigen Studienaufenthalt in Norwegen. Meine Eltern, die moldauische Staatsangehörige sind, würden gerne für die Dauer meines Studiums zu mir kommen. Haben sie als Eltern eines EU-Bürgers automatisch in Norwegen ein Aufenthaltsrecht?

    NEIN – aber Sie können die norwegischen Behörden darum bitten, ihren Antrag zu prüfen. Wenn die norwegischen Behörden ihnen den Aufenthalt verweigern, müssen sie dies begründen; dies ist nur nach einer umfassenden Untersuchung Ihrer persönlichen Umstände möglich.

  • Ich gehe für einen einmonatigen Sprachkurs nach Holland. Meine gleichgeschlechtliche Partnerin aus einem Nicht-EU-Land, die ich in Belgien geheiratet habe, begleitet mich. Muss sie irgendwelche Formalitäten erledigen?

    NEIN. In den Niederlanden wird sie wie jede andere Ehefrau behandelt.

    Wenn sie weniger als drei Monate im Land bleibt, benötigt sie lediglich einen gültigen Reisepass und vielleicht, je nach Herkunftsland, ein Einreisevisum.

    Möglicherweise muss sie außerdem ihre Anwesenheit im Land anzeigen. Auch sollte sie ihren Reisepass ständig bei sich tragen.

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