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Letzter Stand : 18/09/2017

Arbeitnehmer – Aufenthaltsrechte

Sie haben das Recht, sich in jedem EU-Land niederzulassen, in dem Sie als Arbeitnehmer, Selbständiger oder entsandter Mitarbeiter arbeiten.

Auslandsaufenthalt von bis zu 3 Monaten

Sie sollten Ihre nationale Aufenthaltsgenehmigung (Personalausweis) oder Ihren Reisepass stets verfügbar haben.

Als EU-Staatsbürger/-in benötigen Sie bei einem Aufenthalt von weniger als 3 Monaten in einem anderen EU-Land lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

In vielen EU-Ländern müssen Sie ständig einen Personalausweis oder Reisepass mitführen.

In diesen Ländern müssen Sie mit einem Bußgeld oder einer vorläufigen Festnahme rechnen, wenn Sie Ihre Ausweispapiere zu Hause lassen – aber Sie dürfen nicht allein deshalb in Ihr Heimatland zurückgeschickt werden.

In folgenden Gastländern müssen Sie Ihren Personalausweis oder Reisepass stets mit sich führen:

Wählen Sie ein Land aus

* Noch keine Informationen von den nationalen Behörden übermittelt

Meldung Ihrer Anwesenheit

In einigen EU-Ländern müssen Sie den zuständigen Behörden innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach Ihrer Ankunft Ihre Anwesenheit melden. Sollten Sie dies unterlassen, können diese Länder eine Strafe verhängen, zum Beispiel ein Bußgeld.

Mehr zur Meldung Ihrer Anwesenheit Ausweisung

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land Sie aus Gründen der öffentlichen Ordnung, öffentlichen Sicherheit oder öffentlichen Gesundheit ausweisen, aber nur, wenn es beweisen kann, dass Sie eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

Die Ausweisungsentscheidung muss Ihnen schriftlich zugestellt werden. In der Entscheidung müssen alle Gründe für die Ausweisung aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden,wie und bis wann Sie gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen können.

Auslandsaufenthalt von über 3 Monaten

Sie dürfen sich in jedem EU-Land niederlassen, wenn Sie dort arbeiten.

Anmeldung Ihres Wohnsitzes

Während der ersten 3 Monate Ihres Aufenthalts kann Ihr Gastland nicht von Ihnen verlangen, dass Sie Ihren Wohnsitz anmelden. Sie können dies jedoch freiwillig tun.

Nach drei Monaten kann Ihr Gastland Sie auffordern, Sie sich bei den lokalen Behörden anzumelden und nachzuweisen, dass Sie eine Arbeit haben. Daraufhin erhalten Sie ein Dokument, das Ihr Aufenthaltsrecht bescheinigt.

Nähere Informationen zur Anmeldung Ihres Wohnsitzes im Ausland

Verlust Ihres Arbeitsplatzes

Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren während Sie in einem anderen Land leben, können Sie weiterhin dort leben, wenn Sie:

  • wegen Krankheit oder Unfall vorübergehend arbeitsunfähig sind;
  • bei der zuständigen Behörde als unfreiwillig arbeitslos gemeldet sind. Wenn Sie davor weniger als ein Jahr beschäftigt waren, behalten Sie das Recht auf gleiche Behandlung wie die Staatsangehörigen Ihres Gastlandes für mindestens weitere 6 Monate.
  • eine Berufsausbildung absolvieren. Wenn Sie nicht unfreiwillig arbeitslos sind, muss die Ausbildung mit Ihrer früheren Beschäftigung in Verbindung stehen.

Aufforderung zur Ausreise und Ausweisung

Sie dürfen so lange in einem anderen EU-Land leben, wie Sie die Aufenthaltsbedingungen erfüllen. Ist dies nicht mehr der Fall, können Sie von den nationalen Behörden aufgefordert werden, das Land zu verlassen.

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land Sie aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es beweisen kann, dass Sie eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

Die Ausweisungsentscheidung muss Ihnen schriftlich mitgeteilt werden. In der Entscheidung müssen alle Gründe für die Ausweisung aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden,wie und bis wann Sie gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen können.

Ständiger Aufenthalt

Wenn Sie für einen ununterbrochenen Zeitraum von mehr als 5 Jahren in einem anderen EU-Land rechtmäßig als Arbeitnehmer/-in tätig waren, erhalten Sie automatisch das Recht auf einen Daueraufenthalt in diesem Land. Das bedeutet, dass Sie so lange in dem betreffenden Land bleiben können, wie Sie wollen.

Ihr Aufenthaltsrecht wird dann nicht durch folgende Faktoren beeinträchtigt:

  • zeitlich befristete Abwesenheiten (weniger als 6 Monate pro Jahr)
  • längere Abwesenheiten aufgrund der Militärdienstpflicht
  • eine Abwesenheit von 12 aufeinanderfolgenden Monaten wegen wichtiger Gründe wie Schwangerschaft und Kindsgeburt, schwere Krankheit, Arbeit, Ausbildung oder Entsendung in ein anderes Land

Sie können Ihr Recht auf ständigen Aufenthalt verlieren, wenn Sie länger als 2 aufeinander folgende Jahre außerhalb des Landes leben.

Ständiger Aufenthalt kürzer als 5 Jahre

Sie können auch früher als nach 5 Jahren das ständige Aufenthaltsrecht beantragen, und zwar in folgenden Situationen:

  • Sie sind Rentner/-in und haben in dem Land mindestens ein Jahr lang gearbeitet oder ununterbrochen 3 Jahre gelebt.
  • Sie haben aufgehört zu arbeiten, weil Sie nicht mehr arbeitsfähig sind, und haben in dem Land ununterbrochen zwei Jahre gelebt.
  • Sie haben aufgehört zu arbeiten, weil Sie aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit nicht mehr arbeitsfähig sind. In diesem Fall sind Sie aufenthaltsberechtigt unabhängig davon, wie lange Sie vor dem Unfall oder der Krankheit im betreffenden Land gelebt haben.
  • Sie nehmen in einem anderen EU-Land eine Arbeit als Grenzgänger auf, kehren vorschriftsmäßig mindestens ein Mal pro Woche an Ihren Wohnort zurück, haben jedoch vorher in dem Land, in dem Sie einen ständigen Aufenthaltsstatus erwerben wollen, mindestens 3 Jahre ununterbrochen gearbeitet.

Daueraufenthaltsgenehmigung

Nähere Informationen zum Erhalt einer Daueraufenthaltsgenehmigung . Dieses Dokument bescheinigt Ihr bedingungsloses Aufenthaltsrecht in Ihrem Gastland.

Ausweisung

In Ausnahmefällen kann Ihr neues Land Sie aus Gründen der öffentlichen Ordnung oder öffentlichen Sicherheit ausweisen, aber nur, wenn es beweisen kann, dass Sie eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

Die Ausweisungsentscheidung muss Ihnen schriftlich zugestellt werden. In der Entscheidung müssen alle Gründe für die Ausweisung aufgeführt und Informationen darüber gegeben werden, wie und bis wann Sie gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen können.

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