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Dokumente und Formalitäten

Letzter Stand : 14/07/2014

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Familienangehörige aus einem Nicht-EU-Land in einem anderen EU-Land anmelden

Während der ersten 3 Monate ihres Aufenthalts in Ihrem Gastland kann von Ihren Familienangehörigen, die keine EU-Bürger sind, nicht verlangt werden, eine Aufenthaltskarte zu beantragen, die Ihr Recht, dort zu wohnen, bestätigt. In einigen Ländern müssen sie jedoch eventuell bei der Ankunft ihre Anwesenheit melden.

Nach 3 Monaten in Ihrem Gastland müssen Ihre Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ihren Wohnsitz bei der zuständigen Behörde (oft das Rathaus oder die örtliche Polizeistelle) anmelden

Für den Erhalt einer Aufenthaltskarte benötigen sie:

  • einen gültigen Reisepass
  • Ihre Anmeldebescheinigung als EU-Bürger oder einen anderen Nachweis Ihres Wohnsitzes im betreffenden Land
  • eine Bescheinigung über das Bestehen einer familiären Beziehung mit Ihnen (z. B. Heirats- oder Geburtsurkunde)
  • für Kinder oder Enkel einen Nachweis, dass sie unter 21 Jahre alt oder von Ihnen abhängig sind
  • für Eltern oder Großeltern einen Nachweis, dass sie von Ihnen abhängig sind
  • für andere Familienangehörige einen Nachweis, dass sie von Ihnen abhängig sind oder dass Sie aus schwerwiegenden Gesundheitsgründen persönlich für sie sorgen müssen
  • für unverheiratete Partner einen Nachweis einer langfristigen oder dauerhaften Beziehung mit Ihnen

Weitere Dokumente dürfen nicht verlangt werden.

Die Behörden sollten ihre Entscheidung über die Ausstellung einer Aufenthaltskarte innerhalb von 6 Monaten treffen. Tun sie das nicht, so können Sie sich an unsere Unterstützungsdienste wenden. Keinesfalls jedoch können Ihre Familienangehörigen aus Nicht-EU-Ländern ausgewiesen werden, wenn ihr Visum abläuft, während ihr Antrag noch in Bearbeitung ist.

Wenn ihr Antrag abgelehnt wird, müssen die Behörden ihnen die Entscheidung unter Angabe der Gründe und der Folgen schriftlich mitteilen und erläutern, wie und bis wann Ihre Verwandten oder Ihr Partner Einspruch erheben können.

Wird ihrem Antrag stattgegeben, so wird die Aufenthaltskarte oft kostenlos ausgestellt. Wenn Gebühren erhoben werden, so dürfen sie nicht höher sein als diejenigen, die Einheimischen für ähnliche Dokumente wie Personalausweise berechnet werden.

Aus dem Dokument sollte deutlich hervorgehen, dass es sich um die Aufenthaltskarte für Familienangehörige eines EU-Bürgers handelt.

Die Aufenthaltskarte sollte 5 Jahre gültig sein (oder für Ihre geplante Aufenthaltsdauer, wenn diese kürzer ist). Eventuell muss jede Änderung der Anschrift den Behörden mitgeteilt werden.

Informieren Sie sich, wie Sie Familienangehörige aus einem Nicht-EU-Land in Ihrem Gastland anmelden können:

Belgien, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Österreich, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Vereinigtes Köningreich: Noch keine Informationen von den nationalen Behörden übermittelt.

In vielen Ländern müssen Ihre Familienangehörigen ihre Aufenthaltskarte und ihren Reisepass ständig bei sich haben.  Andernfalls könnte ein Bußgeld fällig werden, oder sie könnten vorläufig festgenommen werden, aber sie dürfen nicht allein deshalb ausgewiesen werden.

Anmeldung Ihrer Familienangehörigen aus der EU

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