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Letzter Stand : 02/10/2014

health

Ungeplante Behandlung: Bezahlung und Kostenerstattung

Mit einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK)

Wenn Sie sich in einem anderen EU-Land behandeln lassen müssen, kann die Vorlage Ihrer EVKV die Bezahlung und Rückerstattung vereinfachen.

Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte können Sie zu denselben Bedingungen wie Staatsangehörige des Landes, in dem Sie sich befinden, Gesundheitsversorgung erhalten und die Rückerstattung der Kosten beantragen. Wenn Ihre benötigte Behandlung für Ortsansässige kostenlos ist, brauchen Sie nichts zu zahlen. Müssen Sie die Behandlung bezahlen, können Sie die Rückerstattung entweder vor Ort bei der entsprechenden nationalen Einrichtung beantragen und dort erhalten oder sich nach Ihrer Rückkehr an Ihre Krankenkasse wenden. Ihre Ausgaben werden nach den Regeln und Sätzen des Landes erstattet, in dem die Behandlung erfolgte. Entweder werden Ihnen also die Behandlungskosten vollständig erstattet, oder Sie müssen einen Eigenanteil gemäß den Regeln des Landes tragen. Ihre Krankenkasse kann Ihnen aber auch nach eigenen Regeln den vollen Betrag erstatten.

Fallbeispiel

Informieren Sie sich über die Sozialversicherungsvorschriften in dem Land, das Sie besuchen

Anna ist im EU-Land A gesetzlich krankenversichert und verbringt ein paar Monate im EU-Land B, um ihr Studium abzuschließen. Sie hat ihre in A ausgestellte Europäische Krankenversicherungskarte bei sich. Sie ist schwanger und möchte ihr Kind in B zur Welt bringen. Schwangerschaft und Geburt gelten als medizinische Notversorgung - Anna wird also in B auf Vorzeigen ihrer Europäischen Krankenversicherungskarte und ihres Ausweises die notwendige medizinische Versorgung erhalten.

Anna wird im Land B so behandelt, als wäre sie dort versichert. Wenn die Behandlung also für dort versicherte Personen kostenlos ist, ist sie das auch für Anna. Wenn die Menschen dort erst bezahlen und dann Rückerstattung beantragen, zahlt Anna dieselben Gebühren wie dort Versicherte und beantragt dann eine Rückstattung. Sie sollte die Rückerstattung in B beantragen, wo sie eine Erstattung zu denselben Sätzen wie dort Versicherte erhält (anschließend setzt sich B mit den Gesundheitsbehörden in A - wo Anna versichert ist - in Verbindung, um das Geld zurückzuerhalten).

Hält sich Anna jedoch nur deshalb im Land B auf, um dort ihr Kind zur Welt zu bringen, kann die Europäische Krankenversicherungskarte abgewiesen werden: Sie sollte stattdessen vor ihrer Abreise nach B Vorkehrungen für eine Geburt im Ausland treffen. So weiß sie rechtzeitig, welche Kosten übernommen werden.

Ohne Europäische Krankenversicherungskarte

Wenn Sie Ihre Europäische Krankenversicherungskarte nicht bei sich haben oder sie nicht verwenden können ( z. B. in einem Privatkrankenhaus, das nicht unter das EVKV-System fällt), müssen Sie eventuell erst zahlen und zuhause eine Rückerstattung beantragen. Dies gilt sowohl für öffentliche wie für private Gesundheitsdienstleister. Die Bedingungen sind dabei jedoch anders:

  • Nur Behandlungen, auf die Sie auch zuhause Anspruch hätten, werden erstattet.
  • Ihre Kosten werden nur bis zur Höhe der Kosten der betreffenden Behandlung in Ihrem Heimatland erstattet - auch wenn Sie mehr bezahlen mussten.

Bei einer Notbehandlung kann Ihre heimatliche Gesundheitsbehörde eventuell einen Nachweis Ihrer Krankenversicherung faxen oder per E-Mail schicken, so dass Sie nicht unmittelbar zahlen müssen.

Wenn Ihnen Ihre Ansprüche nicht klar sind und Sie sich vor der Behandlung informieren möchten, können Sie sich an eine nationale Kontaktstelle wenden - die es in jedem EU-Land gibt ­–, um zu erfahren, ob Sie Anspruch auf Rückerstattung haben und ob dafür Obergrenzen gelten.

Nützliche nationale Adressen und Internetseiten:

Wählen Sie:

Andere Regeln gelten, wenn Sie speziell für eine medizinische Behandlung ins Ausland reisen.

Rat und Hilfe

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Footnote

In diesem Fall in die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz

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