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Letzter Stand : 25/04/2017

Fragen und Antworten - Rezeptvorlage im Ausland

  • Muss mein Arzt ein spezielles Formular für eine Verschreibung verwenden, die ich in einem anderen EU-Land vorlegen möchte?

    NEIN. Für länderübergreifende Verschreibungen ist nur geregelt, welche Informationen enthalten sein müssen; Form und Format der Verschreibung sind freigestellt. In den meisten Fällen dürfte eine Verschreibung, die Sie in Ihrem Heimatland verwenden würden, bereits genügend Informationen für die Verwendung in einem anderen EU-Land enthalten. 

    Stellen Sie sicher, dass Ihr Arzt mindestens Folgendes angibt:

    • Angaben zum Patienten/zur Patientin: Name und Vorname (vollständig ausgeschrieben) und Geburtsdatum
    • Datum der Ausstellung der Verschreibung
    • Angaben zum verschreibenden Arzt: Name und Vorname (vollständig ausgeschrieben), berufliche Qualifikation, Kontaktinformationen, Anschrift der Arztpraxis oder des Versorgungszentrums (mit Angabe des Landes) und Unterschrift (handschriftlich oder digital)
    • Angaben zum verschriebenen Arzneimittel: die gebräuchliche Bezeichnung (statt der Handelsbezeichnung, die in anderen Ländern anders lauten kann), Verabreichungsform (Tablette, Lösung usw.), Menge, Stärke und Dosierung.
  • Ich habe ein Rezept für ein bestimmtes Diabetes-Medikament, das ich in Großbritannien nehme. Ich habe versucht, es mir im Urlaub in Frankreich zu besorgen, aber der Apotheker sagte mir, dass sie dieses Produkt in Frankreich nicht verkaufen. Ist das erlaubt?

    JA. Ein in einem EU-Land erhältliches Arzneimittel wird in einem anderen EU-Land eventuell nicht oder unter einer anderen Handelsbezeichnung verkauft.  Wenn Sie ein Rezept in einem anderen EU-Land einlösen möchten, sollten Sie Ihren Arzt bitten, möglichst die gebräuchliche Bezeichnung des verschriebenen Arzneimittels zu verwenden. Damit kann Ihnen ein Apotheker in einem anderen EU-Land das entsprechende Arzneimittel in diesem Land aushändigen. Ob Ihr Arzneimittel in anderen EU-Ländern erhältlich ist, erfahren Sie bei der nationalen Kontaktstelle für die länderübergreifende Gesundheitsversorgung in Ihrem Land.

  • In Großbritannien habe ich eine Bescheinigung über die Befreiung von der Zuzahlung für Arzneimittel, so dass ich für meine verschriebenen Medikamente nichts zahlen muss. Nützt mir diese Bescheinigung bei einer Urlaubsreise nach Portugal?

    NEIN. Diese Bescheinigung gilt nur in Großbritannien und Nordirland. Im Urlaub in einem anderen EU-Land müssen Sie mit einer Verschreibung aus Ihrem Heimatland normalerweise für Ihre Medikamente zahlen. Nach Ihrer Rückkehr können Sie bei Ihrem heimatlichen Versicherungsträger eine Erstattung beantragen.

  • Ich reise im Urlaub nach Italien und besitze eine Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Bedeutet dies, dass ich bei der Einlösung meiner ausländischen Verschreibung in der Apotheke nichts zahlen muss?

    NEIN. Als EU-Bürger/-in haben Sie mit der EKVK bei unerwarteter Krankheit während eines vorübergehenden Auslandsaufenthalts – egal ob im Urlaub, auf einer Geschäftsreise oder zum Studium – denselben Anspruch auf notwendige Behandlung wie im betreffenden Land versicherte Personen. Dies bedeutet, dass Sie in der Apotheke denselben Satz zahlen wie jemand, der in dem betreffenden Land versichert ist und wohnt. In einigen EU-Ländern kann dies bedeuten, dass Sie nichts bezahlen, in anderen müssen Sie eventuell einen bestimmten Betrag zur Deckung der Kosten der Verschreibung zahlen.

    Wenn Sie keine Europäische Krankenversicherungskarte haben, müssen Sie die vollen Kosten des in der Apotheke gekauften Produkts entrichten. Nach Ihrer Rückkehr sollten Sie dann eine Erstattung bei Ihrer Versicherung beantragen.

  • Kann ich ein Rezept aus einem EU-Land auch in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz einlösen?

    JA. Die Regeln für länderübergreifende Verschreibungen gelten auch in Island, Liechtenstein und Norwegen.

    NEIN. Die Schweiz fällt nicht unter das Abkommen über länderübergreifende Verschreibungen und ist daher nicht verpflichtet, Verschreibungen aus einem anderen EU-Land anzuerkennen.

  • Ich bin im Urlaub in Spanien und mit einem Rezept von meinem Arzt in Belgien zur Apotheke gegangen. Die Apotheke weigert sich jedoch, es einzulösen, und behauptet, sie brauche Verschreibungen von außerhalb Spaniens nicht anzuerkennen. Stimmt das?

    NEIN. Falls die Verschreibung die erforderlichen Informationen enthält, sollte die Apotheke die Verschreibung einlösen, wenn das Arzneimittel auch in Spanien erhältlich ist. In solchen Fällen können Sie sich an die nationale Kontaktstelle für die länderübergreifende Gesundheitsversorgung des betreffenden Landes wenden.

  • Vor drei Wochen hat mir mein Arzt in Deutschland ein Rezept ausgestellt, das ich im Urlaub in Tschechien einlösen wollte. In der tschechischen Apotheke wurde mir jedoch gesagt, dass sie es nicht akzeptieren kann, weil Verschreibungen innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellung durch den Arzt eingelöst werden müssen. Stimmt das?

    JA. Die EU-Richtlinie über Patientenrechte legt fest, dass Arzneimittel im Einklang mit den nationalen Vorschriften abgegeben werden müssen. In der Tschechischen Republik müssen Verschreibungen innerhalb von 14 Tagen eingelöst werden. Nach tschechischem Recht ist Ihr Rezept daher nicht mehr gültig, und der Apotheker braucht das Arzneimittel nicht abzugeben.

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