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Letzter Stand : 30/06/2014

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Arbeiten neben dem Studium

Wenn Sie zum Studium in ein anderes Land ziehen möchten, brauchen Sie ein ausreichendes Einkommen, um dort ohne Unterstützung leben zu können. Woher das Einkommen stammt, ist egal - von Ihren Eltern, Ihrem/Ihrer Ehepartner/-in oder, natürlich, aus einem Arbeitsverhältnis.

Als EU-Bürger/-in haben Sie dieselben Rechte auf Arbeit neben dem Studium wie Einheimische. Sie benötigen keine Arbeitserlaubnis, auch nicht für eine Vollzeittätigkeit.

Ausnahme: Für kroatische Staatsbürger/-innen gelten noch vorübergehende Arbeitsbeschränkungen in der EU.

Mehr über befristete Zugangsbeschränkungen zum Arbeitsmarkt.

In mehreren Ländern dürfen Sie beliebig viele Wochenstunden arbeiten. In anderen gelten Beschränkungen pro Semester oder pro Jahr.

Mehr zum Arbeiten in einem anderen EU-Land.

Steuern und Sozialversicherung

Bleiben Sie länger als sechs Monate (183 Tage) in einem anderen EU-Land, so gelten Sie als dort steuerlich ansässig. Wenn Sie also neben dem Studium arbeiten, müssen Sie Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf das dort erzielte Arbeitseinkommen zahlen.

Ihr Studienland könnte auch in einem anderen Land bezogenes Einkommen besteuern, z. B. aus Sommerjobs in Ihrem Heimatland. Ggf. müssen Sie solches Einkommen melden und manchmal in dem Land, in dem Sie studieren, Steuern dafür zahlen.

Beachten Sie, dass viele - aber nicht alle! - EU-Länder Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerung geschlossen haben. In einigen Fällen ist in diesen Abkommen festgelegt, in welchem Land Sie steuerpflichtig sind.

Mehr zum Thema Steuern.

Fallbeispiel

Der Niederländer Joost ist zum Studium nach Großbritannien gezogen. Er arbeitet Teilzeit in einem Restaurant mit einem Vertrag nach englischem Recht. Sein Arbeitgeber behält Steuern und Sozialversicherungsbeiträge von seinem Monatslohn ein und zahlt für ihn Beiträge an die britischen Behörden.

Während der Sommerferien arbeitet Joost Vollzeit in seiner Heimatstadt in den Niederlanden. Sein dortiger Arbeitgeber zahlt für ihn Beiträge an die niederländischen Steuerbehörden. Joost, der steuerlich in Großbritannien ansässig ist, kann entweder bei den niederländischen Behörden eine Rückerstattung beantragen oder das in den Niederlanden erzielte Einkommen und die dort bereits bezahlten Steuern den britischen Behörden melden, um stattdessen von ihnen eine Steuerentlastung zu erhalten.

Rat und Hilfe

Footnote

In diesem Fall in die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz

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