Navigationsleiste

Letzter Stand : 25/11/2016

Preisbildung und Zahlungen

Bei einem Kauf müssen Sie eindeutig über den Gesamtpreis der Waren oder Dienstleistungen – einschließlich aller Steuern und Zusatzkosten – informiert werden.

Beim Online-Kauf sollten Sie – z. B. durch einen Klick auf eine Schaltfläche – ausdrücklich bestätigen müssen, dass Sie sich Ihrer Zahlungsverpflichtung bei einer Bestellung bewusst sind.

Preisaufschläge: Entgelte für die Verwendung von Karten und anderer Zahlungsmittel

Wenn ein Händler Ihnen Preisaufschläge für die Verwendung eines bestimmten Zahlungsmittels (z. B. einer Kreditkarte) berechnen möchte, dürfen diese nicht höher sein als seine tatsächlichen Kosten für die Bearbeitung des Zahlvorgangs.

In einigen Ländern sind solche Aufschläge gänzlich verboten.

Entgelte für Zusatzdienste

Sie müssen jeder vom Händler geforderten Zusatzzahlung – z. B. für Eilzustellung, Geschenkverpackung oder Reiseversicherung – separat zustimmen.

Ein Händler darf Ihnen für diese Dienste keine Kosten berechnen, wenn Sie diese nicht ausdrücklich gewünscht haben. Ein bereits angekreuztes Kästchen auf dem Internetauftritt des Händlers gilt nicht als eine solche Zustimmung, und Sie haben Anspruch auf Rückerstattung einer eventuellen, auf diese Weise erschlichenen Zahlung.

Fallbeispiel:

Ewa aus Polen hat einige Bücher bei einem Online-Händler gekauft, aber ihre Kreditkarte wird mit einem höheren Betrag belastet als dem, der auf dem Internetauftritt des Händlers angegeben war.

Da Händler nach dem EU-Recht dazu verpflichtet sind, korrekte und vollständige Preisinformationen anzuzeigen, bevor ein Kunde einen Online-Kauf tätigt, meldet Ewa diesen Vorfall sowohl dem Unternehmen als auch den polnischen Behörden. Nach dem Einschreiten der Behörden wird ihr die Differenz erstattet.

Preisdiskriminierung

Als EU-Bürger/-in darf Ihnen beim Kauf von Waren und Dienstleistungen kein höherer Preis wegen Ihrer Staatsangehörigkeit oder Ihres Wohnsitzes berechnet werden.

Manche Preisunterschiede können jedoch aufgrund objektiver Kriterien – anderer als die der Staatsangehörigkeit – gerechtfertigt sein.

Fallbeispiel Preisunterschiede sind manchmal gerechtfertigt

Bart aus den Niederlanden besucht seinen Freund in Deutschland und geht dort in ein Schwimmbad. Dort muss er einen höheren Eintrittspreis zahlen als die Einheimischen, und er fragt sich, ob es sich dabei um einen Fall von unrechtmäßiger Preisdiskriminierung handelt.

In diesem Fall ist der Preisunterschied rechtmäßig. Da das Schwimmbad von der Gemeinde betrieben und mit Gemeindesteuern finanziert wird, haben die Bewohner der Gemeinde bereits einen Beitrag zum Betrieb des Schwimmbads geleistet und profitieren deshalb von niedrigeren Eintrittspreisen.

Öffentliche Konsultationen
    Benötigen Sie Unterstützung durch unsere Hilfsdienste?
    Hier bekommen Sie Rat und Hilfe