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Letzter Stand 12/2015

Letzter Stand 12/2015

Zahlungsverzug

Wenn Ihre Kunden ihre Rechnungen zu spät bezahlen, können Sie nach EU-Recht Verzugszinsen einfordern.

Dies gilt für alle Geschäfte mit anderen Unternehmen (auch einzelnen Händlern, wenn diese unter die Defition von Unternehmen gemäß Artikel 2 Absatz 3 fallen) und Behörden.

Bedingungen:

  • Sie müssen Ihre vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen erfüllt haben.
  • Der Kunde ist für den Verzug verantwortlich; es handelt sich also nicht um einen Fall von höherer Gewalt.

In folgenden Fällen können Sie keine Verzugszinsen einfordern:

  • bei Geschäften mit Verbrauchern;
  • wenn die Rechnung Schadensersatzforderungen betrifft, zum Beispiel von Versicherungen.

In EU-Ländern können Sie keine Verzugszinsen einfordern, wenn gegen den Kunden ein Insolvenzverfahren läuft.

Wann gilt eine Zahlung als verspätet?

Feste Zahlungsfrist

Sie können ab dem 1. Tag nach Ablauf der Frist Verzugszinsen fordern.

  • Wenn es sich bei Ihrem Kunden um eine Behörde handelt, muss diese Sie innerhalb von 30 Kalendertagen bezahlen.
  • Handelt es sich bei Ihrem Kunden um ein anderes Unternehmen, darf die vertraglich festgelegte Zahlungsfrist nicht mehr als 60 Kalendertage betragen, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart und nicht grob nachteilig für Sie als Gläubiger.

Zahlungsfrist nicht vertraglich vereinbart

30 Kalendertage nach Erhalt der Rechnung oder Zahlungsaufforderung werden automatisch Zinsen fällig.

Wenn Sie nicht wissen, wann die Rechnung beim Kunden eingegangen ist, können Sie 30 Kalendertage nach Lieferung Ihrer Produkte und/oder Dienstleistungen Verzugszinsen fordern.

Wenn Sie die Rechnung an Ihren Kunden senden, bevor Sie Ihre Produkte und/oder Dienstleistungen liefern, beginnt die Zahlungsfrist erst nach der Lieferung.

Verzugszinsen

Der gesetzliche Zinssatz bei Zahlungsverzug ist die Summe aus dem Leitzinssatz und einem zusätzlichen Zinssatz, den jedes Land selbst festlegt (mindestens 8 %). Bei Behörden dürfen diese Zinssätze nicht niedriger sein. Bei Forderungen zwischen Unternehmen sind – wenn keine Einigung erzielt wird – die gesetzlichen Zinsen bei Zahlungsverzug anzuwenden.

 

Gesetzlicher Verzugszinssatz (in % pro Jahr)

 

Mitgliedstaat 1. Juli 2014 bis 31. Dezember 2014
Belgien 8,50
Bulgarien 10,02
Dänemark 8,05
Deutschland 8,17
Estland 8,05
Finnland 8,05
Frankreich 8,05
Griechenland 8,05
Irland 8,05
Italien 8,05
Kroatien 8,14
Lettland 8,05
Litauen 8,05
Luxemburg 8,05
Malta 8,05
Niederlande 8,05
Österreich 9,08
Polen 8,00
Portugal 8,05
Rumänien 9,75
Schweden 8,00
Slowakei 8,05
Slowenien 8,05
Spanien 8,05
Tschechische Republik 8,05
Ungarn 9,35
Vereinigtes Königreich 8,50
Zypern 8,05

 

  • Im Euro-Raum ist der Leitzinssatz der Hauptrefinanzierungssatz English der Europäischen Zentralbank.
  • In EU-Ländern, die nicht den Euro verwenden, wird der Leitzinssatz (der Zinssatz, den Banken zahlen müssen, wenn sie Geld von ihrer Zentralbank leihen) von der jeweiligen Zentralbank festgelegt.

In beiden Fällen gelten die am 1. Januar und am 1. Juli eines jeden Jahres veröffentlichten Leitzinssätze jeweils für die nachfolgenden sechs Monate. Wenn Ihre unbezahlte Rechnung zum Beispiel am 15. März fällig ist, gilt der am 1. Januar festgelegte Leitzins.

 

Zinsrechner

Wählen Sie Ihr Land aus
Geschuldeter Betrag
Tage seit Ablauf der Zahlungsfrist
Geschuldeter Gesamtbetrag (einschließlich Zinsen):   

 

Zur Unterstützung von KMU und anderen Unternehmen bei ihren geschäftlichen Transaktionen mit größeren Unternehmen oder Behörden können Unternehmen nun bei nationalen Gerichten leichter gegen grob unbillige Bedingungen und Praktiken vorgehen.

Entschädigung für Beitreibungskosten

Abgesehen von den fälligen Zinsen haben Sie automatisch Anspruch auf einen Festbetrag als Entschädigung für die Beitreibungskosten (mindestens 40 Euro). Zusätzlich können Sie Schadenersatz in angemessener Höhe für alle darüber hinausgehenden Beitreibungskosten fordern.

E-Helpdesk bei Zahlungsverzug

Weitere Informationen über Zahlungsverzug erhalten Sie beim E-Helpdesk: GROW-LATE-PAY-E-DESK@ec.europa.euEnglish

Die Kommission lädt Unternehmen und Bürger/-innen auch ein, über Erfahrungen mit der Anwendung der Richtlinie in ihrem eigenen Land sowie über Probleme zu berichten, die bei der Geltendmachung der durch die Richtlinie gewährten Rechte möglicherweise aufgetreten sind.

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