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Unterstützung

Letzter Stand 08/2011

Unterstützung für Unternehmen

Über eine Reihe von EU-weiten Netzen und Dienstleistungen unterstützt die EU Unternehmen – insbesondere Kleinunternehmen – durch kostenlose, auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Hilfe.

Enterprise Europe Network

Das Enterprise Europe Network ist eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen in der EU. Es bietet vielfältige Informationen und Unterstützung, u. a. in folgenden Bereichen:

  • genzübergreifende Geschäftstätigkeit,
  • Innovation und Technologie,
  • Zugang zu Finanzmitteln und Programmen,
  • Unternehmenszusammenarbeit.

Das Netz hilft Unternehmen, EU-Rechtsvorschriften, die ihre unmittelbare Tätigkeit betreffen, besser zu verstehen.

Im Rahmen von Messen, Seminaren, Vorträgen und Workshops stellt das Netz Informationen bereit und gibt daneben eine Reihe von Veröffentlichungen in verschiedenen Sprachen (Handbücher, Rundschreiben, Internetveröffentlichungen) heraus.

600 lokale Anlaufstellen in rund 49 europäischen und nichteuropäischen Ländern ermöglichen den Unternehmen Zugang zum Netz. An die 4000 erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Geschäftswelt, Industrie und Forschung stehen den Unternehmen beratend zur Seite.

Die meisten Partner des Netzes kommen aus anerkannten regionalen Organisationen wie Handelskammern, Unternehmensorganisationen, regionalen Entwicklungsagenturen und universitären Technologiezentren.

SOLVIT

SOLVIT hilft Unternehmen bei der Lösung von konkreten grenzübergreifenden Problemen, die auf die fehlerhafte Anwendung von EU-Vorschriften durch Behörden zurückzuführen sind, u. a. in folgenden Bereichen:

  • Marktzugang für Produkte,
  • Bereitstellung von Dienstleistungen,
  • Wege zur Selbständigkeit,
  • öffentliche Aufträge,
  • Erstattung von Steuern (z. B. Mehrwertsteuer),
  • Grenzkontrollen.

SOLVIT findet dank intensiver Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden innerhalb von zehn Wochen pragmatische Lösungen für Probleme. Dabei arbeitet die lokale SOLVIT-Stelle im Land des Unternehmens eng mit der SOLVIT-Stelle des Landes zusammen, in dem das Problem aufgetreten ist.

SOLVIT umfasst 30 Zentren, die jeweils in eine nationale Verwaltung integriert sind. Sie sind in allen EU-Ländern, in Island, Liechtenstein und Norwegen angesiedelt.

EURES – Portal zur beruflichen Mobilität

EURES informiert und unterstützt Arbeitgeber und Arbeitsuchende bei Einstellung und Beschäftigung in der gesamten EU. In Grenzregionen informiert EURES über das grenzübergreifende Pendeln und hilft Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei Problemen.

700 EURES-Berater arbeiten in diesem Netz zusammen, das die Europäische Kommission und die öffentlichen Arbeitsverwaltungen in den EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Liechtenstein und Schweiz umfasst.

Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-NET)

Das Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren, das gemeinsam von der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten eingerichtet wurde, bietet Hilfe bei Problemen, die zwischen Unternehmen und Verbrauchern entstehen können, wenn Verbraucher entweder persönlich oder über den Versandhandel (hauptsächlich Internetkäufe) grenzübergreifend einkaufen.

Das Netzwerk hilft Verbrauchern, ihre Probleme mit Händlern zu lösen – durch gütliche oder angemessene außergerichtliche Einigung (alternative Streitbeilegungsverfahren). Außerdem bietet es Informationen zu nationalen und europäischen Verbraucherschutzbestimmungen.

Das Netzwerk besteht aus 29 Verbraucherzentren in allen EU-Ländern sowie Island und Norwegen.

Europäischer Bürgerbeauftragter

Beim Europäischen Bürgerbeauftragten können Unternehmen Beschwerden über administrative Missstände bei den Institutionen und Einrichtungen der EU einreichen. Darunter fallen Zahlungsverzug, Vertragsstreitigkeiten, Probleme mit Ausschreibungen oder die Verweigerung des Zugangs zu Dokumenten.

Unternehmen stehen häufig mit EU-Einrichtungen in Verbindung, wenn sie sich an Projekten beteiligen, die von der EU unterstützt werden. Dabei können sie auf Probleme stoßen, die der Bürgerbeauftragte lösen kann.

Interaktive Politikgestaltung

IPM (interaktive Politikgestaltung) ist ein System zur Verwaltung von Online-Fragebögen. Die Verwaltungen der EU-Länder und die EU-Institutionen sollen mit Hilfe von IPM mehr über die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen erfahren.

KMU-Helpdesk für IPR-Fragen in China

Der IPR-Helpdesk „China“ für KMU ist ein KOSTENLOSER Dienst, bei dem Unternehmen praktische Hilfe für die Verteidigung ihrer Rechte des geistigen Eigentums (IPR) bei ihren Geschäften mit China erhalten können.

Leistungen des IPR-Helpdesks:

  • maßgeschneiderte Beratung durch Experten zum Schutz und zur Durchsetzung Ihrer Rechte des geistigen Eigentums per E-Mail, telefonisch, über das Online-Portal oder persönlich;
  • Organisation branchenspezifischer Veranstaltungen sowie von Veranstaltungen zum Thema geistiges Eigentum in China und Europa;
  • Leitfäden und praxisnahes Material in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Spanisch.

Mit Hilfe des Helpdesks können Sie bei Geschäften in China bewusstere Entscheidungen treffen.

Kommunikation mit Unternehmen

Die EU-Institutionen gewährleisten, dass Unternehmen Zugriff auf alle Informationen haben, die sie für ihre Geschäftstätigkeit benötigen. Sie führen einen ständigen Dialog mit den Unternehmen und binden sie – sowohl über Unternehmensverbände als auch individuell – in Entscheidungsprozesse ein.

Europäisches KMU-Portal

Dieses Portal bietet umfassende Informationen und Links zu Strategien, Programmen, Projekten, Instrumenten und Dienstleistungen der EU für KMU. Das Portal wird von der Europäischen Kommission in 21 Sprachen angeboten.

Testgruppe europäischer Unternehmen

In der Testgruppe europäischer Unternehmen können sich einzelne Unternehmen regelmäßig zu Vorschlägen für europäische Rechtsvorschriften und Strategien konsultieren lassen, die sich voraussichtlich auf ihre Tätigkeiten auswirken werden.

Sie können dies anhand eines kurzen Fragebogens tun, der in allen Amtssprachen der EU zur Verfügung steht. Der Zeitaufwand hierfür beträgt circa 15 bis 20 Minuten.

Die Mitglieder der Testgruppe werden nur zu Themen befragt, die ihr Unternehmen direkt betreffen. Alle Konsultationen (etwa sechs bis acht pro Jahr) haben ein anderes Thema.

Die Teilnahme ist freiwillig und alle Einzelunternehmen mit Sitz in der EU (sowie Norwegen und Island) können sich für die Testgruppe anmelden.

Kommunikations- und Informationszentrum für Behörden, Unternehmen und Bürger

Das Kommunikations- und Informationszentrum CIRCABC (Communication and Information Resource Centre for Administrations, Businesses and Citizens) ist eine quelloffene Web-Anwendung. Sie wird zur Schaffung gemeinsamer Arbeitsbereiche genutzt. Unternehmen und private Vereinigungen erhalten dadurch leichter Zugang zu amtlichen Dokumenten.

Europäische Verbände

EUROCHAMBRES, die Vereinigung der europäischen Industrie- und Handelskammern, vertritt die nationalen Industrie- und Handelskammern aus ganz Europa.

Ihre Aufgabe besteht darin, den nationalen Industrie- und Handelskammern stärkeres Gehör zu verschaffen, ihre Position in allen wichtigen Wirtschaftsfragen zu stärken und dabei ihre Beteiligung an aussichtsreichen Projekten zu gewährleisten. Sie bietet ihren Mitgliedern Dienstleistungen an und entwickelt ein Netz zur Unterstützung von europäischen Unternehmen.

EUROCHAMBRES vertritt über 20 Millionen Unternehmen in Europa – davon 93 % KMU. Die Vereinigung hat Mitglieder in 45 Ländern. Zu ihrem europäischen Netzwerk zählen 2000 regionale und lokale Kammern.

BUSINESSEUROPE vertritt mehr als 20 Millionen kleine, mittlere und große Unternehmen. Die Vereinigung zählt 41 Mitglieder – führende nationale Unternehmensverbände in 35 Ländern.

Ihre Aufgabe ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft, um allen Europäerinnen und Europäern zu mehr Wohlstand und Chancen zu verhelfen.

Der Europäische Verband des Handwerks und der Klein- und Mittelbetriebe (UEAPME) setzt sich bei den EU-Organen für die Interessen des europäischen Handwerks, des Handels und der Kleinunternehmen ein.

Der Verband informiert seine Mitglieder über Strategien und politische Maßnahmen der EU. Ferner ist er direkt in die Ausarbeitung derjenigen EU-Rechtsvorschriften eingebunden, die Kleinunternehmen betreffen. Der Verband ist eine Arbeitgeberorganisation, die als europäischer Sozialpartner anerkannt ist.

Der UEAPME setzt sich aus 85 Mitgliedsorganisationen (nationale Organisationen von Kleinunternehmen, Handwerkskammern und europäische Branchenorganisationen) zusammen und vertritt über 12 Millionen kleine und mittlere Unternehmen, die 55 Millionen Arbeitnehmer in ganz Europa beschäftigen.

Werfen Sie einen Blick auf die Rechtsvorschriften in diesem Bereich in: