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Anreise

Autofahrer, Flug-, Bahn- oder Schiffsreisende erhalten hier praktische Informationen zu Themen wie Führerschein, Kfz-Versicherung, Sicherheit im Straßenverkehr, Mautgebühren, Fluggastrechte, Sicherheit an Flughäfen und Rechte von Bahnreisenden.

Mit dem Auto

Führerschein

Ein gültiger Führerschein aus einem EU-Land wird in der gesamten EU anerkannt. In einigen Ländern müssen Sie neben Ihrem Führerschein die Zulassungspapiere mitführen.

Das Mindestalter für das Führen von Kraftfahrzeugen beträgt in den meisten Ländern 18 Jahre. Das Mindestalter für das Mieten von Kraftfahrzeugen ist nicht auf EU-Ebene geregelt und liegt normalerweise zwischen 20 und 23 Jahren.

Kfz-Versicherung

Wo immer Sie sich in der EU aufhalten, bietet Ihre Kfz-Versicherung stets die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdeckung (Haftpflicht). Dies gilt auch für Island, Liechtenstein und Norwegen. Wenn Sie im Inland vollkaskoversichert sind, sollten Sie prüfen, ob dieser Versicherungsschutz ebenfalls in anderen Ländern gilt.

Bei Ihrer Versicherung erhalten Sie auch ein europäisches Formular für die Unfallmeldung, mit dem Sie einen Unfall im Ausland leicht protokollieren können.

Die grüne Versicherungskarte ist bei Reisen innerhalb der EU zwar nicht Pflicht, doch ist sie international als Versicherungsnachweis anerkannt und erleichtert die Schadensabwicklung nach einem Unfall. Wenn Sie die grüne Karte nicht mitnehmen, sollten Sie auf jeden Fall einen Versicherungsnachweis bei sich haben. Gegenwärtig sind 45 Länder dem System der grünen Versicherungskarte angeschlossen. Es wird von einem Versicherungsverband verwaltet, auf dessen Website weitere Informationen zu dem System Englishfrançais und den angestrebten Zielen verfügbar sind.

Weitere Informationen zu Unfällen im Ausland

Sicherheit im Straßenverkehr

In allen EU-Ländern ist das Anlegen von Sicherheitsgurten für alle Fahrzeugklassen, auch für Reisebusse und Minibusse, zwingend vorgeschrieben. Auch für Kinder müssen in PKW und LKW und – soweit möglich – auch in anderen Fahrzeugen geeignete Rückhalteeinrichtungen vorhanden sein.

Telefonieren am Steuer erhöht erheblich das Risiko eines Unfalls und ist in allen EU-Ländern mehr oder weniger ausdrücklich verboten.

In den meisten EU-Ländern beträgt der höchstzulässige Blutalkoholgehalt 0,5 Promille, in manchen liegt er allerdings zwischen 0,2 und 0,8 Promille. In einigen Ländern ist Alkohol am Steuer ganz verboten. Die Europäische Kommission empfiehlt eine einheitliche 0,5-Promillegrenze für alle Länder.

Denken Sie daran, dass in Irland, Malta, dem Vereinigten Königreich und Zypern Linksverkehr herrscht und dass in einigen Ländern wie Belgien, Frankreich, den Niederlanden und Portugal normalerweise „Rechts vor Links“ gilt. Die Tempolimits auf Autobahnen betragen in der Regel 110, 120 oder 130 km/h, in geschlossenen Ortschaften 50 km/h. Achten Sie genau auf die Begrenzungen und andere Sondervorschriften.

Weitere Informationen zu Tempolimits, Alkohol am Steuer, Bestimmungen zum Tagfahrlicht, zu Winterreifen, zur vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung in Autos und zur Sicherheitsausrüstung für Fahrradfahrer finden Sie hier: Vorschriften zur Sicherheit im Straßenverkehr in den einzelnen EU-Ländern.

Maut

Gebührenpflichtige Straßen gibt es in vielen Ländern, z. B. in Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Österreich, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn und dem Vereinigten Königreich. In Österreich, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und Slowenien wird die Mautgebühr über den Kauf einer Vignette entrichtet, die an der Windschutzscheibe anzubringen ist.

Mit dem Bus

Ab dem 1. März 2013 gelten für Busreisende überall in der EU neue Rechte. Jeder Fahrgast hat dann Anspruch darauf, angemessen informiert zu werden. Bei Reisen ab einer Länge von 250 km kommt unter anderem das Recht auf Hilfe, Rückerstattung oder Umbuchung im Fall einer Verspätung oder Annullierung der Fahrt hinzu. Behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste erhalten an Busbahnhöfen und in den Bussen eine kostenlose Betreuung.

Mit dem Flugzeug

Der europäische Binnenmarkt für den Luftverkehr hat zu einem Rückgang der Flugpreise und zu einer größeren Auswahl an Flugverbindungen und Dienstleistungen geführt. Die Zahl der Flugreisenden ist seit dem Jahr 2000 um rund 35 % gestiegen. Daher besteht um so größerer Bedarf, ein Minimum an Fluggastrechten zu formulieren.

Rechte von Flugreisenden

Als Fluggast haben Sie bestimmte Rechte, wenn Ihr Flug Verspätung hat, annulliert wird oder Ihnen die Beförderung verweigert wird. Diese Rechte gelten für alle inländischen und internationalen Linien- und Charterflüge bei Abflug von einem Flughafen in der EU (oder in Island, Norwegen und der Schweiz). Bei Ankunft an einem Flughafen in der EU aus einem Nicht-EU-Land gelten sie nur für Flüge von Fluggesellschaften, die in der EU (oder in Island, Norwegen und der Schweiz) registriert sind.

Bei Unfällen sowie bei Verlust, Beschädigung oder Fehlleitung von Gepäck haften die Luftfahrtunternehmen. Auch im Hinblick auf Pauschalreisen haben Reisende bestimmte Rechte. Behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Fluggäste haben an Bord von Flugzeugen und in Flughäfen seit kurzem Anspruch auf kostenlose Betreuung, damit das Reisen für sie so problemlos wie möglich ist. Bitte benachrichtigen Sie die Fluggesellschaft mindestens 48 Stunden vor Abflug, wenn Sie besonderer Betreuung bedürfen.

Es gibt auch eine EU-weit geltende Liste von Fluggesellschaften, denen es verboten ist, in der EU zu operieren und EU-Flughäfen zu benutzen. Dank EU-Vorschriften können Reisende die Preise für Flugreisen besser vergleichen. Fluggesellschaften sind verpflichtet, im Endpreis auch sämtliche Steuern, Gebühren und Zuschläge anzugeben.

Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte zuerst an die Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter. Kommen diese ihren Verpflichtungen nicht nach, gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Bei Fragen zu Nichtbeförderung, Annullierung des Flugs oder großen Verspätungen wenden Sie sich bitte an die Luftfahrtorganisation des Landes, in dem es zu dem Vorfall gekommen ist. Wenn Ihr Flug von einem Nicht-EU-Land ausging, wenden Sie sich bitte an die Organisation des Landes, über das Sie in die EU eingereist sind (erster Zielflughafen).
  • Behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Fluggäste wenden sich bei Beschwerden bitte an die Luftfahrtorganisation des Landes, in dem es zu dem Vorfall gekommen ist. Wenn Ihr Flug von einem Nicht-EU-Land ausging, wenden Sie sich bitte an die Organisation des Landes, über das Sie in die EU eingereist sind (erster Zielflughafen).
  • Bei anderen Problemen (wie Gepäckverlust) wenden Sie sich bitte an die Europäische Verbraucherzentrale in Ihrem Land.
  • Beschwerdeformular herunterladenpdf Übersetzung für diesen Link wählen 

Sicherheit

Um EU-weit ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, wurden unter anderem für Fluggastkontrollen sowie für Sicherheitskontrollen von Handgepäck und aufgegebenem Gepäck bei Abflug von einem EU-Flughafen einheitliche Vorschriften und Standards festgelegt.

Bestimmte Gegenstände dürfen nicht mit an Bord genommen werden. Eine EU-weit geltende Listepdf klärt Sie über Gegenstände auf, die nicht im Handgepäck mitgeführt werden dürfen bzw. im Frachtraum nicht zugelassen sind.

Die Beschränkungen für Flüssigkeiten, Spraydosen und Gele im Handgepäck bleiben vorerst bestehen. Sobald jedoch eine Überprüfung auf flüssige Sprengstoffe technisch möglich ist, werden diese Beschränkungen schrittweise aufgehoben. Bis April 2013 sollten alle Flughäfen über die erforderliche Ausrüstung verfügen. Flüssigkeiten dürfen im Handgepäck mitgeführt werden, vorausgesetzt, dass sie bei der Sicherheitskontrolle gesondert vorgezeigt werden und einzeln in Behältern von höchstens 100 ml abgefüllt sind. Sie sind zusammen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit höchstens 1 Liter Fassungsvermögen zu verstauen. Ausnahmen gelten für Medikamente und Babynahrung, die während der Reise benötigt werden. Auch im aufgegebenen Gepäck dürfen Flüssigkeiten mitgeführt werden.

Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die zulässige Größe des Handgepäcks, die von den Fluggesellschaften festgelegt wird.

Mit dem Zug

Die EU verfügt über ein Schienennetz von 212 000 km für den internationalen Personenverkehr. Auf den 6 000 km Hochgeschwindigkeitsstrecken erreichen die Züge bis zu 350 km/h. Dieses Netz wird um neue Verbindungen in Belgien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Spanien und im Vereinigten Königreich erweitert. Die EU unterstützt großzügig transeuropäische Vorhaben wie die Verbesserung der Eisenbahnverbindungen von Rotterdam nach Genua, von Lyon zur Grenze Ungarns mit der Ukraine, von Stockholm nach Palermo, von Dresden nach Budapest und von Warschau nach Tallinn.

Dank des zunehmenden Wettbewerbs im internationalen Bahnverkehr können Fahrgäste von einer höheren Servicequalität und von günstigeren Preise profitieren. Alle zugelassenen Bahnunternehmen mit Sitz in der EU können internationale Personenbeförderungsdienste anbieten, d. h. ihre Fahrgäste an jedem Bahnhof an einer grenzüberschreitenden Strecke aufnehmen oder absetzen.

Die Rechte der Zugreisenden wurden gestärkt: Neue EU-Vorschriften sorgen für eine bessere Information der Reisenden und verbessern die Rechte im Fall von Verspätungen, verpassten Anschlüssen und Zugausfällen. Behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste haben Anrecht auf kostenlose Betreuung an Bahnhöfen und in Zügen. Allerdings sollten Sie das Bahnunternehmen im Voraus auf Ihre speziellen Bedürfnisse hinweisen. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte zunächst an die Eisenbahngesellschaft oder den Bahnhofsbetreiber. Erhalten Sie keine zufriedenstellende Antwort, können Sie über die zuständige Organisation in Ihrem Land English eine Beschwerde einreichen. In einigen EU-Ländern gibt es Ausnahmeregelungen für den inländischen und regionalen Zugverkehr sowie für Vorortzüge und den Nahverkehr. Weitere Informationen erhalten Sie unter der gebührenfreien Europe Direct-Nummer 00 800 6 7 8 9 10 11.

Ein Weg, andere Orte und Länder per Zug kennenzulernen, ist das Interrail-Ticket, mit dem Sie sich auf Entdeckungsreise quer durch Europa begeben können. Sieben europäische Bahnbetreiber im Hochgeschwindigkeitsverkehr haben sich unter dem Namen Railteam zusammengeschlossen, um internationales Bahnreisen so einfach und komfortabel wie möglich zu gestalten.

Mit dem Schiff

Zwischen den EU-Ländern gibt es viele Hauptseewege, die – als Alternative oder in Kombination mit dem Straßen-, Luft- oder Schienenverkehr – regelmäßige, hochwertige Dienstleistungen bieten. In 20 der 27 EU-Länder stehen insgesamt 41 000 km Binnenwasserstraßen zur Verfügung. Genießen Sie eine Flusskreuzfahrt oder andere Möglichkeiten der Fortbewegung auf dem Wasser, um sich Europa auf praktische und angenehme Weise anzusehen.

Die EU hat bei der Verbesserung der Sicherheit des Seeverkehrs eine Vorreiterrolle gespielt. So hat sie sich für hohe Qualitätsstandards und Regeln zum Schutz von Passagieren und Mannschaftsmitgliedern eingesetzt, die auf Schiffen von und nach europäischen Häfen oder innerhalb Europas unterwegs sind. Ab dem 18. Dezember 2012 haben Passagiere im See- und Binnenschiffsverkehr weitere Rechte. Dazu gehören das Recht auf Rückerstattung, Umbuchung, Entschädigung und Hilfe im Fall von Annullierungen oder Verspätungen sowie das Recht, angemessen informiert zu werden. Behinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Passagiere haben außerdem Anspruch auf kostenlose Betreuung an den Hafenterminals und an Bord der Schiffe. Diese Rechte gelten – mit einigen Ausnahmen – für Personen, die mit einem Schiff von oder zu einem Hafen innerhalb der EU unterwegs sind oder die eine Kreuzfahrt unternehmen, die in einem Hafen in der EU beginnt.

U-Bahn

Hier finden Sie Informationen zu U-Bahn- und S-Bahnnetzen in europäischen Städten english

Radfahren und Wandern

Nutzen Sie die zahlreichen Fahrrad-Verleihstationen, die in vielen Städten Europas – wie Paris, Brüssel, Barcelona, Kopenhagen, London und anderen, kleineren Städten – eingerichtet wurden. Einige dieser Stationen, z. B. in Aalborg in Dänemark, Krakau in Polen und Burgos in Spanien, wurden von der EU mitfinanziert.

Für Radfahrbegeisterte entwickelt die europäische Radfahrervereinigung ein Netz aus 14 Radfernrouten auf über 70 000 km quer durch Europa (EuroVelo english). Das Europäische Fahrrad-Lexikon englishfrancais, eine illustrierte Broschüre im Passformat, enthält nützliche Begriffe rund ums Radfahren in 27 Sprachen, darunter alle 23 europäischen Amtssprachen. Schreiben Sie an ten@eesc.europa.eu, um ein kostenloses Exemplar zu erhalten. Wenn Sie lieber wandern, bietet Ihnen die Europäische Wandervereinigung Informationen über das Wandern in Europa und die 12 europäischen Fernwanderwege.

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