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IP/09/ 1489 Brüssel, 8. Oktober 2009 28 europäische Unternehmen verpflichten sich, einen höheren Frauenanteil im Technologiesektor anzustreben Die Europäische Kommission hat heute begrüßt, dass Europas Technologieunternehmen ein wachsendes Engagement an den Tag legen, um mehr Frauen für die Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche (IKT) zu gewinnen. Nur sechs Monate, nachdem von der Europäischen Kommission der Kodex für eine vorbildliche Frauenförderung in den IKT (IP/09/344) auf den Weg gebracht wurde, hat sich die Zahl der Unterzeichner von zunächst fünf auf nunmehr 28 erhöht und damit mehr als verfünffacht. Die Unterzeichner wollen junge Frauen zu einem Studium und einer beruflichen Laufbahn in den Bereichen Telekommunikation, Technik und Internet ermutigen. Außerdem hat die Kommission heute den Startschuss für das „European Directory for Women in ICT“ („Europäisches Verzeichnis für Frauen im IKT-Sektor“) gegeben. Dabei handelt es sich um ein neues Online-Tool, mit dem ein umfassendes Informationsangebot zu Aktivitäten im Bereich „Frauen und IKT“ in der EU, unter anderem auch zu Beschäftigungsmöglichkeiten, bereitgestellt wird. „Ich möchte die IKT-Branche zu ihrem verstärkten Engagement beglückwünschen, insbesondere die 28 Unterzeichner des Verhaltenskodexes. Dieses Engagement zeigt, dass sich der IKT-Sektor in zunehmendem Maße bewusst wird, dass er nur dann von Wirtschaftswachstum und Innovation profitieren und seinerseits dazu beitragen kann, wenn er das Problem des Fachkräftemangels angeht, der bis 2010 eine Größenordnung von 300 000 Personen erreichen dürfte“, so die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. „An der Gesamtzahl der Promotionen in Europa haben Frauen einen Anteil von 45 %, im Bereich der Ingenieurwissenschaften beträgt ihr Anteil jedoch lediglich ein Viertel. In den Leitungsgremien der 116 größten Telekommunikationsunternehmen in Europa sind Frauen gerade einmal mit 7 % der Mitglieder vertreten. Es sind größere Anstrengungen erforderlich, um den Frauenanteil bis 2015 zu verdoppeln und dafür zu sorgen, dass das Potenzial, das Frauen in diesem Sektor einbringen können, voll ausgeschöpft wird. Daher möchte ich die gesamte IKT-Branche aufrufen, den Kodex rasch zu unterzeichnen und umzusetzen.“ Der Kodex für eine vorbildliche Frauenförderung in den IKT wurde im März 2009 eingeführt. Ziel ist es, junge Frauen zu einem IKT-Studium und einer beruflichen Laufbahn im IKT-Sektor zu ermutigen. Der Schwerpunkt der Initiative liegt auf Ausbildung und Beschäftigung. Dabei wird auf „Girls’ days“, Mentoring-Programme, flexible Arbeitszeiten und andere innovative Lösungen gesetzt, die dazu beitragen, Frauen für die Technologiebranche zu interessieren und als Arbeitskräfte zu gewinnen. Seit Einführung des Kodexes im März 2009 haben ihn 28 Organisationen unterzeichnet, darunter große Gesellschaften ebenso wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Beratungsunternehmen, wissenschaftliche Einrichtungen, nichtstaatliche Organisationen und Regulierungsbehörden für Telekommunikation. Obgleich die Zahl der Studentinnen in den Fachbereichen Naturwissenschaften, Technik und IKT zunimmt, sind die Männer immer noch deutlich in der Überzahl. Im Jahr 2006 waren 41 % aller Promovierten in Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik Frauen. Im selben Jahr stellten die Frauen einen Anteil von 25 % an den Promotionen in den Ingenieurwissenschaften. Im Bereich Computerwissenschaften waren mehr als drei Viertel aller Absolventen im Jahr 2006 Männer. Zwar werden Frauen im Umgang mit Computer und Internet immer versierter, doch gibt es nach wie vor Unterschiede. Der Anteil der weiblichen Hochschulabsolventen in Naturwissenschaften und Technik bewegt sich zwischen 44 % in Estland und 20 % in den Niederlanden. 81 % der 16- bis 24-jährigen Niederländerinnen benutzen täglich einen Computer, hingegen nur 38 % der jungen Bulgarinnen, während der Anteil der Männer in diesen beiden Ländern bei 89 % bzw. 38 % liegt. In der EU insgesamt nutzen 38 % der Männer täglich das Internet, aber nur 28 % der Frauen. In Irland, Griechenland, Frankreich, Portugal und Finnland sowie in den zwölf Ländern, die der EU seit 2004 beigetreten sind, beträgt der Unterschied zwischen den Geschlechtern jedoch weniger als sieben Prozentpunkte. Mit der Unterzeichnung des Verhaltenskodexes verpflichten sich die betreffenden Unternehmen und Organisationen, auf eine Erhöhung des Frauenanteils an den Hochschulen in den Fachbereichen Naturwissenschaften, Technik und Ingenieurwissenschaften hinzuwirken und in der europäischen Telekommunikations- und Internetbranche verstärkt talentierte Frauen einzustellen und dauerhaft zu halten. Mentoring-Programme, Tage der offenen Tür und Computer-Camps sind nur einige der Initiativen, mit denen die beteiligten Unternehmen versuchen, (junge) Frauen für die Branche zu gewinnen. In Brüssel wurde heute ein neues Tool vorgestellt: ein Online-Verzeichnis für Frauen im IKT-Sektor („European Directory for Women in ICT“) ( www.ictwomendirectory.eu ) . Abgedeckt werden drei Bereiche: Technologie, „Community Building“, Unternehmen. Das „European Directory“ ist eine zentrale Anlaufstelle für sämtliche Informationen über Aktivitäten, Stellenangebote, Gesetzesvorschriften und Statistiken zum Thema „Frauen und IKT“. Es vermittelt einen Überblick über die einschlägigen Entwicklungen in ganz Europa und eröffnet Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren. 1000 Akteure wurden aufgefordert, sich an der Initiative zu beteiligen. Hintergrund Der Kodex für eine vorbildliche Frauenförderung in den IKT soll dazu beitragen, den High-Tech-Sektor für Schülerinnen und Hochschulstudentinnen interessanter zu machen, aber auch die bereits in der Branche tätigen Frauen zu fördern und im Beruf zu halten. Die Namen der 28 Unterzeichner wurden im Rahmen des Workshops "More women, better jobs and boosting growth" bekanntgegeben, der am 8. Oktober in Brüssel stattfand. Bisher haben folgende Unternehmen und Organisationen den Kodex unterzeichnet: Alcatel-Lucent (Frankreich), APSCO (Vereinigtes Königreich), CISCO , European Center for Women and Technology , e-SKILLS (Vereinigtes Königreich), Equalitec (Vereinigtes Königreich), Google , HP , IMEC (Belgien), Infineon , IT Synergy (Vereinigtes Königreich), Lebanese Telecommunication Authority (Libanon), Microsoft , Motorola , Orange France-Telecom (Frankreich), Panasonic , Papirbredden Innovasjon (Norwegen), Portia (Vereinigtes Königreich), Promis@Service (Luxemburg), P31 Consulting (Vereinigtes Königreich), Research Council of Norway , SAP , Sharpe Thinking (Vereinigtes Königreich), Simula (Norwegen), Sony Europe , Steinbeis-Europa-Zentrum (Deutschland), University of Liverpool (Vereinigtes Königreich) und Women in Technology (Vereinigtes Königreich). Unterzeichner des Kodexes für eine vorbildliche Frauenförderung in den IKT: http://ec.europa.eu/information_society/activities/itgirls/signatories/index_en.htm Website der Europäischen Kommission zum Thema „Frauen und IKT“: „European Directory for Women in ICT“: http://www.ictwomendirectory.eu Video zum Thema „Frauen und IKT“: „IT is wicked“ |
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