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IP/08/1127 Brüssel, 10. Juli 2008 Jahresbericht über die Bildungssysteme in der EU bestätigt langsame aber anhaltende FortschritteDie Europäische Kommission stellte heute die neuesten Daten über die Fortschritte der Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Bildungsziele vor, die sie sich im Rahmen der Lissabon-Strategie für 2010 selbst gesetzt haben. Dieser Jahresbericht über Indikatoren und Benchmarks prüft, was die einzelnen Mitgliedstaaten in Schlüsselbereichen wie Sekundarschulabschluss, Schulabbruch, Leseschwäche, Abschlüsse in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik sowie Erwachsenenbeteiligung an lebensbegleitenden Bildungsmaßnahmen erreicht haben. Die wichtigste Botschaft des Berichts von 2008 ist, dass in allen fünf Bereichen Fortschritte gemacht werden, außer bei der Leseschwäche. Allerdings stellen sich die Fortschritte trotz der Verbesserungen in der allgemeinen und beruflichen Bildung in den EU-Mitgliedstaaten seit 2000 in fast allen Bereichen nicht schnell genug ein, um die Ziele für 2010 erreichen zu können.Bei der Vorstellung des Berichts sagte der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar Ján Figel’: "Fast ein Drittel der Arbeitnehmer in Europa hat nur einen Hauptschulabschluss und etwa jeder vierte 15-jährige hat Schwächen im Lesen. Auf unserem Weg als wissensbasierte Gesellschaft in einer hart umkämpften globalisierten Welt werden es diese Millionen von Europäern immer schwerer haben, sich zu entfalten oder überhaupt eine Arbeit zu finden. Ich begrüße es daher, dass die Mitgliedstaaten die – in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht – zentrale Rolle der allgemeinen und beruflichen Bildung für die Zukunft unserer Gesellschaften anerkannt haben. Sie haben langfristige Reformprozesse eingeleitet, und die Fortschritte sind zwar langsam, gehen aber meist in die richtige Richtung. Es bleibt noch viel zu tun, und die Kommission ist weiterhin gerne bereit, die Zusammenarbeit in diesem Bereich zu unterstützen." Grundlage des Berichts 2008 ist ein kohärenter Rahmen von 16 zentralen Indikatoren und fünf Benchmarks für das Bildungswesen, der 2007 vom Rat "Bildung" angenommen wurde. Die Ergebnisse sollen strategische Vorgaben für das Arbeitsprogramm "Allgemeine und berufliche Bildung 2010" liefern, mit dem die Mitgliedstaaten auf die gemeinsamen Ziele hinarbeiten, die sie sich im Rahmen der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung für ihre Bildungs- und Berufsbildungssysteme gesetzt haben. Wichtigste Schlussfolgerungen des Berichts Die allgemeine und berufliche Bildung hat sich in den Mitgliedstaaten seit 2000 langsam aber stetig verbessert. Erfreulich ist, dass die Europäische Union in diesem Bereich zur Weltspitze zählt. Während bei vier der fünf Benchmarks Fortschritte erzielt werden konnten, haben sich die Ergebnisse im Leistungsvergleich für Leseschwäche in den letzten Jahren verschlechtert. Jeder der Mitgliedstaaten hat in den für den Leistungsvergleich ausgewählten Bereichen Stärken und Schwächen, und zwischen den Mitgliedstaaten und den einzelnen Bereichen gibt es große Unterschiede. Der Bericht 2008 enthält ausführliche Angaben und in einer Anlage zu dieser Pressemitteilung findet sich eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Hintergrund des Berichts: "Progress towards the Lisbon objectives in education and training. Indicators and Benchmarks" ist bereits der fünfte Jahresbericht zur Überprüfung der Leistung der Bildungs- und Berufsbildungssysteme in der EU. Die Berichte werden von der Generaldirektion Bildung und Kultur in enger Zusammenarbeit mit Eurostat, der Forschungsstelle CRELL (GFS) und der europäischen Informationsstelle von Eurydice ausgearbeitet. Weitere Informationen: Vollständige Fassung des Berichts 2008 GD Bildung und Kultur: Maßnahmen im Bereich lebensbegleitendes Lernens: Monitoring progress APPENDIX Executive Summary of the Key findings of the 2008 Report: Education and training in the EU Member States has been improving slowly but steadily since 2000. Overall performance in the European Union is on a par with the best in the world.
There are still important inequities in European education systems.
Progress is made in all of the five benchmark areas for 2010 – apart from one, low achievers in reading.
The report highlights individual Member States' performances and their progress in relation to each of the five benchmark indicators, identifying which countries are catching up or falling behind, losing momentum or moving further ahead compared to the others. All countries have relative strengths and weaknesses across the benchmark areas and there are significant divergences between Member States and fields.
Benchmark: By 2010 the percentage of low achieving 15-year olds in reading literacy in the EU should decrease by at least 20% from 2000 levels. Trends: In the EU (comparable data available for 18 countries) performance deteriorated from 21.3 % low performers in reading in 2000 to 24.1 % (girls: 17.6%, boys: 30.4%) in 2006. Top performers: the top EU performer is Finland (4.8%), followed by Ireland (12.1%) and Estonia (13.6%). Cyprus and Malta have not yet participated in the survey. Low performers: Romania (53.5%), Bulgaria (51.1%)
Benchmark: By 2010 a share of early school leavers of no more than 10% should be reached. Trends: In EU 27 the share of early school leavers (population 18-24) declined from 17.6% in 2000 to 14.8% (females: 12.7%, males: 16.9%) in 2007. Top performers: the best performers in the EU are the Czech Republic, Poland and Slovakia (plus probably Slovenia for which recent data are considered unreliable or uncertain). Low performers: Malta, Portugal.
Benchmark: By 2010 at least 85% of 22 year-olds in the EU should have should have completed upper secondary education. Trends: Since 2000 upper secondary attainment in the EU increased slightly, from 76.6% of people aged 20-24 to 78.1% (females: 80.8%, males: 75.4%) in 2007. Top performers: the top performers in the EU are the Czech Republic, Poland, Slovakia and Slovenia. Low performers: Malta, Portugal
Benchmark: The total number of MST graduates in the EU should increase by at least 15%, gender imbalance should decrease. Trends: The number of MST graduates increased by 29% since 2000 and the female share from 30.7% to 31.6% in 2006. Top performers: Growth since 2000: Poland; Gender balance: Estonia; MST graduates per 1,000 population 20-29: Ireland. Low performers: Growth since 2000: Belgium, Slovenia; Gender balance: Austria, Netherlands; MST graduates per 1,000 population 20-29: Cyprus, Malta
Benchmark: The EU average level of participation in lifelong learning should at least reach 12.5% of the working age population (25-64 age group). Trends: On an EU level participation increased from 7.1% in 2000 to 9.7% (females: 10.6%, males: 8.8%) in 2007 (partly a result of breaks in time series around 2003). Top performers: the best performer in the EU is Sweden (2006 data), followed by Denmark and the UK. Low performers: Bulgaria, Romania |