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Arzneimittel: G10-Gruppe kündigt Empfehlungen für politische Maßnahmen an

Reference:  IP/02/318    Date:  26/02/2002
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IP/02/318

Brüssel, den 26. Februar 2002

Arzneimittel: G10-Gruppe kündigt Empfehlungen für politische Maßnahmen an

Die G10-Arzneimittelgruppe beschloss heute wichtige Empfehlungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Pharmaindustrie und zur Wahrung des hohen Gesundheitsschutzniveaus in Europa(1). Die Empfehlungen sind Gegenstand eines Berichts, der Kommissionspräsident Prodi im Mai vorgelegt werden soll. In ihrer Gesamtheit bilden sie ein ehrgeiziges Rahmenkonzept für politische Maßnahmen auf europäischer und nationaler Ebene in verschiedenen Schlüsselbereichen. Die Maßnahmen sollen u. a. das Funktionieren des Arzneimittelmarktes verbessern, die Innovation fördern, die wissenschaftliche Basis der EU stärken und die Information der Patienten verbessern. Den Vorsitz in der G10-Arzneimittelgruppe führen die Kommissionsmitglieder Erkki Liikanen (Unternehmen und Informationsgesellschaft) und David Byrne (Gesundheit und Verbraucherschutz), zu den Mitgliedern gehören die Gesundheits- und Industrieminister, Führungskräfte der Pharmaindustrie und Vertreter der Krankenkassen und der Patientenorganisationen (siehe IP/01/444).

Die G10-Arzneimittelgruppe wurde im Frühjahr 2001 von den Kommissionsmitgliedern Liikanen and Byrne eingesetzt und erhielt den Auftrag, praktische Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Pharmaindustrie und zur Wahrung des hohen Gesundheitsschutzniveaus in Europa auszuarbeiten. Innerhalb eines Jahres sollte sie einen Bericht vorlegen.

Bei ihrer Arbeit war die Gruppe bestrebt, für Transparenz zu sorgen und möglichst viele Interessengruppen aktiv zu beteiligen. Hierzu wurden verschiedene Initiativen gestartet: Einrichtung einer "G10 Medicines"-Website, Veröffentlichung eines Sondierungspapiers, Aufstellung eines Programms von Workshops zu Kernthemen wie Generika, Benchmarking in der Pharmabranche, Bewertung von Arzneimitteln, Innovation und Patienteninformation.

Die Gruppe hat sich nunmehr auf Empfehlungen für politische Maßnahmen in folgenden Schlüsselbereichen geeinigt:

  • Förderung der Innovation und Stärkung der wissenschaftlichen Basis der EU

  • Verbesserung der Patienteninformation

  • Verbesserung der Funktion des Arzneimittelmarktes

Der Bericht der G10-Gruppe mit den Empfehlungen und den sie untermauernden Argumenten soll Kommissionspräsident Romano Prodi Anfang Mai 2002 im Rahmen eines Informationstages der G10-Arzneimittelgruppe vorgelegt werden.

Weitere Information über die G10-Arzneimittelgruppe, die Reaktionen auf das Sondierungspapier und die Berichte über die Workshops finden sich auf der "G10 Medicines"-Website:

http://pharmacos.eudra.org/F3/g10/g10home.htm

(1)Siehe HYPERLINK http://pharmacos.eudra.org http://pharmacos.eudra.org