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Europäische Kommission - Erklärung

Impfungen: Wir müssen uns jetzt gegen Falschinformationen über Impfungen wehren! Erklärung von Vizepräsident Jyrki Katainen zur Europäischen Impfwoche

Brüssel, 26. April 2019

Impfungen sind bislang eine der erfolgreichsten Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Sie verhindern nicht nur den Ausbruch von Krankheiten und retten Leben, sondern tragen auch zur Senkung der Gesundheitskosten bei. In den letzten beiden Jahrhunderten wurde konsequent bewiesen, dass Impfstoffe wirken. Das ist keine Ansichtssache, sondern eine Tatsache. In den letzten Jahren haben Sie jedoch in den Nachrichten zweifelsohne Schlagzeilen über die immer häufigeren Ausbrüche von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten gelesen, die schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und in manchen Fällen sogar zum Tode führten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in diesem Jahr Falschinformationen über Impfungen als eine der zehn größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit genannt. Aber heißt das, das Vertrauen in die Wissenschaft nimmt ab?

Wir haben gute Nachrichten: Laut der ersten Eurobarometer-Umfrage über die Impfeinstellung, die heute veröffentlicht wird, sind 85 % der EU-Bürgerinnen und -Bürger der Ansicht, dass die Impfung ein wirksames Mittel ist, um ansteckende Krankheiten zu vermeiden und sich selbst und andere zu schützen. Vor allem für immungeschwächte Menschen, die nicht geimpft werden können, ist der Herdenschutz von entscheidender Bedeutung. Kinder beispielsweise, die ein Krebsleiden überstanden haben, sollten nicht gefährdet werden, weil ihre Spielkameraden nicht geimpft sind.

Das Eurobarometer zeigt auch, dass rund die Hälfte der EU-Bürgerinnen und -Bürger in den letzten fünf Jahren geimpft wurde und dass sich eine große Mehrheit (79 %) bei Impffragen vertrauensvoll an Gesundheitsfachkräfte wendet.

Letzteres bestätigt, dass wir mit der gemeinsamen Initiative der Kommission und der Verbände der Gesundheitsberufe den richtigen Weg eingeschlagen haben und wirksame Sensibilisierungsarbeit leisten. Das ist allerdings nur das erste Projekt im Zuge der kürzlich vom Rat angenommenen Empfehlung zur verstärkten Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten. Weitere werden folgen.

Es gibt aber auch beunruhigende Erkenntnisse: 48 % der Europäerinnen und Europäer glauben – zu Unrecht –, dass Impfungen häufig schwere Nebenwirkungen haben können, und 38 % denken, dass Impfungen die Krankheit auslösen können, gegen die sie schützen sollen.

Das heißt, dass wir mit unseren Anstrengungen für eine höhere Durchimpfungsrate und gegen Falschinformationen über Impfungen noch längst nicht am Ende sind. Wir werden auch die anderen Maßnahmen der Ratsempfehlung zur verstärkten Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von durch Impfung vermeidbaren Krankheiten umsetzen, und ich freue mich, heute die Ausrichtung eines gemeinsamen Globalen Impfgipfels der Kommission und der WHO am 12. September 2019 in Brüssel ankündigen zu können. Damit bekennen wir uns politisch klar zu den Vorteilen von Impfungen und erkennen an, wie wichtig es ist, weiter an der Entwicklung besserer Impfstoffe zu forschen und allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang zu Impfungen zu bieten. Nicht zuletzt kommt es auch entscheidend auf unsere weltweite Solidarität und unser entschlossenes Handeln gegen Falschinformationen über Impfungen an. Bündeln wir unsere Kräfte, um eine einfache Tatsache zu verbreiten: Impfen wirkt!

 

Hintergrund

Die Ergebnisse der Eurobarometer-Umfrage finden Sie hier.

Impfung – Überblick

STATEMENT/19/2254

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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