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Europäische Kommission - Erklärung

Erklärung der Hohen Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini und des EU-Kommissars für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement, Christos Stylianides, zum Welttag der humanitären Hilfe 2018

Brüssel, 17. August 2018

Am 15. Jahrestag  des Bombenanschlags auf das UN-Hauptquartier in Bagdad würdigt die Europäische Union das Engagement der Helfer, die weltweit ihr Leben aufs Spiel setzen, um humanitäre Hilfe zu leisten. Die eindeutige Achtung des Völkerrechts, die Sicherheit der humanitären Helfer und deren ungehinderter Zugang zu den Bedürftigen sind nach wie vor ein wichtiges Anliegen der Europäischen Union.

Im Vorfeld des Welttags der humanitären Hilfe 2018 gaben die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Federica Mogherini und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianides folgende Erklärung ab:

„Bei Konflikten sind es häufig Zivilisten, die den höchsten Preis zahlen, und es kommt weiterhin zu Angriffen, auch auf Hilfspersonal. 

Im vergangenen Jahr sind von Afghanisten bis Nigeria, von der Zentralafrikanischen Republik bis Jemen Zivilisten und humanitäre Helfer bei solchen Angriffen ums Leben gekommen. Diese Gewalttaten stellen eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts dar. Die Rettung von Menschenleben sollte keine Menschenleben kosten.

In den letzten zwei Jahrzehnten waren fast 4 400 humanitäre Helfer Opfer von schweren Anschlägen. Mehr als ein Drittel davon kam dabei ums Leben. Der Welttag der humanitären Hilfe bietet eine Gelegenheit, die humanitären Helfer zu ehren und für ihre Sicherheit und Sicherheit einzutreten.

Alle Konfliktparteien sind nach dem Völkerrecht verpflichtet, die Sicherheit der humanitären Helfer zu gewährleisten und den ungehinderten und ununterbrochenen humanitären Zugang zu erleichtern, damit die Hilfe alle Menschen in Not erreichen kann.

Die EU ist weltweit führend im Bereich der humanitären Hilfe. Die Förderung einer auf Prinzipien beruhenden humanitären Hilfe und die Achtung des humanitären Völkerrechts bleiben im Mittelpunkt unseres internationalen Engagements.“

 

Hintergrund

In Konfliktgebieten werden Zivilisten bei gezielten oder willkürlichen Angriffen regelmäßig getötet oder verwundet. Die Zahl der Menschen, die konfliktbedingt aus ihrer Heimat fliehen mussten, liegt auf Rekordhöhe – weltweit werden insgesamt mehr als 68,5 Millionen Vertriebene verzeichnet, die Hälfte davon Kinder unter 18 Jahren.

Im Jahr 2017 mobilisierte die EU mehr als 2,43 Mrd. EUR für humanitäre Hilfsmaßnahmen in über 80 Ländern weltweit. Ein erheblicher Teil dieser Mittel wurde zur Unterstützung der vom Konflikt betroffenen Bevölkerung innerhalb Syriens und von Flüchtlingen in den Nachbarländern und -regionen eingesetzt. Darüber hinaus hat EU weiterhin die Menschen unterstützt, die infolge lang anhaltender Konflikte in Ländern wie Afghanistan und Kolumbien und am Horn von Afrika vertrieben wurden, und auf neue Krisen wie die Vertreibung der Rohingya reagiert.

Aufgrund der starken Zunahme der vorsätzlichen Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und die humanitären Grundsätze ist im heutigen Kontext der humanitären Hilfe der Schutz der Helfer zur vorrangigen Aufgabe geworden. Im Jahr 2017 entfielen mehr als 10 % der EU-Budgets für humanitäre Hilfe auf Maßnahmen zum Schutz des humanitären Personals. 

Die EU setzt sich weiterhin für einen verbesserten humanitären Schutz und für die verstärkte Einhaltung des humanitären Völkerrechts ein, unter anderen durch Dialoge, Erklärungen und Initiativen sowie durch die Finanzierung von Schulungsmaßnahmen für EU-Personal und Partnerorganisation im Bereich humanitäres Völkerrecht und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dieses Thema durch Informationsarbeit. 

So hat beispielsweise das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit Unterstützung der EU die  Kampagne „Health Care in Danger“ ins Leben gerufen, die zur Sensibilisierung für die schweren Folgen von Gewalttaten dient, die die Behinderung der medizinischen Versorgung oder die Beschädigung oder Zerstörung von Gesundheitseinrichtungen oder Fahrzeugen bezwecken und bei denen Gesundheitspersonal und Patienten getötet oder verletzt werden. 

STATEMENT/18/5004

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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