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Europäische Kommission - Erklärung

Gemeinsame Erklärung von US-Präsident Trump und EU-Kommissionspräsident Juncker nach dem Besuch von Präsident Juncker im Weißen Haus

Washington, 25. Juli 2018

Wir sind heute in Washington, D.C., zusammengekommen, um eine neue Phase in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union einzuleiten – eine Phase der engen Freundschaft, der starken Handelsbeziehungen zum Nutzen beider Seiten, der besseren Zusammenarbeit für Sicherheit und Wohlstand überall in der Welt und der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung.

Die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union haben zusammen über 830 Millionen Einwohner und erwirtschaften mehr als die Hälfte des weltweiten BIP. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir unseren Planeten zu einem besseren und sichereren Ort machen und den Wohlstand mehren.

Schon heute haben die Vereinigten Staaten und die Europäische Union die umfangreichsten bilateralen Handelsbeziehungen weltweit mit einem Umfang von 1 Billion USD. Wir wollen diese wirtschaftlichen Beziehungen zum Nutzen aller Bürger in den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union weiter ausbauen.

Deshalb haben wir heute zuallererst vereinbart, gemeinsam auf den vollständigen Abbau von Zöllen, nichttarifären Handelshemmnissen und Subventionen für Industriegüter mit Ausnahme von Kraftfahrzeugen hinzuarbeiten. Wir werden uns auch dafür einsetzen, in den Bereichen Dienstleistungen, Chemikalien, Arzneimittel, Gesundheitsprodukte und Sojabohnen Hemmnisse zu verringern und den Handel zu verstärken.

So werden die Märkte für Landwirte und Arbeitnehmer geöffnet, die Investitionen gesteigert und der Wohlstand sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Europa gefördert. Auch werden Fairness und das Prinzip der Gegenseitigkeit im Handel gestärkt.

Zweitens haben wir heute vereinbart, unsere strategische Zusammenarbeit im Energiebereich auszubauen. Die Europäische Union möchte mehr Flüssigerdgas (LNG) aus den Vereinigten Staaten einführen, um die Energieversorgung zu diversifizieren.

Drittens haben wir einen engen Dialog über Normen vereinbart, um den Handel zu erleichtern, bürokratische Hindernisse abzubauen und die Kosten stark zu senken.

Viertens wollen wir amerikanische und europäische Unternehmen mit vereinten Kräften besser vor unlauteren globalen Handelspraktiken schützen. Wir werden daher eng mit gleichgesinnten Partnern zusammenarbeiten, um die Welthandelsorganisation zu reformieren und gegen unlautere Handelspraktiken vorzugehen, so unter anderem gegen den Diebstahl geistigen Eigentums, erzwungenen Technologietransfer, Industriesubventionen, Marktverzerrungen durch staatseigene Unternehmen und Überkapazitäten.

Wir haben beschlossen, unverzüglich eine Hochrangige Arbeitsgruppe einzusetzen, der unsere engsten Berater angehören sollen, um diese gemeinsame Agenda weiter voranzubringen. Die Arbeitsgruppe soll darüber hinaus kurzfristige Maßnahmen ausarbeiten, um den Handel zu erleichtern und bestehende tarifäre Maßnahmen zu beurteilen. Solange wir daran arbeiten, werden wir nicht gegen den Geist dieser Vereinbarung verstoßen, es sei denn, eine der Parteien beendet die Verhandlungen.

Ferner möchten wir das Problem der Stahl- und Aluminiumzölle und der Strafzölle lösen.

STATEMENT/18/4687


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