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Europäische Kommission - Erklärung

Energieunion: Europäische Solidarität im Energiebereich: Synchronisierung des Stromnetzes der baltischen Staaten mit dem europäischen System wird Versorgungssicherheit stärken

Brüssel, 18. Dezember 2017

Durch das heutige Treffen wird der politische Wille zur Synchronisierung der Stromnetze der baltischen Staaten mit dem kontinentaleuropäischen System bekräftigt.

 

Heute, am 18. Dezember 2017, haben sich der für die Energieunion zuständige Vizepräsident der Kommission, Maroš Šefčovič, der für Klimapolitik und Energie zuständige Kommissar Miguel Arias Cañete und die Energieminister Kadri Simson (Estland), Arvils Ašeradens (Lettland), Žygimantas Vaičiūnas (Litauen) und Krzystof Tchórzewski (Polen) bei einem Treffen im Berlaymont-Gebäude auf das weitere Vorgehen verständigt, um bis spätestens Mai 2018 die beste Lösung für die Synchronisierung des Stromnetzes der baltischen Staaten mit dem kontinentaleuropäischen Netz zu finden.

Alle Beteiligten begrüßten die seit dem letzten Treffen vom September 2017 erzielten Fortschritte und insbesondere die Tatsache, dass die Übertragungsnetzbetreiber Estlands, Lettlands, Litauens und Polens und das Europäische Netz der Übertragungsnetzbetreiber (Strom) (ENTSO-E) die erforderlichen abschließenden technischen Studien zur dynamischen Analyse und zur Frequenzhaltung des Systems eingeleitet haben. Sie bekräftigten, dass es wichtig sei, alle verbleibenden technischen Studien bis spätestens 31. Mai 2018 abzuschließen und werden die Fortschritte kontinuierlich verfolgen.

Der Vizepräsident, der Kommissar und die Minister bekundeten erneut ihr starkes Engagement für das Synchronisierungsprojekt, das einen Eckpfeiler für die Schaffung der Energieunion, einer Priorität der Juncker-Kommission, bildet.

 

Hintergrund

Seit Beginn ihres Mandats ist die Juncker-Kommission bestrebt, strategische Energieinfrastrukturprojekte umzusetzen und die verschiedenen Aspekte zu behandeln, die mit der Beendigung der energiepolitischen Isolation des Ostseeraums durch seine verstärkte Integration in den EU-Energiemarkt verbunden sind. Dazu gehörte auch das Ziel, die Synchronisierung des Stromnetzes der baltischen Staaten sicherzustellen.

Während sie früher eine „Energieinsel“ bildete, ist die Region der baltischen Staaten heute mit den europäischen Partnern durch kürzlich eingerichtete Stromleitungen mit Polen (LitPol Link), Schweden (NordBalt) und Finnland (Projekt EstLink) verbunden. Diese Projekte wurden durch die Unterstützung der EU ermöglicht und errichtet. Aus historischen Gründen wird das Stromnetz der baltischen Staaten jedoch noch immer synchron mit dem russischen und dem belarussischen System betrieben.

Die Synchronisierung des Stromnetzes der drei baltischen Staaten mit dem kontinentaleuropäischen Netz ist von entscheidender Bedeutung für die Verwirklichung der Energieunion.

Die Europäische Kommission ist entschlossen, die baltischen Staaten dabei zu unterstützen. Dieses Ziel wurde am 23. November 2017 in der Mitteilung der Kommission „Stärkung der europäischen Energienetze“ erneut bekräftigt.

Die Synchronisierung des Stromnetzes mit dem kontinentaleuropäischen Netz (CEN) zählt zu den obersten Prioritäten der baltischen Staaten und der EU im Energiebereich in den kommenden Jahren. Der Ausbau der betreffenden Netze wurde in die Liste von Projekten von gemeinsamem Interesse aufgenommen, die die Kommission am 23. November 2017 angenommen hat. Projekte von gemeinsamem Interesse sind wesentliche Infrastrukturprojekte, insbesondere grenzübergreifende Projekte für den Verbund der Energiesysteme der EU-Länder. Sie sollen dazu beitragen, dass die EU ihre energie- und klimapolitischen Ziele erreicht: Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger mit bezahlbarer, sicherer und nachhaltiger Energie.

 

Weitere Informationen

 

MEMO/17/5316

Energieunion

Verbundplan für den baltischen Energiemarkt (BEMIP)

Stärkung der europäischen Energienetze

Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs Estlands, Lettlands, Litauens, Polens und des Präsidenten der Europäischen Kommission zur Beendigung der Isolierung der Region der baltischen Staaten im Gasbereich.

Studie der JRC: Integration der baltischen Staaten in das Elektrizitätssystem der EU (Zusammenfassung).

 

 

 

 

 

STATEMENT/17/5271

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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