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Europäische Kommission - Erklärung

Gemeinsame Erklärung zum internationalen Tag des Meeres

Brüssel, 8. Juni 2017

Zum Tag des Meeres am 8. Juni gaben Federica Mogherini, Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, und Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, folgende Erklärung ab:

Heute begehen wir den internationalen Tag des Meeres.  Das diesjährige Motto „Unsere Ozeane, unsere Zukunft“ hebt die Bedeutung der Meere und Ozeane für uns und für künftige Generationen hervor. Die Meere bedecken zwei Drittel der Erdoberfläche und sind die Grundlagen des Lebens. Ozeane speichern mehr als neun Zehntel der Wärme, die durch Treibhausgasemissionen in der Erdatmosphäre eingeschlossen wird, und versorgen drei Milliarden Menschen mit fast einem Fünftel ihres Proteinbedarfs. Die internationale Meereswirtschaft hat ein geschätztes Volumen von 1,3 Billionen EUR und bietet ein großes Potenzial für die Förderung von Wachstum, Beschäftigung und Innovation. Gleichzeitig stehen die Weltmeere im Zentrum drängender globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Abfälle im Meer, Armut und Ernährungssicherheit. Die nachhaltige Nutzung der Ozeane ist durch illegale Fischerei, Piraterie und bewaffnete Raubüberfälle auf See bedroht. Eine Zusammenarbeit im Bereich der maritimen Sicherheit ist unverzichtbar, um den sicheren und freien Schiffsverkehr zum Zwecke des internationalen Handels zu gewährleisten.

Inzwischen ist wird den Menschen weltweit bewusst, dass sie sich besser um die Ozeane kümmern müssen. Dies gelingt nur durch enge internationale Zusammenarbeit. Die EU ist Vorreiter bei der Schaffung einer durchsetzungsstärkeren Meerespolitik. Dazu gehören eine bessere Bewirtschaftung der Ozeane, die Verringerung der Belastung durch den Menschen und Investitionen in die Wissenschaft. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Meeresressourcen auf der Grundlage gesunder Ökosysteme erhalten und nachhaltig genutzt werden und für eine florierende Meereswirtschaft sorgen. Die EU und ihre Mitgliedstaaten setzen sich auch durch gemeinsames Handeln für die Erhaltung von Frieden und Sicherheit auf See ein. 

Die EU bekräftigt ihre Verpflichtung zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger der EU und der gesamten Welt. Entsprechend dem Grundsatz, dass niemand zurückgelassen werden darf, müssen auch die Ozeane, Meere und Meeresressourcen erhalten und nachhaltig genutzt werden, wie im Rahmen von Ziel 14 für nachhaltige Entwicklung vorgesehen. Die EU begrüßt daher, dass die Vereinten Nationen in dieser Woche die Welt-Ozean-Konferenz veranstalten, in deren Vorfeld die EU gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten umfangreiche Verpflichtungen vorgelegt hat. Die Ergebnisse der Konferenz, auf der die Kommission durch EU-Kommissar Vella vertreten wird, werden einen wichtigen Beitrag zur Arbeit des Hochrangigen Politischen Forums leisten, das im Juli dieses Jahres zusammentritt.

Angesichts der Bedeutung der Meere und Ozeane für unsere Zukunft wird die EU am 5./6. Oktober in Malta die vierte in der Reihe der Konferenzen zum Thema „Unsere Ozeane“ ausrichten. Sie wird zusammen mit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der Privatwirtschaft, zusammenarbeiten, um weitere Verpflichtungen zum Wohl der Ozeane in Bereichen wie Meeresverschmutzung, geschützte Meeresgebiete, Klimawandel, nachhaltige Fischerei, maritime Sicherheit und blaues Wachstum einzugehen und umzusetzen. Liegt uns unsere Zukunft am Herzen, so müssen wir uns um unsere Meere kümmern: Dies stellt eine globale Herausforderung dar, die auch auf globaler Ebene angegangen werden muss. Die Europäische Union wird auch weiterhin ihren Teil dazu beitragen.

STATEMENT/17/1561

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


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