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Europäische Kommission

Erklärung

Brüssel, 19 August 2014

Erklärung von EU-Kommissarin Kristalina Georgieva zum Welttag der humanitären Hilfe 2014

Jedes Jahr wird am Welttag der humanitären Hilfe den Opfern des Anschlags auf den Sitz der Vereinten Nationen in Bagdad im Jahr 2003 gedacht, bei dem 22 Menschen ihr Leben verloren, darunter der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen in Irak, Sergio Vieira de Mello.

Zu diesem Anlass hat die EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Kristalina Georgieva, die sich derzeit im Irak befindet, wo die Europäische Kommission lebenswichtige Hilfe für hunderttausende Zivilisten bereitstellt, die von den Kämpfen eingeschlossen sind, folgende Erklärung abgegeben:

Am Welttag der humanitären Hilfe werden Menschen geehrt, die tagtäglich unter Einsatz ihres Lebens den Opfern von Kriegen und Katastrophen in der ganzen Welt Hilfe leisten. Zugleich bietet dieser Tag auch die Gelegenheit, auf die humanitären Herausforderungen hinzuweisen, vor denen wir stehen.

Diese Herausforderungen zeigen sich in Irak nur allzu deutlich. Hier sind hunderttausende notleidender Menschen dringend auf Hilfe angewiesen. Der Zugang zu ihnen wird jedoch durch die eskalierenden Kampfhandlungen erschwert. Auch überall sonst haben sich die Rahmenbedingungen für humanitäre Helfer drastisch verändert.

Unsere Welt wird von einer steigenden Zahl von Krisen und neuartigen Konflikten erschüttert. Im Nahen Osten hat die Gewalt ein dramatisches Ausmaß erreicht – und ein Ende ist nicht in Sicht. Quer über Afrika zieht sich von Mali im Westen bis Somalia im Osten ein gewaltiges Krisengebiet, das den Norden Nigerias, die Zentralafrikanische Republik und Südsudan einschließt. Millionen von Zivilisten werden so zwangsweise in Konflikte hineingezogen, die zum Teil durch ethnischen und religiösen Hass geschürt werden. Den hilfebedürftigen Kindern, Frauen und älteren Menschen Unterstützung zu leisten, wird immer schwieriger.

Die humanitären Helfer sind dadurch wachsenden Gefahren ausgesetzt: Die Zahl der Angriffe auf humanitäre Helfer hat sich seit 2003 vervierfacht. Allein im vergangenen Jahr wurden im Durchschnitt jeden Monat zwölf Mitarbeiter von humanitären Hilfsorganisationen getötet und mehr als zehn von ihnen entführt. Jede Woche werden drei humanitäre Helfer angegriffen und verletzt.

Die Auswirkungen des Klimawandels, das rasche Bevölkerungswachstum in Gebieten wie der Sahelzone und der zunehmende Extremismus all diese Faktoren werden immer mehr Konflikte und immer größeren Hunger zur Folge haben und immer mehr Menschen zwingen, aus schierer Verzweiflung ihre Häuser und Lebensgrundlagen aufzugeben.

Wir leben in einer äußerst fragilen Welt und müssen uns daher stärker auf die Herausforderungen der heutigen Zeit konzentrieren: Das sind wir den Opfern der Kriege und Katastrophen, aber auch den tapferen Männern und Frauen, die ihr Leben für sie einsetzen, schuldig."

Weitere Informationen

MEMO/14/500: World Humanitarian Day 2014: More and more violence towards humanitarians

Website der Europäischen Kommission zu humanitärer Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO):

http://ec.europa.eu/echo/index_en.htm

Website der Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion Kristalina Georgieva:

http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/georgieva/index_en.htm

Kontakt :

David Sharrock (+32 2 296 89 09)

Irina Novakova (+32 2 295 75 17)

Für die Öffentlichkeit: Wenden Sie sich an Europe Direct – entweder telefonisch unter der Nummer 00 800 6 7 8 9 10 11 oder per E-Mail


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