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Drittes Quartal 2012 gegenüber drittem Quartal 2011 Hauspreise im Euroraum um 2,5% gesunken Rückgang um 1,9% in der EU

Reference: STAT/13/17 Event Date: 31/01/2013 Export pdf PDF word DOC
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STAT/13/17

31. Januar 2013

Drittes Quartal 2012 gegenüber drittem Quartal 2011
Hauspreise im Euroraum um 2,5% gesunken
Rückgang um 1,9% in der EU

Heute veröffentlicht Eurostat zum ersten Mal eine Pressemitteilung zur Entwicklung der Hauspreise. Dieser neue Euroindikator ist eine Reaktion auf die Nachfrage nach vergleichbaren und zuverlässigen Statistiken über die Wohnimmobilienmärkte in den Mitgliedstaaten, im Euroraum und in der EU. Die Entwicklung der Hauspreise ist für wirtschafts- und geldpolitische Zwecke von Bedeutung, insbesondere für die Beobachtung makroökonomischer Ungleichgewichte und die Risikopositionen des Finanzsektors. Sie ist ebenfalls für Haushalte relevant, da sie Preisveränderungen der wichtigsten Komponente der Ausgaben und des Vermögens von Haushalten misst.

Hauspreise, gemessen durch den Haushaltspreisindex1 (HPI), fielen im dritten Quartal 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Euroraum2 um 2,5% und in der EU3 um 1,9%, laut Schätzungen, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht werden.

Gegenüber dem zweiten Quartal 2012 fielen die Hauspreise im dritten Quartal 2012 im Euroraum um 0,7% und in der EU27 um 0,4%.

Hauspreisindex - Euroraum und EU

2010 = 100

Figures and graphics available in PDF and WORD PROCESSED

Quelle: Eurostat

Entwicklung der Hauspreise in den EU Mitgliedstaaten

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die höchsten jährlichen Anstiege der Hauspreise im dritten Quartal 2012 in Estland (+8,4%), Luxemburg (+7,1%) und Finnland (+2,1%) gemessen und die größten Rückgänge in Spanien (-15,2%), Irland (-9,6%), den Niederlanden (-8,7%) und Portugal (-7,7%).

Die höchsten vierteljährlichen Anstiege im dritten Quartal 2012 verzeichneten Estland (+2,6%), Lettland (+2,3%), das Vereinigte Königreich (+1,7%) und Irland (+1,6%) und die größten Rückgänge Rumänien (-4,2%), die Niederlande (-3,9%) und Spanien (-3,7%).

Vierteljährliche und jährliche Entwicklung der Hauspreise

Prozentveränderung gegenüber dem Vorquartal

Prozentveränderung gegenüber dem Vorjahresquartal

2011

2012

2011

2012

Q4

Q1

Q2

Q3

Q4

Q1

Q2

Q3

Belgien

-0,2

0,8

0,1

1,1

3,4

3,5

2,6

1,8

Deutschland

0,7

0,8

:

:

4,2

2,2

:

:

Estland

1,0

1,3

3,3

2,6

11,8

7,2

7,6

8,4

Irland

-5,3

-4,1

-2,0

1,6

-16,6

-16,3

-14,4

-9,6

Griechenland

:

:

:

:

:

:

:

:

Spanien

-4,1

-5,0

-3,3

-3,7

-11,1

-12,5

-14,4

-15,2

Frankeich

-0,9

-1,3

0,0

0,9

3,7

1,7

-0,2

-1,3

Italienp

-0,7

-0,6

-0,8

-1,1

0,3

-0,2

-2,1

-3,2

Zypern

:

:

:

:

:

:

:

:

Luxemburg*

4,7

-0,5

1,7

1,1

6,4

5,4

4,3

7,1

Malta

-2,4

1,7

1,2

0,3

0,3

1,5

0,7

0,8

Niederlande

-1,7

-1,9

-1,5

-3,9

-3,4

-5,4

-5,4

-8,7

Österreich

-2,8

:

:

:

-5,9

:

:

:

Portugalp

-2,8

-1,9

-2,4

-0,9

-4,0

-7,1

-8,3

-7,7

Slowenien

-0,5

-4,1

1,1

-2,6

1,3

-7,1

-5,8

-5,9

Slowakei

-1,4

-0,2

-0,9

0,7

-2,3

-2,6

-2,0

-1,8

Finnland

-0,9

1,8

1,1

0,2

1,9

2,4

1,7

2,1

Euroraump

-1,0

-0,7

-0,1

-0,7

-0,1

-0,9

-2,1

-2,5

Bulgarienp

-1,5

0,1

0,4

-0,1

-5,8

-3,7

-1,6

-1,1

Tsch. Republik

-1,0

-0,5

0,0

-0,6

-0,9

-1,5

-2,1

-2,1

Dänemark

-3,4

0,4

1,5

0,3

-6,6

-5,1

-5,3

-1,2

Lettland

-5,6

6,5

-3,0

2,3

3,6

5,5

0,6

-0,2

Litauen

0,7

-0,3

-1,0

0,9

5,5

0,9

-0,8

0,3

Ungarn

-0,4

:

:

:

-2,9

:

:

:

Polen

c

c

c

c

c

c

c

c

Rumänien

-4,5

3,8

-0,7

-4,2

-17,1

-9,5

-8,9

-5,7

Schweden

-2,3

1,4

1,2

0,7

-1,8

-0,6

-0,1

0,9

Ver. Königreich

-1,1

0,0

1,2

1,7

-0,4

0,5

2,0

1,8

EUp

-1,1

-0,4

0,0

-0,4

-0,6

-0,9

-1,6

-1,9

Island

2,1

1,1

2,1

1,3

7,2

8,9

7,6

6,7

Norwegen**

-0,4

3,5

4,4

0,9

8,0

6,3

7,9

8,5

* nur Wohnungen

** nur bestehende Wohngebäude (Altbauten)

p vorläufig

c vertraulich

Quelle: Eurostat

  1. Die Hauspreisindizes (HPIs) beschreiben die Preisentwicklungen aller von Haushalten erworbenen Wohnimmobilien (Wohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, usw.), sowohl Neu- als auch Altbauten, unabhängig von ihrer endgültigen Verwendung und ihren bisherigen Eigentümern. Die HPIs der Mitgliedstaaten werden von den nationalen Statistikämtern erstellt. Die Aggregate der HPIs für den Euroraum und die EU werden von Eurostat erstellt. HPIs werden als jährliche Kettenindizes berechnet; dies erlaubt eine jährliche Veränderung der Gewichte. Die europäischen HPI Aggregate werden momentan als gewichtete Durchschnitte der nationalen HPIs berechnet, unter Verwendung des BIP (auf der Basis von Millionen KKS) zu Marktpreisen als Gewicht für die jeweiligen Länder.

Fehlende Daten für die Mitgliedstaaten werden von Eurostat auf Grundlage von Daten aus nicht-harmonisierten Quellen geschätzt. Diese Schätzungen werden nicht veröffentlicht, sie werden jedoch zur Berechnung der Aggregate für den Euroraum und die EU verwendet.

Die HPIs der Mitgliedstaaten werden mittels einer harmonisierten Methode erstellt. Die Methode ist im Handbuch zu Preisindizes für Wohnimmobilien zusammengefasst:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/hicp/methodology/hps/rppi_handbook

sowie in einem fachspezifischen Handbuch, welches im speziellen Bereich zu den Hauspreisstatistiken auf der Eurostat Webseite zur Verfügung steht:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/hicp/methodology/hps/owner_occupied_housing

Diese vierteljährliche Pressemitteilung wird durch einen Artikel auf der Webseite „Statistics Explained” vervollständigt:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Housing_price_statistics_-_house_price_index

  1. Der Euroraum umfasste ursprünglich Belgien, Deutschland, Irland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Finnland. Seit dem 1. Januar 2001 gehört Griechenland zum Euroraum, seit dem 1. Januar 2007 Slowenien, Zypern und Malta gehören dem Euroraum seit dem 1. Januar 2008 an, die Slowakei seit dem 1. Januar 2009 und Estland seit dem 1. Januar 2011.

  2. Die EU umfasste bis April 2004 15 Mitgliedstaaten, von Mai 2004 bis Dezember 2006 25 Mitgliedstaaten und seit Januar 2007 27 Mitgliedstaaten.

Herausgeber: Eurostat Pressestelle

Louise CORSELLI-NORDBLAD

Tel: +352-4301-33 444

eurostat-pressoffice@ec.europa.eu

Weitere Informationen zu den Daten und der Methodik:

Bogdan MAROLA

Tel: +352-4301-34 955

estat-real-estate@ec.europa.eu

Eurostat-Pressemitteilungen im Internet: http://ec.europa.eu/eurostat

Ausgewählte Wichtigste Europäische Wirtschaftsindikatoren: http://ec.europa.eu/eurostat/euroindicators

Anhang: Methodik der Erstellung der Hauspreisindizes

In dieser Pressemitteilung veröffentlicht Eurostat zum ersten Mal Informationen zur Entwicklung der Hauspreise im Euroraum und in der Europäischen Union. Von nun an wird der Haushaltspreisindex (HPI) vierteljährlich veröffentlicht.

Diese Veröffentlichung des HPI basiert auf einem rechtlichen Rahmen, auf der im Handbuch zu Preisindizes für Wohnimmobilien beschriebenen Methode und auf den von Eurostat erstellten Umsetzungsrichtlinien. Die Daten werden von den nationalen Statistikämtern der EU bereitgestellt. Die europäischen Aggregate werden von Eurostat berechnet.

Hintergrund

In den letzten Jahren wurden die Wohnimmobilienmärkte verstärkt analysiert und somit stieg ebenfalls die Nachfrage nach hochwertigen Statistiken zur Wohnsituation in den Mitgliedstaaten, im Euroraum und in der EU, insbesondere nach Preisindizes von Wohnimmobilien. Eurostat und die nationalen Statistikämter arbeiten bereits seit 2002 gemeinsam an einer Reihe von Pilotprojekten zur Schaffung eines Systems für die Bereitstellung von harmonisierten Hauspreisindizes auf europäischer Ebene. Zuvor war die Vergleichbarkeit der nationalen Daten zu Entwicklungen der Hauspreise innerhalb der EU sehr gering. Die Entwicklung von vergleichbaren und pünktlich veröffentlichten Statistiken über die Veränderungen von Wohnimmobilienpreisen ist ein wesentliches Ziel der europäischen Statistiken.

Anwendungsbereich

Die Begriffe „Wohnimmobilienpreisen“, „Hauspreise“ und „Preise für Wohngebäude“ werden synonym verwendet und beschreiben die Preisentwicklung aller Wohnimmobilien, die von Haushalten erworben wurden (Wohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser, usw.), sowohl Neu- als auch Altbauten, unabhängig von ihrer endgültigen Verwendung und ihren bisherigen Eigentümern. Der Schwerpunkt liegt auf Marktpreisen; Nichtmarktpreise werden im Rahmen der Hauspreisindizes nicht berücksichtigt (somit sind selbsterrichtete Wohngebäude ausgeschlossen). Die Preise von Wohngebäuden beinhalten die Grundstückskomponente.

Berechnung der Hauspreisindizes

Die vorrangigste Angelegenheit bei der Berechnung der HPIs ist die Verfügbarkeit von Daten über den Erwerb von Wohneigentum, das bedeutet, Informationen über den Preis der Transaktion und über die Merkmale des Wohngebäudes. Die Merkmale des Wohngebäudes, die den Preis am meisten beeinflussen, sind die Art des Wohngebäudes (Wohnung, Einfamilienhaus, Reihenhaus, usw.), seine Größe und seine Lage.

Eine weitere bedeutende Herausforderung ist die Heterogenität des Wohnimmobilienmarktes, wo sich praktisch jedes Wohngebäude, das gekauft und verkauft wird, in gewisser Hinsicht von den anderen unterscheidet. Daher ist eine Qualitätsanpassung zwischen zwei Zeiträumen notwendig und dies ist eine wichtige methodische Angelegenheit bei der Berechnung der Hauspreisindizes.

Der HPI sollte als Index betrachtet werden, der Preisentwicklungen der auf dem Markt gehandelten Wohngebäude misst. Er beinhaltet Transaktionen von neuen wie auch von bestehenden Wohngebäuden, und der Preis der Wohngebäude beinhaltet die Grundstückskomponente.

Zusammenfassend beruhen die wichtigsten fachspezifischen Merkmale des HPI auf folgenden Grundlagen:

  • Der Preis des Grundstückes ist im Preis und im Gewicht enthalten (Bruttoerwerbskonzept);

  • Nur tatsächliche Transaktionen von Wohngebäuden werden berücksichtigt;

  • Marktpreise für Wohnimmobilien werden berücksichtigt, während Nichtmarktpreise außerhalb des Bereiches des HPI liegen;

  • Der Schwerpunkt liegt auf der Messung von Preisentwicklungen aller von Haushalten erworbenen Wohnimmobilien, unabhängig von deren endgültiger Verwendung; somit werden von Haushalten erworbene Wohngebäude, die für andere als für selbstgenutzte Zwecke, beispielsweise als Investition verwendet werden, mitberücksichtigt;

  • Alle Käufe von neuen und bereits bestehenden Wohngebäuden sind zu berücksichtigen, unabhängig des vorherigen Besitzers;

  • Preise beinhalten die Anschaffungskosten einer Immobilie an sich und nicht die Gesamtkosten, welche für den Erwerb, den Besitz und die Instandhaltung einer Wohnimmobilie anfallen; daher sind andere Kosten in Bezug auf den Erwerb einer Immobilie und größere Reparaturen nicht miteinbezogen.

r weitere Informationen siehe Artikel auf „Statistics Explained” zu den Hauspreiseindizes im Euroraum:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Housing_price_statistics_-_house_price_index

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