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Ausländische Direktinvestitionen Investitionsbestände der EU27 in Drittländer stiegen zwischen 2008 und 2011 um 50% an Beliefen sich Ende 2011 auf 5 000 Milliarden Euro

Référence: STAT/13/11 Date de l'événement: 22/01/2013 Exporter pdf PDF word DOC
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STAT/13/11

22. Januar 2013

Ausländische Direktinvestitionen
Investitionsbestände der EU27 in Drittländer stiegen zwischen 2008 und 2011 um 50% an
Beliefen sich Ende 2011 auf 5 000 Milliarden Euro

Am Ende des Jahres 2011 beliefen sich die EU27 Bestände1 an ausländischen Direktinvestitionen (DI) in Drittländern auf 4 983 Milliarden Euro, während die Bestände von Drittländern in der EU27 3 807 Mrd. betrugen. Somit ist die EU27 ein Nettoinvestor in Drittländer. Zwischen 2008 und 2011 stiegen sowohl die DI-Bestände der EU27 in Drittländern als auch die Bestände von Drittländern in der EU27 stetig an und erhöhten sich um rund 50%, während die EU27 Bestände in einem anderen EU Mitgliedstaat im selben Zeitraum um 20% wuchsen. Jedoch ist anzumerken, dass Bestände in Drittländern etwa 40% der gesamten EU27 DI-Bestände ausmachen, die restlichen 60% werden in anderen EU Mitgliedstaaten gehalten.

DI-Bestände dienen dazu, den Einfluss der Globalisierung messbar zu machen und bieten ein Maß für langjährige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ländern. Sie geben den kumulierten Wert aller DI an, welche in der Vergangenheit getätigt wurden. Diese Daten2 werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht.

Die Vereinigten Staaten und die Schweiz sind die wichtigsten Partner der EU27

Die wichtigsten Bestimmunsorte von EU27 DI-Beständen in Drittländer waren Ende 2011 die Vereinigten Staaten (1 421 Mrd. Euro bzw. 29% der gesamten EU27 Bestände in Drittländern), die Schweiz (598 Mrd. bzw. 12%), Brasilien (239 Mrd. bzw. 5%), Kanada (222 Mrd. bzw. 4%), Russland (167 Mrd. bzw. 3%), Australien (125 Mrd. bzw. 3%), Hong Kong (124 Mrd. bzw. 2%), Singapur (123 Mrd. bzw. 2%) und China (102 Mrd. bzw. 2%).

Im Hinblick auf DI-Bestände von Drittländern in der EU27 waren die wichtigsten Partner ähnlich. Die Hauptinvestoren waren die Vereinigten Staaten (1 344 Mrd. Euro bzw. 35% der gesamten Bestände von Drittländern in der EU27), die Schweiz (467 Mrd. bzw. 12%), Japan (144 Mrd. bzw. 4%), Kanada (138 Mrd. bzw. 4%), Brasilien (78 Mrd. bzw. 2%), Norwegen (75 Mrd. bzw. 2%), Singapur (67 Mrd. bzw. 2%), Hong Kong (64 Mrd. bzw. 2%) und Russland (53 Mrd. bzw. 1%).

Bestände ausländischer Direktinvestitionen nach Partner, Milliarden Euro

Bestände der EU27 in Drittländern

Bestände von Drittländern in der EU27

2008

2009

2010

2011

2008

2009

2010

2011

Extra EU27 insgesamt

3 322,0

3 751,0

4 247,0

4 983,5

2 496,0

2 783,3

3 142,8

3 806,8

Europa (nicht EU), davon

827,6

893,3

1 013,8

1 137,9

466,6

540,7

625,0

713,5

Schweiz

463,3

518,5

543,8

598,2

303,4

340,0

395,9

467,3

Norwegen

53,4

61,5

91,9

94,9

56,3

64,4

68,2

74,6

Russland

89,1

99,1

130,6

166,8

30,0

46,9

50,6

53,1

Kroatien

14,3

16,8

20,1

21,5

0,8

0,7

1,2

0,8

Türkei

46,1

52,5

63,5

73,5

6,5

7,5

8,2

8,9

Ukraine

14,2

13,2

22,8

23,7

2,6

2,7

1,5

2,0

Afrika, davon

160,6

200,4

224,6

239,7

29,2

37,3

40,4

38,9

Ägypten

17,9

23,4

25,2

26,3

4,5

5,5

2,8

2,7

Marokko

12,8

14,0

14,7

14,8

0,3

0,3

0,8

0,8

Nigeria

26,1

27,8

28,5

32,4

4,4

5,4

7,5

7,0

Südafrika

54,9

72,2

75,6

79,5

7,0

8,2

9,1

8,1

Nordamerika, davon

1 221,3

1 371,1

1 472,2

1 642,8

1 118,3

1 214,8

1 384,2

1 482,1

Kanada

141,9

166,2

196,9

221,6

112,7

125,0

144,0

137,6

Vereinigte Staaten

1 079,2

1 204,7

1 275,1

1 421,0

1 005,4

1 089,7

1 240,0

1 344,2

Mittelamerika, davon

310,8

390,4

404,1

449,8

364,1

397,9

438,3

442,6

Mexiko

51,8

61,0

75,1

76,7

11,0

16,8

20,2

20,4

Südamerika, davon

207,0

229,3

314,4

352,9

68,9

79,2

96,8

110,0

Argentinien

40,8

41,7

48,1

44,3

1,5

:

:

2,5

Brasilien

108,5

139,7

200,2

238,9

52,3

63,9

85,2

77,8

Chile

15,3

19,5

24,9

25,0

4,0

3,6

1,4

2,1

Venezuela

17,3

16,3

18,9

24,8

2,7

3,5

4,0

8,2

Asien, davon

496,7

541,4

652,4

728,2

269,3

299,2

347,5

411,3

Israel

5,5

5,7

5,0

6,4

18,0

20,3

25,4

28,1

Arabische Golfländer*

32,3

40,3

51,9

63,2

28,5

36,9

40,7

47,0

China**

54,7

63,9

79,9

101,5

5,6

5,9

6,4

15,0

Hong Kong

89,9

90,2

110,9

124,0

26,1

27,5

41,5

63,9

Japan

79,5

81,8

88,3

85,8

122,0

126,8

132,2

144,2

Indien

17,8

27,4

34,8

46,4

6,2

5,5

7,3

10,1

Singapur

90,7

95,6

110,1

122,8

41,1

50,1

60,3

67,3

Südkorea

29,7

30,0

36,8

39,1

9,1

10,9

12,7

11,2

Ozeanien, davon

84,9

91,8

127,3

134,2

23,2

32,8

32,2

38,1

Australien

76,3

81,2

118,9

124,9

21,7

30,2

29,5

34,3

Neuseeland

5,6

7,7

6,8

7,4

1,0

1,4

1,6

1,6

Offshore-Finanzzentren3

578,8

659,6

730,5

650,7

558,0

642,1

725,4

746,7

* beinhaltet Bahrain, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Jemen

** ohne Hong Kong

: Daten nicht verfügbar

Die Summe der Kontinente entspricht nicht immer dem Extra-EU Gesamtwert, auf Grund von nicht zugewiesenen Beständen.

Offshore-Finanzzentren setzten sich aus Ländern zusammen, die in den Aggregaten der Kontinente miteingeschlossen sind (siehe Fußnote 3).

  • Bestände ausländischer Direktinvestitionen (DI) geben den Wert der Investitionen am Ende der Referenzperiode an. DI sind internationale Investitionen, die ein in einem Wirtschaftsgebiet ansässiger Investor tätigt, um eine langfristige Beteiligung an einem in einem anderen Wirtschaftsgebiet ansässigen Unternehmen zu erwerben. Langfristige Beteiligung bedeutet, dass eine dauerhafte Beziehung zwischen dem Direktinvestor und dem Unternehmen besteht und dass der Investor einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des Unternehmens ausübt. Nach der offiziellen Definition ist ein Unternehmen Gegenstand einer Direktinvestition, wenn ein Direktinvestor mindestens 10% der Stammaktien oder Stimmrechte (im Fall eines Unternehmens mit eigener Rechtspersönlichkeit) bzw. einen vergleichbaren Anteil (im Fall eines Unternehmens ohne eigene Rechtspersönlichkeit) besitzt.

  • Die veröffentlichten Daten sind die jüngsten, von den EU Mitgliedstaaten übermittelten jährlichen DI-Daten. Daten für das EU-Aggregat enthalten vertrauliche Daten, Schätzungen für fehlende Daten der Mitgliedstaaten und Daten für Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities (SPE)), die von Eurostat und der EZB für die Mitgliedstaaten, die DI von SPE nicht in ihren nationalen Daten berücksichtigen, zusätzlich erhoben werden. Auf diese Weise werden die Beachtung internationaler Normen und die Vollständigkeit der EU-Gesamtwerte gewährleistet. Diese Vorgehensweise erklärt auch, warum die Summe der Bestände der Mitgliedstaaten vom EU-Aggregat abweicht. Bei SPE handelt es sich in erster Linie um ausländische Finanzholdings, die hauptsächlich grenzüberschreitende Finanztransaktionen tätigen und im Inland gar nicht oder nicht nennenswert tätig sind.

  • Die "Offshore-Finanzzentren" sind ein Gesamtwert, der für die Zahlungsbilanzdaten von Eurostat herangezogen wird, und der bis einschließlich 2010 38 Länder und 2011 40 Länder umfasst. So umfasst der Gesamtwert beispielsweise europäische Finanzzentren, wie Liechtenstein, Guernsey, Jersey, die Insel Man, Andorra und Gibraltar sowie mittelamerikanische Finanzzentren, wie Panama und die karibischen Inseln wie Bermuda, die Bahamas, die Kaimaninseln und die Jungferninseln, sowie asiatische Finanzzentren, wie Bahrain, Hong Kong, Singapur und die Philippinen.

Herausgeber: Eurostat Pressestelle:

Louise CORSELLI-NORDBLAD

Tel: +352-4301-33 444

eurostat-pressoffice@ec.europa.eu

Eurostat-Pressemitteilungen im Internet:

http://ec.europa.eu/eurostat

Weitere Auskünfte zu den Daten erteilen:

Luis DE LA FUENTE

Tel: +352-4301-35 583

luis.de-la-fuente-layos@ec.europa.eu

Radoslav ISTATKOV

Tel: +352-4301-30 101

radoslav.istatkov@ec.europa.eu

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