

DG TAXUD
STAT/11/100
1. Juli 2011
Steuerentwicklungen in der Europäischen Union
Durch die Rezession fielen die Steuereinnahmen der EU27 auf 38,4% des BIP im Jahr 2009
Seit 2008 erhöhte die Hälfte der Mitgliedstaaten den Mehrwertsteuersatz
Die Abgabenquote im Verhältnis zum BIP1 verringerte sich im Jahr 2009 in der EU272 auf 38,4%, gegenüber 39,3% im Jahr 2008. Die Daten weisen darauf hin, dass diese Abnahme hauptsächlich auf den Rückgang des BIP von 2008 auf 2009 in Höhe von 4,3% statt auf Steuersenkungen zurückzuführen ist. Seit Beginn des Jahrzehnts sank die EU27 Abgabenquote um 2,1 Punkte.
Die Abgabenquote im Euroraum2 (ER17) fiel auf 39,1% im Jahr 2009, gegenüber 39,7% im Jahr 2008. Seit 2000 entwickeln sich die Abgaben im Euroraum ähnlich wie in der EU27, allerdings auf einem etwas höheren Niveau.
Im Vergleich mit der übrigen Welt bleibt die Abgabenquote der EU27 nach wie vor hoch und liegt mehr als ein Drittel über dem Niveau in den USA und Japan. Die Abgabenbelastung variierte jedoch stark zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten und reichte im Jahr 2009 von unter 30% in Lettland (26,6%), Rumänien (27,0%), Irland (28,2%), der Slowakei (28,8%), Bulgarien (28,9%) und Litauen (29,3%) bis mehr als 45% in Dänemark (48,1%) und Schweden (46,9%).
Zwischen 2000 und 2009 wurden die größten Rückgänge der Abgabenquote im Verhältnis zum BIP in der Slowakei (von 34,1% im Jahr 2000 auf 28,8% im Jahr 2009), Schweden (von 51,5% auf 46,9%), Griechenland (von 34,6% auf 30,3%) und Finnland (von 47,2% auf 43,1%) verzeichnet und die höchsten Anstiege in Malta (von 28,2% auf 34,2%), Zypern (von 30,0% auf 35,1%) und Estland (von 31,0% auf 35,9%).
Diese Informationen stammen aus der Veröffentlichung Taxation trends in the European Union3, Ausgabe 2011, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union und der Generaldirektion Steuern und Zollunion der Kommission herausgegeben wird. Diese Veröffentlichung beinhaltet harmonisierte Steuerindikatoren auf der Grundlage des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG 95), die einen genauen Vergleich der Steuersysteme und Steuerpolitiken zwischen den Mitgliedstaaten ermöglichen.
Die diesjährige Ausgabe des Berichts enthält erstmalig Daten zu durchschnittlichen effektiven Steuersätzen für nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften. Weiterhin enthält der Bericht eine ausführliche Analyse des Einflusses der Wirtschafts- und Finanzkrise auf die Steuersysteme aller EU Mitgliedstaaten.
Normalsatz der Mehrwertsteuer stieg um 1,3 Punkte seit Beginn der Wirtschaftskrise
Ein Bereich auf den der Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise einen deutlichen Einfluss hatte waren Konsumsteuern. Nachdem diese von 2000 bis 2008 nur leicht angestiegen sind, erhöhte sich der Normalsteuersatz der MwSt.4 zwischen 2008 und 2011 in der EU27 stark. Im Jahr 2008 betrug er 19,4% und erreichte 20,7% im Jahr 2011. Im Jahr 2011 variierte der Normalsteuersatz der MwSt. von 15,0% in Zypern und Luxemburg bis 25,0% in Dänemark, Ungarn und Schweden.
Ungefähr die Hälfte der Mitgliedstaaten erhöhten ihre Mehrwertsteuersätze zwischen 2008 und 2011. Die größten Anstiege verzeichneten Ungarn (von 20,0% auf 25,0%), Rumänien (von 19,0% auf 24,0%), Griechenland (von 19,0% auf 23,0%) und Lettland (von 18,0% auf 22,0%).
Normalsatz der Mehrwehrtsteuer, %
* Der Mehrwertsteuersatz im Jahr 2011 bezieht sich auf Raten für Mai 2011
** Arithmetisches Mittel
Höchster Spitzeneinkommensteuersatz in Schweden, Belgien und den Niederlanden
Der Spitzensatz der Einkommensteuer5 in der EU27 verringerte sich im Jahr 2011, hauptsächlich bedingt durch eine Abnahme um 20 Prozentpunkte in Ungarn. Die höchsten Spitzensteuersätze auf Einkommen im Jahr 2011 werden in Schweden (56,4%), Belgien (53,7%), den Niederlanden (52,0%), Dänemark (51,5%), Österreich and dem Vereinigten Königreich (je 50,0%) verzeichnet und die niedrigsten in Bulgarien (10,0%), der Tschechischen Republik und Litauen (je 15,0%), Rumänien (16,0%) und der Slowakei (19,0%).
Die Steuersätze auf Körperschaften in der EU27 setzten im Jahr 2011 ihren abnehmenden Trend fort. Die höchsten Regelsteuersätze6 auf Körperschaften im Jahr 2011 werden in Malta (35,0%), Frankreich (34,4%) und Belgien (34,0%) verzeichnet und die niedrigsten in Bulgarien und Zypern (je 10,0%) und Irland (12,5%).
Spitzensatz für die Einkommen- und Körperschaftsteuer, in %
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EU27* | 44,7 | 37,6 | 37,1 | -7,6 | 31,9 | 23,3 | 23,2 | -8,7 | ||||||||||||||||
ER17* | 47,1 | 41,4 | 41,8 | -5,3 | 34,4 | 25,6 | 25,5 | -8,9 | ||||||||||||||||
Belgien | 60,6 | 53,7 | 53,7 | -6,9 | 40,2 | 34,0 | 34,0 | -6,2 | ||||||||||||||||
Bulgarien | 40,0 | 10,0 | 10,0 | -30,0 | 32,5 | 10,0 | 10,0 | -22,5 | ||||||||||||||||
Tsch. Republik | 32,0 | 15,0 | 15,0 | -17,0 | 31,0 | 19,0 | 19,0 | -12,0 | ||||||||||||||||
Dänemark | 59,7 | 51,5 | 51,5 | -8,2 | 32,0 | 25,0 | 25,0 | -7,0 | ||||||||||||||||
Deutschland | 53,8 | 47,5 | 47,5 | -6,3 | 51,6 | 29,8 | 29,8 | -21,8 | ||||||||||||||||
Estland | 26,0 | 21,0 | 21,0 | -5,0 | 26,0 | 21,0 | 21,0 | -5,0 | ||||||||||||||||
Irland | 44,0 | 41,0 | 41,0 | -3,0 | 24,0 | 12,5 | 12,5 | -11,5 | ||||||||||||||||
Griechenland | 45,0 | 45,0 | 45,0 | 0,0 | 40,0 | 24,0 | 23,0 | -17,0 | ||||||||||||||||
Spanien | 48,0 | 43,0 | 45,0 | -3,0 | 35,0 | 30,0 | 30,0 | -5,0 | ||||||||||||||||
Frankreich | 59,0 | 45,8 | 46,7 | -12,3 | 37,8 | 34,4 | 34,4 | -3,4 | ||||||||||||||||
Italien | 45,9 | 45,2 | 45,6 | -0,3 | 41,3 | 31,4 | 31,4 | -9,9 | ||||||||||||||||
Zypern | 40,0 | 30,0 | 30,0 | -10,0 | 29,0 | 10,0 | 10,0 | -19,0 | ||||||||||||||||
Lettland | 25,0 | 26,0 | 25,0 | 0,0 | 25,0 | 15,0 | 15,0 | -10,0 | ||||||||||||||||
Litauen | 33,0 | 15,0 | 15,0 | -18,0 | 24,0 | 15,0 | 15,0 | -9,0 | ||||||||||||||||
Luxemburg | 47,2 | 39,0 | 42,1 | -5,0 | 37,5 | 28,6 | 28,8 | -8,7 | ||||||||||||||||
Ungarn | 44,0 | 40,6 | 20,3 | -23,7 | 19,6 | 20,6 | 20,6 | 1,0 | ||||||||||||||||
Malta | 35,0 | 35,0 | 35,0 | 0,0 | 35,0 | 35,0 | 35,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
Niederlande | 60,0 | 52,0 | 52,0 | -8,0 | 35,0 | 25,5 | 25,0 | -10,0 | ||||||||||||||||
Österreich | 50,0 | 50,0 | 50,0 | 0,0 | 34,0 | 25,0 | 25,0 | -9,0 | ||||||||||||||||
Polen | 40,0 | 32,0 | 32,0 | -8,0 | 30,0 | 19,0 | 19,0 | -11,0 | ||||||||||||||||
Portugal | 40,0 | 45,9 | 46,5 | 6,5 | 35,2 | 29,0 | 29,0 | -6,2 | ||||||||||||||||
Rumänien | 40,0 | 16,0 | 16,0 | -24,0 | 25,0 | 16,0 | 16,0 | -9,0 | ||||||||||||||||
Slowenien | 50,0 | 41,0 | 41,0 | -9,0 | 25,0 | 20,0 | 20,0 | -5,0 | ||||||||||||||||
Slowakei | 42,0 | 19,0 | 19,0 | -23,0 | 29,0 | 19,0 | 19,0 | -10,0 | ||||||||||||||||
Finnland | 54,0 | 49,0 | 49,2 | -4,8 | 29,0 | 26,0 | 26,0 | -3,0 | ||||||||||||||||
Schweden | 51,5 | 56,4 | 56,4 | 4,9 | 28,0 | 26,3 | 26,3 | -1,7 | ||||||||||||||||
Ver. Königreich | 40,0 | 50,0 | 50,0 | 10,0 | 30,0 | 28,0 | 27,0 | -3,0 | ||||||||||||||||
Norwegen | 47,5 | 40,0 | 40,0 | -7,5 | 28,0 | 28,0 | 28,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
Island | : | 46,1 | 46,1 | : | 30,0 | 18,0 | 20,0 | -10,0 | ||||||||||||||||
* Arithmetisches Mittel
: Daten nicht verfügbar
Höchster impliziter Steuersatz auf Arbeit in Italien, auf Konsum und Kapital in Dänemark
Die größte Quelle des Steueraufkommens in der EU27 sind Steuern auf Arbeit, die fast die Hälfte des gesamten Steueraufkommens ausmachen, gefolgt von Konsumsteuern mit rund einem Drittel und Kapitalsteuern mit knapp weniger als einem Fünftel.
Der durchschnittliche implizite Steuersatz7 auf Arbeit, der ein Maß für die steuerliche Belastung der Arbeit ist, verringerte sich in der EU27 auf 32,9% der Steuerbemessungsgrundlage im Jahr 2009, gegenüber 33,8% in 2008, und setzte den Rückgang von 35,7% im Jahr 2000 fort. In den Mitliedstaaten reichte der implizite Steuersatz auf Arbeit im Jahr 2009 von 20,2% in Malta, 23,1% in Portugal, 24,3% in Rumänien und 25,1% im Vereinigten Königreich bis 42,6% in Italien, 41,5% in Belgien, 41,1% in Frankreich und 41,0% in Ungarn.
Der durchschnittliche implizite Steuersatz auf Konsum in der EU27, der zwischen 2001 und 2007 anstieg, fiel von 21,4% im Jahr 2008 auf 20,9% im Jahr 2009. Im Jahr 2009 war der implizite Steuersatz auf Konsum in Spanien (12,3%), Griechenland (14,0%), Portugal (16,2%) und Italien (16,3%) am niedrigsten und in Dänemark (31,5%), Ungarn (28,2%), Estland und Schweden (je 27,6%) am höchsten.
In der EU27 lag der durchschnittliche implizite Steuersatz auf Kapital für die Mitgliedstaaten, für die Daten verfügbar sind, im Jahr 2009 bei 24,7%, gegenüber 25,2% im Jahr 2008. Die niedrigsten impliziten Steuersätze auf Kapital wurden in Lettland (10,3%), Litauen (10,9%) und Estland (14,0%) verzeichnet und die höchsten in Dänemark (43,8%), Italien (39,1%) und dem Vereinigten Königreich (38,9%).
Steuereinnahmen and implizite Steuersätze nach Art der Wirtschaftstätigkeit
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EU27** | 40,5 | 39,3 | 38,4 | 35,7 | 33,8 | 32,9 | 20,8 | 21,4 | 20,9 | 25,0 | 25,3 | 24,6 | ||||||||||||||||||||||||||||||
ER17** | 41,1 | 39,7 | 39,1 | 34,5 | 34,0 | 33,5 | 20,4 | 20,7 | 20,4 | 25,1 | 25,2 | 24,7 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Belgien | 45,2 | 44,4 | 43,5 | 43,6 | 42,5 | 41,5 | 21,8 | 21,2 | 20,9 | 29,6 | 32,6 | 30,9 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Bulgarien | 31,5 | 32,3 | 28,9 | 38,1 | 27,4 | 25,5 | 18,5 | 24,9 | 21,4 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Tsch. Republik | 33,8 | 35,5 | 34,5 | 40,7 | 39,2 | 36,4 | 19,4 | 21,1 | 21,6 | 20,9 | 19,8 | 19,3 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Dänemark | 49,4 | 48,1 | 48,1 | 41,0 | 36,2 | 35,0 | 33,4 | 32,6 | 31,5 | 36,0 | 43,4 | 43,8 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Deutschland | 41,9 | 39,4 | 39,7 | 40,7 | 39,2 | 38,8 | 18,9 | 19,7 | 19,8 | 28,4 | 23,0 | 22,1 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Estland | 31,0 | 32,1 | 35,9 | 37,8 | 33,7 | 35,0 | 19,5 | 21,1 | 27,6 | 6,0 | 10,5 | 14,0 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Irland | 31,5 | 29,7 | 28,2 | 28,5 | 25,3 | 25,5 | 25,5 | 23,3 | 21,6 | : | 16,3 | 14,9 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Griechenland | 34,6 | 31,7 | 30,3 | 34,5 | 32,2 | 29,7 | 16,5 | 14,8 | 14,0 | 19,9 | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Spanien | 33,9 | 33,2 | 30,4 | 30,5 | 33,1 | 31,8 | 15,7 | 14,1 | 12,3 | 29,9 | 31,7 | 27,2 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Frankreich | 44,1 | 42,9 | 41,6 | 42,0 | 41,5 | 41,1 | 20,9 | 19,1 | 18,5 | 38,4 | 38,1 | 35,6 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Italien | 41,8 | 42,9 | 43,1 | 42,2 | 43,0 | 42,6 | 17,9 | 16,5 | 16,3 | 29,5 | 35,6 | 39,1 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Zypern | 30,0 | 39,1 | 35,1 | 21,5 | 24,7 | 26,1 | 12,7 | 20,8 | 17,9 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Lettland | 29,5 | 29,1 | 26,6 | 36,6 | 28,5 | 28,7 | 18,7 | 17,4 | 16,9 | 11,2 | 17,0 | 10,3 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Litauen | 30,1 | 30,2 | 29,3 | 41,2 | 32,7 | 33,1 | 17,9 | 17,6 | 16,5 | 7,2 | 12,7 | 10,9 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Luxemburg | 39,1 | 35,3 | 37,1 | 29,9 | 31,7 | 31,7 | 23,0 | 27,3 | 27,3 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Ungarn | 39,0 | 40,0 | 39,5 | 41,4 | 42,1 | 41,0 | 27,5 | 26,6 | 28,2 | 17,1 | 18,6 | 18,8 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Malta | 28,2 | 33,9 | 34,2 | 20,6 | 19,6 | 20,2 | 15,9 | 19,3 | 19,5 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Niederlande | 39,9 | 39,1 | 38,2 | 34,5 | 36,2 | 35,5 | 23,8 | 26,9 | 26,2 | 20,7 | 16,6 | 15,4 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Österreich | 43,2 | 42,6 | 42,7 | 40,1 | 41,3 | 40,3 | 22,1 | 21,6 | 21,7 | 27,7 | 26,5 | 27,0 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Polen | 32,6 | 34,3 | 31,8 | 33,5 | 32,6 | 30,7 | 17,8 | 21,1 | 19,0 | 20,5 | 22,8 | 20,5 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Portugal | 31,1 | 32,8 | 31,0 | 22,3 | 23,3 | 23,1 | 18,2 | 18,0 | 16,2 | 31,3 | 37,5 | 33,8 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Rumänien | 30,2 | 28,0 | 27,0 | 33,5 | 27,3 | 24,3 | 17,0 | 17,7 | 16,9 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
Slowenien | 37,5 | 37,2 | 37,6 | 37,7 | 35,9 | 34,9 | 23,5 | 23,9 | 24,2 | 15,7 | 21,7 | 21,0 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Slowakei | 34,1 | 29,2 | 28,8 | 36,3 | 33,1 | 31,2 | 21,7 | 18,7 | 17,3 | 22,9 | 16,9 | 17,1 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Finnland | 47,2 | 43,1 | 43,1 | 44,0 | 41,4 | 40,4 | 28,5 | 26,0 | 25,7 | 36,4 | 28,0 | 29,9 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Schweden | 51,5 | 46,5 | 46,9 | 46,8 | 41,2 | 39,4 | 26,3 | 27,8 | 27,6 | 42,8 | 26,2 | 33,5 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Ver. Königreich | 36,7 | 37,5 | 34,9 | 25,6 | 26,4 | 25,1 | 18,9 | 17,5 | 16,8 | 44,0 | 44,7 | 38,9 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Norwegen | 42,6 | 43,0 | 41,4 | 38,3 | 37,1 | 37,6 | 31,2 | 29,4 | 28,9 | 41,1 | 43,6 | 37,8 | ||||||||||||||||||||||||||||||
Island | 37,1 | 36,7 | 33,7 | : | : | : | 27,1 | 26,2 | 24,3 | : | : | : | ||||||||||||||||||||||||||||||
* Implizite Steuersätze (ITR) drücken die Gesamtsteuereinnahmen in den einzelnen Bereichen als Prozentsatz der möglichen Steuer- bemessungsgrundlage aus (siehe Fußnote 7).
** Die Gesamtabgabenquoten von EU27 und ER17 werden auf der Grundlage eines nach BIP-gewichtetem Durchschnitt berechnet. Für die ITR werden die Aggregate als arithmetische Mittel der Mitgliedstaaten berechnet und für fehlende Daten bereinigt. Für ITR auf Kapital beinhaltet das EU Aggregat nicht Bulgarien und Rumänien.
: Daten nicht verfügbar
Die Abgabenquote, also das Verhältnis „Steuern zu BIP“, misst die Gesamtabgabenbelastung als Gesamtbetrag der Steuern und tatsächlichen Pflichtsozialbeiträge in Prozent des BIP. Diese Definition unterscheidet sich geringfügig von der Definition in Statistik kurz gefasst 26/2011, "Tax revenue in the EU", in der die freiwilligen und die unterstellten Sozialbeiträge miteinbezogen wurden.
EU27: Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, die Slowakei, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich .
Euroraum (ER17): Belgien, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, die Slowakei und Finnland.
"Taxation trends in the European Union", nur in englischer Sprache verfügbar, und die Pressemitteilung basieren auf Daten vom 1. Februar 2011. Die Veröffentlichung kann bei zugelassenen Verkaufsstellen erworben oder kostenlos im PDF-Format von der Eurostat-Webseite oder den Webseiten der GD TAXUD heruntergeladen werden:
Die Mehrwertsteuer bzw. MwSt. ist eine allgemeine, breit angelegte Verbrauchssteuer, die auf den Wert von Gütern und Dienstleistungen veranschlagt wird. Der Normalsatz der MwSt. ist der Satz, der auf die meisten Güter und Dienstleitungen veranschlagt wird, wobei die Mitgliedsstaaten ein oder zwei reduzierte MwSt-Sätze auf Güter und Dienstleistungen veranschlagen können, welche in einer begrenzten Liste aufgeführt sind.
Der Spitzensatz der Einkommensteuer ist der Steuersatz für die höchste Einkommensteuerklasse einschließlich allgemeiner Zusatzabgaben.
Der bereinigte höchste Regelsatz der Körperschaftsteuer setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer sowie gegebenenfalls aus Zusatzabgaben, lokalen Steuern und weiteren Abgaben auf Steuerbemessungsgrundlagen, die der Körperschaftsteuer ähneln, aber häufig nicht mit ihr identisch sind.
Implizite Steuersätze (ITR) messen die tatsächliche durchschnittliche Abgabenbelastung der verschiedenen Arten von Einkommen oder wirtschaftlicher Aktivität, d. h. von Arbeit, Konsum und Kapital. Die ITR drücken die Gesamtsteuereinnahmen in den einzelnen Bereichen als Prozentsatz der jeweiligen möglichen Steuer-bemessungsgrundlage aus.
Der ITR auf Arbeit ist das Verhältnis zwischen den auf das Arbeitnehmereinkommen erhobenen Steuern und Sozialabgaben und den Arbeitskosten. Der Zähler umfasst alle auf Einkommen aus unselbständiger Arbeit erhobenen direkten und indirekten Steuern und die Sozialbeiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, während sich der Nenner aus den gesamten Entgelten der im Wirtschaftsgebiet beschäftigten Arbeitnehmer zuzüglich Steuern auf die Lohnsumme oder die Beschäftigtenzahl zusammensetzt. Er wird nur für unselbständige Arbeit berechnet (und enthält somit nicht die Abgabenbelastung auf soziale Transferleistungen, einschließlich Renten). Hinter dem Durchschnittswert verbirgt sich möglicherweise eine in den einzelnen Teilen der Einkommensverteilung sehr unterschiedliche Abgabenbelastung.
Der ITR auf Konsum ist das Verhältnis der Einnahmen aus Konsumsteuern zu den Konsumausgaben der privaten Haushalte im Wirtschaftsgebiet.
Der ITR auf Kapital umfasst im Zähler die Steuern auf die Einkünfte der privaten Haushalte und Kapitalgesellschaften aus Ersparnissen und Investitionen sowie die Steuern auf in früheren Perioden gebildetem Kapitalvermögen. Der Nenner des ITR auf Kapital ist ein Näherungswert für die weltweiten Kapital- und Geschäftseinkünfte der Gebietsansässigen der Mitgliedstaaten für die Zwecke der Besteuerung im jeweiligen Mitgliedstaat. Die Entwicklungen dieses ITR auf Kapital sind das Ergebnis eines weiten Spektrums von Faktoren und sollten mit Vorsicht interpretiert werden.
Alle ITR für die EU und die Eurozone werden als arithmetische Mittel berechnet.
Herausgeber: Eurostat-Pressestelle Louise CORSELLI-NORDBLAD Tel: +352-4301-33 444 | Weitere Auskünfte erteilen: Laura WAHRIG Tel: +352-4301-37 687 Marco FANTINI Tel: +32-2-296-94 27 |
Eurostat Pressemitteilungen im Internet: http://ec.europa.eu/eurostat
Pressemitteilungen zu Steuerfragen im Internet: http://ec.europa.eu/taxation_customs/taxation/index_en.htm