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Blaue Innovation: Beseitigung der Engpässe für nachhaltige Investitionen in unsere Meere

European Commission - SPEECH/14/362   08/05/2014

Other available languages: EN FR

Europäische Kommission

[Es gilt das gesprochene Wort]

Maria Damanaki

EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei

Blaue Innovation: Beseitigung der Engpässe für nachhaltige Investitionen in unsere Meere

Pressekonferenz zur blauen Innovation

Brüssel, den 8. Mai 2014

Guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich freue mich, dass ich Sie heute an diesem Ort mit meiner Kollegin, Frau Geoghegan-Quinn, darüber informieren kann, wie wir die maritime Wirtschaft Europas durch Innovation voranbringen wollen.

Wenn unsere Meere künftig zu einem Motor für Beschäftigung und Wohlstand werden sollen, müssen wir heute die Voraussetzungen dafür schaffen. Dieses Papier beschreibt, wie wir dies bewerkstelligen können.

Würden Sie in ein Grundstück investieren, von dessen Umgebung es keine Karte gibt und von dem Sie nicht wüssten, was sich darauf befindet? Nein, niemand würde das tun.

Aus demselben Grund ist es sehr schwierig, in unsere Meere zu investieren - und sie nachhaltig zu bewirtschaften – wenn wir weniger über den Meeresgrund des Mittelmeers wissen als über die Oberfläche des Mondes.

Deshalb möchte ich, dass wir insbesondere in drei Bereichen tätig werden: Sammlung von Meeresdaten, engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und Qualifizierung.

1) Meeresdaten

Das Erste, was wir tun müssen, um die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen, ist die Sammlung von Meeresdaten. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine Karte des europäischen Meeresbodens zu erstellen.

Durch die Kartierung unserer Meeresböden erhalten sowohl Privatunternehmen als auch Behörden die Informationen, die sie benötigen, um die Kosten für Erkundungen zu senken und um Investitionen effizienter planen zu können. Nach unseren Erwartungen ließe sich durch eine solche Karte ein wirtschaftlicher Nutzen von mindestens einer Milliarde EUR jährlich erzielen.

2) Bessere Zusammenarbeit

Das zweite Problem besteht darin, dass die Meeresforschung in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten häufig nicht miteinander vernetzt ist. Und wir müssen Brücken bauen zwischen den Forschungsergebnissen einerseits und potentiellen Investoren andererseits, damit die Innovation vom Labor auf den Markt gelangen kann.

3) Qualifizierung

Drittens brauchen wir ein erstklassiges Arbeitskräfteangebot. Ob für Unterwassertechnologie, moderne Windturbinen oder den Einsatz von Algen in Kosmetika – wir brauchen gut ausgebildete Ingenieure, Biologen und Schweißer. Deshalb haben wir das Erasmus-Programm der EU auf länderübergreifende Partnerschaften in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Jugendeinrichtungen ausgedehnt.

Um mich kurz zu fassen:

…Wir wollen alle Hürden aus dem Weg räumen, die Unternehmen von Investitionen in die blaue Wirtschaft abhalten – einschließlich der Hindernisse wie Unvorhersehbarkeit, Wissenslücken oder Qualifizierungsdefizite.

…Aber es versteht sich von selbst, dass dieser Rahmen gleichzeitig die Meere vor Schäden bewahren sollte, die Menschen verursachen.

Mir sind durchaus die Gefahren bewusst, die ein ungehemmter „Goldrausch“ bei der Suche nach Reichtümern im Meer mit sich bringen kann. Deshalb möchte ich eines klarstellen: Jegliches Wachstum, das nicht zu 100 % nachhaltig ist, wäre zu diesem Zeitpunkt vollkommen unverantwortlich.

Ich habe mich in den vergangenen vier Jahren für nachhaltige Fischerei in Europa eingesetzt. Ich werde jetzt nicht zulassen, dass in der maritimen Wirtschaft Kompromisse auf Kosten der Umwelt gemacht werden. Genau darum geht es beim heutigen Aktionsplan: die bessere Koordinierung zwischen den EU-Ländern mit einer gemeinsamen Datenbank, damit wir unsere Tätigkeit überwachen können und wissen, welche Folgen unser Handeln für die Umwelt hat.

Und jetzt bitte ich Màire, die Forschungsaspekte des Plans zu erläutern. Ich danke Ihnen.


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