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EUROPÄISCHE KOMMISSION

José Manuel Durão Barroso

Präsident der Europäischen Kommission

Statement von Kommissionspräsident Barroso anlässlich des Friedensnobelpreises für die Europäische Union

Pressebegegnung/Brüssel

12. Oktober 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich muss gestehen, als ich heute Morgen aufwachte, habe ich nicht erwartet, dass es ein solch guter Tag würde.

Ich war sehr bewegt als ich die Neuigkeit hörte, dass der Friedensnobelpreis der Europäischen Union zuerkannt worden ist. Es ist eine große Ehre für die Europäische Union, den Friedensnobelpreis 2012 vom Nobelpreiskomitee zuerkannt zu bekommen.

Es ist eine große Ehre für alle 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger Europas, für alle Mitgliedsstaaten und all Europäischen Institutionen diesen Friedensnobelpreis entgegenzunehmen.

Mit diesem Preis wird zu Recht ein einzigartiges Vorhaben gewürdigt, das sich in den Dienst der Bürger und der ganzen Welt stellt.

Wir sollten stets daran denken, wie die Europäische Union entstanden ist – aus dem Willen, Nationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg am Boden lagen, zusammenzubringen und in einem Friedensprojekt zu einen, das auf supranationalen, das europäische Gemeinwohl artikulierenden Institutionen gründet.

So hat seinerzeit die Europäische Gemeinschaft durch den Eisernen Vorhang getrennte Länder auf dem Fundament so essentieller Werte wie Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Recht, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte vereint.

Dank ihrer transformativen Kraft konnte die Europäische Union ausgehend von sechs Ländern fast den gesamten europäischen Kontinent vereinen. Freiheit, Demokratie, Recht, Rechtsstaatlichkeit und Achtung der Menschenrechte sind Werte, nach denen alle Menschen streben. Und dies sind auch die Werte, die die Europäische Union verteidigt, denn sie will, dass die Welt ein besserer Ort wird. Wir sind stolz darauf, dass die Europäische Union weltweit den größten Beitrag an Entwicklungshilfe und humanitärer Hilfe leistet und an vorderster Front der globalen Anstrengungen zum Schutz unseres Planeten vor dem Klimawandel und zur Förderung globaler öffentlicher Güter steht.

Dass die Europäische Union in diesem Jahr den Friedensnobelpreis erhält, zeigt, dass sie überall in der Welt auch in diesen schwierigen Zeiten Länder und Menschen inspirieren kann und zeigt auch, wie sehr die internationale Gemeinschaft einer starken Europäischen Union bedarf.

Die bedeutende Botschaft, die das Friedensnobelpreis-Komitee und die internationale Gemeinschaft Europa hiermit überbringen, ist, dass die Europäische Union ein sehr kostbares Gut ist, das wir schätzen sollten und mit dem wir zum Wohl der Europäer und zum Wohl der ganzen Welt sorgsam umzugehen haben.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.


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