Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR

SPEECH/03/547

Dr. Franz FISCHLER

Mitglied der Europäischen Kommission zuständig für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischerei

Abschlusspressekonferenz

Europäische Konferenz über ländliche Entwicklung

Salzburg, 13. November 2003

Meine Damen und Herren:

Zuerst möchte ich auch die Minister und die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen ganz herzlich begrüssen.

Bevor ich Herrn Daul das Wort gebe, lassen Sie mich einige zusammenfassende Bemerkungen zu dieser Konferenz machen.

Ich will es kurz machen, denn meine Rede im Plenum und den Text der Salzburg-Schlussfolgerungen haben Sie ja schon.

Ich glaube, man kann guten Gewissens sagen, dass diese Konferenz ein Erfolg war. Die Zahl de Teilnehmer war hoch, die Arbeit intensiv, die Diskussionen lebendig, die Stimmung positiv und, am allerwichtigsten:

Es ist uns hier in Salzburg gelungen, ein sehr deutliches Signal zu senden, wie wir uns eine moderne, effiziente und nachhaltige ländliche Entwicklungspolitik vorstellen, so wie ich mir das am Anfang dieser Konferenz gewünscht habe.

Die Salzburg-Konferenz sendet einige sehr deutliche Botschaften:

Ländliche Entwicklung ist kein agrarischer Schrebergarten für Akademiker. Ländliche Entwicklung geht alle an, die Bauern, die Landbevölkerung und die Städter. Ohne ein lebendiges Land hat die Landwirtschaft keine Zukunft, und ohne die Bauern haben die ländliche Räume keine.

Deswegen waren wir uns hier in Salzburg auch einig, dass es nicht genügt, ländliche Entwicklung ALLEIN auf die Landwirtschaft abzustellen.

Eine sinnvolle ländliche Entwicklungspolitik muss die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft verbessern, insbesondere in den neuen Mitgliedstaaten.

Es ist aber in unseren Diskussionen auch klar geworden, dass wir Diversifizierung, Modernisierung, Investitionen, Jobs über den Agrarsektor hinaus brauchen, wenn wir lebendige und nachhaltige ländliche Gemeinden haben wollen.

Es herrscht auch völlige Einigkeit, dass die Effektivität und die Transparenz der ländlichen Entwicklungspolitik gesteigert werden müssen.

Die ländliche Entwicklungspolitik muss wesentlich einfacher und benutzerfreundlicher werden.

In den Debatten der nächsten Monate wird es darum gehen, wie man das alles in der Praxis umsetzen kann.

Ich persönlich werde mich sehr dafür einsetzen, dass wir in Zukunft einen einzigen „Land-Fonds“ haben, aus dem die gesamte ländliche Entwicklungspolitik auf EU-Ebene finanziert wird.

Eine Programmierung, eine Finanzierung, eine Kontrolle. Das ist das System der Zukunft.

Die Programme müssen das leisten, was die Regionen wollen und brauchen und zwar: „bottom-up“ statt „top-down“. Deswegen müssen in Zukunft die lokalen Akteure, muss die Zivilgesellschaft besser eingebunden werden.

Bitte vergessen Sie nicht: Salzburg ist nicht die Zielflagge, sondern der Startschuss für eine intensive Diskussion, auf regionaler, nationaler und EU-Ebene für den Aufbruch in eine neue Zukunft.

Jetzt geht es darum, „das Erlebnis von Salzburg“ hinauszutragen, Überzeugungsarbeit zu leisten, damit wir in Zukunft eine starke ländliche Entwicklungspolitik haben, die Bauern, Konsumenten und Steuerzahlern gleichermassen nutzt.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website