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          Die Europäische Union  verfolgt nach wie  vor mit Sorge die  Lage
in Tschetschenien. Sie  hat mit Beunruhigung festgestellt,  daß die  Kämpfe
anhalten  und  daß  es  weiterhin  zu  schweren  Menschenrechtsverletzungen
kommt, wie eine Delegation der OSZE an Ort und Stelle festgestellt hat.

          Die  Europäische Union erinnert an  ihre Erklärung vom 23. Januar
1995.  Sie gedenkt, die Vorgänge weiterhin aufmerksam zu verfolgen und sich
bei den russischen Behörden dafür einzusetzen, daß sie

     .    mit  Hilfe des IKRK unverzüglich  eine Waffenruhe aus humanitären
          Gründen vereinbaren;

     .    sich   strikt   an   den  Verhaltenskodex   der   OSZE   und  das
          Zusatzprotokoll Nr. 2 zur Genfer Konvention von 1949 halten;

     .    die erforderlichen Vorkehrungen treffen, um  die freie Durchfahrt
          für   die  Anlieferung   der   Hilfsgüter  für   die  notleidende
          Bevölkerung zu gewährleisten;

     .    die  Eröffnung  eines   Büros  des  UNHCR  an   Ort  und   Stelle
          sicherstellen.

          Die Europäische Union  fordert die Parteien  auf, Gespräche  über
eine dauerhafte Waffenruhe  sowie Verhandlungen über eine politische Lösung
aufzunehmen.

          Die Europäische Union  würdigt die Tätigkeit  des Vertreters  des
Vorsitzes  der OSZE vor Ort und versichert ihn nochmals ihrer Unterstützung
bei den  in diesem  Rahmen unternommenen Bemühungen,  insbesondere was  die
spätere  Entsendung von Delegationen betrifft, die in der Lage sein müssen,
ihren Auftrag  vollständig zu  erfüllen, und  die sich mit  den Fragen  der
Menschenrechte,   der  Wiederherstellung   der  konstitutionellen   Ordnung
entsprechend   den   internationalen   Verpflichtungen   im   Bereich   der
Menschenrechte  und  der   Vorbereitung  freier  und  gerechter  Wahlen  in
Tschetschenien befassen sollen.

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