Navigation path

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission - Factsheet

DiscoverEU: Fragen und Antworten

Brüssel, 6. Juni 2019

Was ist DiscoverEU?

DiscoverEU ist eine EU-Initiative, die 18-Jährigen die Möglichkeit bietet, zu reisen und so die Freizügigkeit in der Europäischen Union zu nutzen, die Vielfalt der europäischen Regionen zu erkunden, ihren kulturellen Reichtum zu erleben und Menschen aus ganz Europa zu treffen. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und Schlüsselkompetenzen wie problemlösendes Denken und Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern.

Warum dürfen nur 18-Jährige an der Initiative teilnehmen?

DiscoverEU ist eine Initiative mit dem Ziel, jungen Menschen im Alter von 18 Jahren die Möglichkeit zu geben, zu reisen und Mobilität zu erfahren. Das Programm richtet sich speziell an 18-Jährige, da dieses Alter den Übergang zum Erwachsensein markiert und mit einem besseren Verständnis Europas in seiner ganzen Vielfalt einhergehen sollte.

Warum bekommen nicht alle 18-Jährigen diese Möglichkeit?

Das Ziel ist, dass so viele junge Menschen wie möglich von DiscoverEU profitieren. Mit dem derzeitigen Budget von 16 Mio. EUR lässt sich dies jedoch nicht für alle 18-Jährigen in Europa ermöglichen.

Nach dem bisher großen Interesse und der überaus positiven Resonanz der Teilnehmer/innen möchte die Kommission DiscoverEU fortsetzen, wobei die Einbeziehung benachteiligter Gruppen sowie die Ausrichtung auf Lerndimensionen, die mit den allgemeinen Zielen des künftigen Erasmus-Programms im Einklang stehen, weiter verstärkt werden sollen. Die Europäische Kommission hat daher vorgeschlagen, im Rahmen des künftigen Erasmus-Programms (2021-2027) 700 Mio. EUR für die Initiative bereitzustellen. Wenn das Europäische Parlament und der Rat dem Vorschlag zustimmen, werden zwischen 2021 und 2027 weitere 1,5 Millionen 18-Jährige auf Reisen gehen können.

Gibt es Länderquoten?

Jedem Mitgliedstaat wird entsprechend dem Bevölkerungsanteil an der Gesamtbevölkerung der Europäischen Union eine bestimmte Zahl von Travel-Pässen zugewiesen. Gibt es für bestimmte Länder weniger Bewerber/innen als zugewiesene Plätze, werden die verbleibenden Travel-Pässe auf die Länder verteilt, in denen die Anzahl der Bewerber/innen die Quote übersteigt.

Wie viele Tage dürfen die Teilnehmer/innen reisen?

Die Teilnehmer/innen können für einen Zeitraum von einem Tag bis zu einem Monat reisen. Sie sollten mindestens einen anderen EU-Mitgliedstaat als ihr Heimatland besuchen. In dieser Runde muss die Reise zwischen dem 1. August 2019 (erstes Abreisedatum) und dem 31. Januar 2020 (letztes Rückkehrdatum) stattfinden.

Welche Verkehrsmittel können benutzt werden?

Die Teilnehmer/innen werden grundsätzlich mit dem Zug unterwegs sein. Um jedoch sicherzustellen, dass möglichst viele junge Menschen teilnehmen können – u. a. junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder aus entlegenen Gebieten –, dürfen, falls aus Gründen der Umweltfreundlichkeit, der Reiseroute oder der Entfernung notwendig, auch andere Verkehrsmittel wie Busse und Fähren sowie in Ausnahmefällen Flugzeuge benutzt werden. Die Tickets gelten für die 2. Klasse.

Reisen die Teilnehmer/innen alleine oder in einer Gruppe von Freunden?

Die Teilnehmer/innen können entweder alleine oder in einer Gruppe von bis zu fünf Personen reisen. Im Falle einer Gruppenreise muss ein(e) Gruppenleiter/in zur Vertretung der Gruppe benannt werden. Diese Gruppenleiter füllen die Bewerbung aus und beantworten die Quizfragen und die Stichfrage. Beim Abschicken der Bewerbung erhalten sie mit der Bestätigungsmail einen Code, den sie zwecks Registrierung der Gruppenmitglieder an diese weiterleiten sollten. Unter diesem Code können sich die übrigen Gruppenmitglieder online registrieren und ihre persönlichen Daten angeben.

Können alle Gruppenmitglieder reisen, wenn die Gruppenbewerbung erfolgreich war?

Ja, eine Gruppenbewerbung wird wie eine Einzelbewerbung behandelt.

Wie werden die Teilnehmer/innen ausgewählt?

Die Auswahl der Teilnehmer/innen erfolgt über ein Online-Bewerbungstool auf dem Europäischen Jugendportal. Zunächst wird überprüft, ob die Bewerber/innen die Zulassungskriterien erfüllen. Dann müssen sie an einem Quiz teilnehmen. In der dritten Bewerbungsrunde mussten sie fünf Multiple-Choice-Fragen zum allgemeinen Wissen über die Europäische Union, zu anderen EU-Jugendinitiativen und zu den Ende Mai stattgefundenen Europawahlen beantworten. Am Ende mussten sie eine zusätzliche Frage beantworten, die sich auf die aktuelle Bewerbungsrunde bezog. Anhand der Antworten auf die Quizfragen und die zusätzliche Frage konnte die Europäische Kommission die Auswahl vornehmen und eine Rangfolge der Bewerber/innen erstellen.

Was ist mit jungen Menschen mit Behinderung und/oder besonderen Bedürfnissen?

Junge Menschen mit besonderen Bedürfnissen (z. B. mit eingeschränkter Mobilität, Sehbehinderung) haben Anspruch auf angemessene zusätzliche Unterstützung. Die Kosten werden von Fall zu Fall nach Maßgabe ihrer Bedürfnisse und auf der Grundlage geeigneter Nachweise gemäß den Rechtsvorschriften ihres Wohnmitgliedstaats berechnet. Kosten für besondere Unterstützung (z. B. Begleitpersonen, Blindenhunde) können daher eventuell übernommen werden. Die Kommission befürwortet generell ausdrücklich Bewerbungen von jungen Menschen mit besonderen Bedürfnissen.

Sollen die ausgewählten Teilnehmer/innen ihre Travel-Pässe selbst buchen?

Nein. Die ausgewählten Teilnehmer/innen dürfen ihre Travel-Pässe nicht selbst buchen, da separat gekaufte Fahrscheine nicht erstattet werden. Die Travel-Pässe für die ausgewählten Teilnehmer/innen werden ausschließlich von einem von der Europäischen Kommission beauftragten externen Auftragnehmer gebucht, gekauft und übermittelt.

Darf ein(e) Verwandte/r oder ein(e) Freund/in mitfahren, auch wenn er/sie älter als 18 Jahre ist?

Ja, auf eigene Kosten. Er/sie muss die Reise selbst buchen und bezahlen.

Ist der Travel-Pass auf andere Personen übertragbar?

Nein. Der Travel-Pass wird auf eine bestimmte Person ausgestellt und ist unter keinen Umständen übertragbar. Der auf dem Travel-Pass vermerkte Name kann nicht geändert werden.

Was passiert, wenn ein(e) Teilnehmer/in die Reise stornieren oder umbuchen muss?

Etwaige Gebühren für Stornierung oder Umbuchung der Reise gehen zulasten der Teilnehmer/innen. Zur Deckung derartiger Ausgaben, egal aus welchen Gründen, sind keine zusätzlichen Mittel vorgesehen.

Werden die Kosten für Reiseversicherung, Unterkunft und Verpflegung oder andere im Zusammenhang mit der Reise anfallende Kosten übernommen?

Nein. Im Travel-Pass ist keine Reiseversicherung inbegriffen. Der Versicherungsschutz liegt in der alleinigen Verantwortung der ausgewählten Teilnehmer/innen. Für Unterkunft, Verpflegung, Aufschläge und andere während der Reise anfallende Kosten müssen die Teilnehmer/innen aufkommen.

Die ausgewählten Teilnehmer/innen sollten für die gesamte Reisedauer eine angemessene Gesundheits- und Reiseversicherung abschließen. Eine Krankengrundversicherung während des Aufenthalts in anderen EU-Ländern ist in der Regel über die Europäische Krankenversicherungskarte gewährleistet, die von der nationalen Krankenversicherung der Teilnehmer/innen ausgestellt wird. Die Deckung der Europäischen Krankenversicherungskarte oder der privaten Krankenversicherung reicht aber möglicherweise nicht immer aus, insbesondere wenn eine Rückführung oder ein besonderer medizinischer Eingriff notwendig ist. In diesen Fällen ist eine zusätzliche private Versicherung empfehlenswert.

Hilft die Europäische Kommission den Teilnehmerinnen/Teilnehmern bei der Buchung von Unterkünften?

Nein. Für die Buchung von Unterkünften sind die ausgewählten Teilnehmer/innen selbst verantwortlich.

Gibt die Europäische Kommission bestimmten Verkehrsunternehmen den Vorzug?

Nein. Der mit der Buchung der Tickets beauftragte Auftragnehmer kann jedes öffentliche Verkehrsmittel, alle Anbieter oder Linien auswählen.

Wie können sich die Teilnehmer/innen auf ihre Reise vorbereiten?

Eine Website auf dem Europäischen Jugendportal bietet praktische Informationen über das Reisen in Europa. Dort können die Teilnehmer/innen nützliche Tipps finden. Während der gesamten Reise sind gültige Reisepapiere mitzuführen. Für sämtliche Aspekte dieser Papiere (z. B. Gültigkeit) ist allein der (die) Teilnehmer/in verantwortlich. Die jungen Menschen sollten bei Reisen in der Europäischen Union einen gültigen Reisepass oder Personalausweis mitführen. Für sämtliche Aspekte dieses Ausweispapiers (Gültigkeit usw.) ist allein der (die) Teilnehmer/in verantwortlich.

Was wird von den Teilnehmerinnen/Teilnehmern erwartet?

Die Europäische Kommission möchte, dass die Teilnehmer/innen über ihre Reise berichten, und ermutigt sie, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen. Daher werden die ausgewählten Teilnehmer/innen zu Botschafterinnen/Botschaftern der Initiative. Sie sollen über ihre Reiseerlebnisse berichten, beispielsweise in sozialen Medien wie Instagram, Facebook und Twitter oder durch Vorträge in ihrer Schule oder ihrer Gemeinde. Die Teilnehmer/innen können sich der für die Initiative eingerichteten Facebook-Gruppe anschließen.

Wie waren die Rückmeldungen der Teilnehmer/innen der ersten Runde?

Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Für viele war es das erste Mal, dass sie ohne Eltern oder andere Erwachsene gereist waren, und die Mehrheit erklärte, unabhängiger geworden zu sein. Sie erklärten ferner, dass die im Rahmen von DiscoverEU gesammelten Erfahrungen auch zu einem besseren Verständnis anderer Kulturen und der europäischen Geschichte sowie zu einer Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse beigetragen hätten. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass sie nicht in der Lage gewesen wären, den Travel-Pass ohne DiscoverEU zu finanzieren.

Wo finde ich weitere Informationen zu den Wettbewerbsregeln?

Die Wettbewerbsregeln sind auf dem Europäischen Jugendportal veröffentlicht.

 

Weitere Informationen

Pressemitteilung

Europäisches Jugendportal

 

MEMO/19/324

Kontakt für die Medien:

Kontakt für die Öffentlichkeit: Europe Direct – telefonisch unter 00 800 67 89 10 11 oder per E-Mail


Side Bar