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Litauen: Vorbereitungen für die Euro-Einführung kommen gut voran, Raum für Verbesserungen beim Verbraucherschutz

European Commission - MEMO/14/499   23/07/2014

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 23. Juli 2014

Litauen: Vorbereitungen für die Euro-Einführung kommen gut voran, Raum für Verbesserungen beim Verbraucherschutz

Die Kommission hat heute einen Bericht über die praktischen Vorbereitungen Litauens für die Umstellung auf den Euro vorgelegt. Im „14. Bericht über die praktischen Vorbereitungen für die künftige Erweiterung des Euro-Raums“ wird bestätigt, dass die Vorbereitungen für Litauens Beitritt zum Euro-Raum am 1. Januar 2015 gut voranschreiten, wenngleich in einigen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht. Die Veröffentlichung des Berichts erfolgt an dem Tag, an dem der EU-Ministerrat grünes Licht für die Einführung des Euro in Litauen gegeben hat. Zuvor hatte bereits das Europäische Parlament am 16. Juli mit überwiegender Mehrheit zugestimmt.

Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts lauten:

  • Die Maßnahmen zur Vermeidung missbräuchlicher Praktiken von Einzelhändlern müssen verstärkt werden. Dies ist eines der zentralen Anliegen der litauischen Bürger.

  • Es ist wichtig, dass sich möglichst viele an der Unterzeichnung des Memorandums für eine gute Geschäftspraxis („Memorandum on Good Business Practice“) beteiligen und sich dadurch verpflichten, die Euro-Einführung nicht als Vorwand für ungerechtfertigte Preiserhöhungen zu nutzen.

  • Gegen Unternehmen, die die Vorgaben für die Preiseauszeichnung und Umrechnung (z. B. die Rundungsregeln) nicht erfüllen oder das Memorandum nicht korrekt umsetzen, sollten spätestens innerhalb von 48 Stunden Maßnahmen ergriffen werden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Euro-Einführung nicht von Spekulanten missbraucht und die Kaufkraft der Litauer nicht geschwächt wird.

  • Die ersten Informationen zur Preisentwicklung nach dem Umstellungstag sollten möglichst frühzeitig im Januar 2015 veröffentlicht werden.

  • Die Menge an Litas-Bargeld im Umlauf könnte vor dem Umstellungstag am 1. Januar 2015 noch weiter reduziert werden.

  • Die Informationskampagnen sollten sich auf die praktischen Aspekte der Euro-Einführung konzentrieren, damit sichergestellt werden kann, dass die doppelte Preisauszeichnung korrekt umgesetzt wird und die Preisfestsetzungen im Sinne des Verbraucherschutzes während der Umstellungsphase genau überwacht werden. In diesem Zusammenhang werden die litauischen Behörden ersucht, die Kommission regelmäßig über die Ergebnisse der Meinungsumfragen zu informieren.

In den kommenden Monaten wird die Kommission die praktischen Vorbereitungen Litauens für die Euro-Einführung sowie Litauens Reaktion auf die in dem heutigen Bericht ausgesprochenen Empfehlungen erneut bewerten. Die Feststellungen der Kommission werden vor Ende des Jahres im 15. Bericht über die praktischen Vorbereitungen für die künftige Erweiterung des Euro-Raums veröffentlicht.

Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/economy_finance/pdf/2014/fourteenth_report_on_the_practical_preparations_en.pdf


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