Navigation path

Left navigation

Additional tools

Fragen und Antworten: „Vernetzte Gemeinschaften“

European Commission - MEMO/14/474   10/07/2014

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL BG RO HR

Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 10. Juli 2014

Fragen und Antworten: „Vernetzte Gemeinschaften“

Was bedeutet „Vernetzte Gemeinschaften“? [Siehe IP/14/819]

Mit ihrer Initiative „Vernetzte Gemeinschaften“ unterstützt die Europäische Kommission Regionen und Städte beim Ausbau ihrer Breitbandnetze. Ziel ist die Erfassung und Unterstützung einer Reihe innovativer Pilotprojekte zum Auf- und Ausbau von schnellen Breitbandnetzen, die als Vorbilder für die gesamte Europäische Union dienen sollen. Im Zuge dieser Initiative werden mögliche europäische Breitbandprojekte erfasst, um möglichst ausgereifte Projektvorschläge zu ermitteln. Diese erhalten dann vorrangig „technische Unterstützung“ im Rahmen der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF), die in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und der Weltbank geleistet wird. Durch die Initiative wird auch eine Gemeinschaft aller Beteiligten entstehen, die sich um die Schließung der Breitband-Versorgungslücke bemühen.

Wer kann Projektpläne für schnelle Breitbandnetze einreichen?

Alle örtlichen, regionalen oder nationalen Stellen oder Organisationen – egal ob öffentlich, halböffentlich oder privat – können ein Breitbankprojekt vorschlagen. Das Breitbandprojekt muss sich in einem oder mehreren EU-Mitgliedstaaten befinden.

Wann ist Einreichungsschluss?

Die erste Phase der Aufforderung läuft bis zum 15. Oktober 2014.

Welche Informationen müssen zu einem Projekt eingereicht werden?

Die Aufforderung enthält einige grundlegende Fragen zu dem Projektvorschlag, dem Projektträger und der daran interessierten örtlichen Gemeinschaft. Außerdem geht es in dem auszufüllenden Fragebogen auch um den derzeitigen Zustand der Infrastruktur und den sozioökonomischen Nutzen, der mit der Anbindung der örtlichen Gemeinschaft angestrebt wird.

Was bedeutet „technische Unterstützung“?

Die technische Unterstützung umfasst ein breites Spektrum von Projektfinanzierungsaspekten: sie kann sich auf die Finanzierungsstruktur, auf technische Aspekte des Projekts (z. B. Netzarchitektur oder Geschäftsmodell) oder auf rechtliche Fragen wie die Prüfung der Rechtmäßigkeit staatlicher Beihilfen beziehen.

Welche Voraussetzungen gelten für die Beantragung technischer Unterstützung um Rahmen der CEF?

Um für die technische Unterstützung im Rahmen der CEF in Frage zu kommen, muss ein Projekt die Förderkriterien in Artikel 6 Absatz 7 der CEF und im Anhang der CEF-Telekommunikationsleitlinien erfüllen. Dazu gehören:

  1. Beitrag zur Erreichung der Ziele der Digitalen Agenda für Europa (d. h. Bereitstellung von schnellen Breitbandanschlüssen mit mindestens 30 Mbit/s);

  2. Versorgung von Gebieten, die sonst von keinem anderen Investor versorgt würden;

  3. Einsatz modernster Technik, die unter Beachtung sozialer und wirtschaftlicher Faktoren am besten geeignet ist, um den Bedarf im betreffenden geografischen Gebiet zu decken;

  4. Anwendung der Technik, die sich für das konkrete Projekt im Hinblick auf Geschwindigkeit, Übertragungssicherheit, Netzstabilität und Kostenwirksamkeit am besten eignet;

  5. Reproduzierbarkeit des Projekts in einem anderen Land oder einer anderen Region.

Werden alle Projekte für die technische Unterstützung ausgewählt?

Nein. Die eingereichten Projekte werden in drei Kategorien eingestuft. Die Ergebnisse werden den Antragstellern bis zum 1. November 2014 mitgeteilt.

Die Projekte werden in folgende drei Kategorien unterteilt:

  1. Reißbrett: Das Projekt ist noch nicht reif genug. Solche Projektvorschläge werden an die Online-Gemeinschaft verwiesen, um ihr Vorhaben dort weiter zu diskutieren, wenn sie dies wünschen.

  2. Interventionslogik: Der Projektvorschlag umfasst die Hauptbeteiligten (Projektträger, Geldgeber) und gibt eine allgemeine Vorstellung über Versorgungsgebiet, Technik und Kosten. Zu diesen Projektvorschlägen werden in einer zweiten Phase weitere Auskünfte und Unterlagen eingeholt. Außerdem werden die Antragsteller in der Online-Gemeinschaft angemeldet, um dort ihr Projekt weiter zu diskutieren.

  3. Geschäftsplan: Ein ausführlicher Geschäftsplan liegt bereits vor und die Hauptbeteiligten stehen fest, einige Aspekte müssen aber noch ausgearbeitet werden oder bedürfen der Klarstellung; ein vorläufiges Budget ist enthalten. Zu diesen Projektvorschlägen werden in einer zweiten Phase weitere Auskünfte und Unterlagen eingeholt. Außerdem werden die Antragsteller in der Online-Gemeinschaft angemeldet, wo sie technische Unterstützung erhalten können.

Nach dem Abschluss der ersten Phase beginnt eine zweite Phase, in der die in der ersten Phase eingereichten Informationen präzisiert und ergänzt werden. Die zweite Phase endet am 31. Dezember 2014. Dann werden die Projekte von der Europäischen Union und der Weltbank bewertet und erhalten eine konkrete projektbezogene Antwort (angestrebter Termin ist der 28. Februar 2015). Den besten Projekten wird sodann ein Vorschlag für technische Unterstützung unterbreitet.

Kann technische Unterstützung beantragt werden, wenn das Projekt bereits durch den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds gefördert wird?

Ja, außer wenn das Projekt zu 100 % aus Finanzhilfen finanziert werden soll.

In welcher Beziehung steht die Initiative „Vernetzte Gemeinschaften“ zur Fazilität „Connecting Europe“?

Die Initiative „Vernetzte Gemeinschaften“ ist unabhängig von der Fazilität „Connecting Europe“ und deren Aufforderungen. Die Einreichung eines Projektvorschlags ist nicht mit dem Erhalt von Fördermitteln der Europäischen Kommission verknüpft und ist auch keine Voraussetzung für die Einreichung von Vorschlägen zur Fazilität „Connecting Europe“ der Europäischen Investitionsbank. Die am weitesten fortgeschrittenen Projektvorschläge, die durch die Initiative „Vernetzte Gemeinschaften“ ermittelt wurden, erhalten aber eine Art „Prüfsiegel“ der Kommission und werden an die gemeinsame Plattform für technische Unterstützung der Europäischen Kommission und der Weltbank weitergereicht.

Welche Vorteile ergeben sich aus einer Beteiligung an der Initiative „Vernetzte Gemeinschaften“?

Die Einreichung eines Vorschlags für „vernetzte Gemeinschaften“ eröffnet verschiedene Möglichkeiten des Lernens, aber auch für Partnerschaften, Effizienzgewinne und neue Geschäfte:

  1. Sichtbarkeit: Beteiligung an einer Aktion auf europäischer Ebene mit einer großen Gruppe gleichgesinnter Partner;

  2. Vernetzung: rege Kontakte mit anderen zum Austausch neuer Ideen und Rückmeldungen;

  3. Vorbildliche Verfahren: Lernen von anderen und Austausch bewährter Verfahren;

  4. Feedback: erfahrene Profis geben Rückmeldungen zu den Vorschlägen;

Technische Unterstützung und Orientierung in Bezug auf andere Möglichkeiten der technischen Unterstützung außerhalb der Partnerschaft Europäische Kommission/Weltbank.


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website