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Ratstagung der EU-Bildungsminister (24. Februar)

Commission Européenne - MEMO/14/125   21/02/2014

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 21. Februar 2014

Ratstagung der EU-Bildungsminister (24. Februar)

Zentrales Thema der Tagung der EU-Bildungsminister in Brüssel am 24. Februar ist die Frage, wie in der Europäischen Union die Qualifikation junger Menschen verbessert werden kann, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu steigern, und wie sich ihre Lese- und Rechenfähigkeit ausbauen lässt. Gemeinsam mit den Ministern wird die EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend Androulla Vassiliou die Ergebnisse aktueller Studien der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) erörtern. Diese zeigen, dass die EU noch weit von ihrer Zielvorgabe für 2020 entfernt ist, der zufolge sie den Anteil der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler auf unter 15 % senken und gewährleisten will, dass Erwachsene über die Kompetenzen verfügen, die sie benötigen, um einen guten Arbeitsplatz zu finden und ein erfülltes Leben zu führen.

Die jüngste PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) zu den Leistungen 15-Jähriger hat ergeben, dass in den EU-Mitgliedstaaten 22,1 % mangelhafte Leistungen in Mathematik zeigten, 17,8 % im Lesen und 16,6 % in Naturwissenschaften. Diese Werte haben sich gegenüber den Vorjahren leicht verbessert. Hinter dem EU‑Durchschnitt verbergen sich jedoch große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. So sind die Matheleistungen in Bulgarien, Rumänien und Zypern bei über 40 % der Schülerinnen und Schüler mangelhaft, während in Estland nur 10,5 %, in Finnland 12,3 % und in Polen 14,4 % schlechte Leistungen in diesem Bereich zeigten.

Schlechte Leistungen in der Schule lassen sich im späteren Leben kaum wieder wettmachen. Wie die aktuelle Erhebung der OECD über die Kompetenzen Erwachsener zeigt (Programme for the International Assessment of Adult Competencies – PIAAC), finden sich ähnliche Defizite daher auch bei Menschen im erwerbsfähigen Alter. Mangelhafte Leistungen führen zu einem Qualifikationsdefizit bzw. zu einer Diskrepanz zwischen Qualifikationsangebot und Qualifikationsanforderungen sowie zu zunehmender Ungleichheit in der Bildung. Da die staatlichen Bildungsausgaben eingefroren oder gesenkt wurden, konnte hier keine Verbesserung erzielt werden.

Im Vorfeld der Ratstagung sagte Kommissarin Vassiliou hierzu: „Es ist so wichtig wie nie zuvor, dass sich alle Menschen unabhängig von ihrem Alter die Kompetenzen aneignen, die wir in Europa benötigen, wenn wir als wissensbasierter Wirtschaftsraum im Wettbewerb bestehen wollen. Wenn wir die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene intensivieren, können wir gegenseitig voneinander lernen und herausfinden, wie wir Leistungsdefizite verringern und verhindern können, dass Qualifikationsangebot und ‑nachfrage nicht zueinander passen, denn dies ist ein Grund für zu hohe Arbeitslosenquoten.“

Die auf der Ratstagung versammelten Bildungsminister dürften auch die Kommissionsinitiative ‚Die Bildung öffnen‘ begrüßen und die Mitgliedstaaten dazu aufrufen, neben den klassischen Lehrmethoden auch die neuen Technologien und Online-Lernmaterialien intensiv zu nutzen.

Hintergrund

Die von der OECD durchgeführte Kompetenzmessung bei Erwachsenen PIAAC (Oktober 2013) und die PISA-Studie (Dezember 2013) haben beide verdeutlicht, dass das Niveau der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU angehoben werden muss.

Die allgemeine und berufliche Bildung stehen im Zentrum der EU-Strategie für Wachstum und Beschäftigung wie auch des sogenannten „Europäischen Semesters, in dessen Rahmen die Kommission die Wirtschafts- und Strukturreformen der Mitgliedstaaten unter die Lupe nimmt. Dabei gibt die Kommission auch länderspezifische Empfehlungen u. a. zu den Bereichen Bildung, Forschung und Kompetenzen ab. Die Beratungen im Rat dürften wichtige Rückschlüsse auf die Pläne zulassen, mit denen die einzelnen Mitgliedstaaten das Leistungsniveau im Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung anheben wollen.

Das neue EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport Erasmus+ bietet mit seinen Stipendien vier Millionen Menschen die Gelegenheit, ihre Kompetenzen bei einem Studien- oder Ausbildungsaufenthalt, einer Arbeitserfahrung oder einer Freiwilligentätigkeit im Ausland auszubauen. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm ist mit einem Budget von 14,7 Mrd. EUR ausgestattet – dies sind 40 % mehr als bisher. Damit stellt die EU ihre hohe Investitionsbereitschaft in diesem Bereich unter Beweis.

Gegen 13.30 Uhr wird Kommissarin Vassiliou gemeinsam mit dem griechischen Bildungsminister Konstantinos Arvanitopoulos im Pressesaal des Rates eine Pressekonferenz abhalten.

Website zu Erasmus+

Staatliche Bildungsausgaben als Anteil des BIP


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