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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 18. Februar 2014

Vizepräsident Tajani in Belgien: Starthilfe für Aufschwung der KMU in der Wallonischen Region

Wie auch in vielen anderen Regionen in der Europäischen Union, haben die Unternehmen in der Wallonie in den letzten Jahren sehr unter der Wirtschaftskrise gelitten. Erst seit kurzem gibt es Anzeichen für eine Erholung. Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission, reist heute gemeinsam mit Daniel Calleja Crespo, dem Generaldirektor der Generaldirektion Unternehmen und Industrie und KMU‑Beauftragten, nach La Louvière. Ziel der Reise ist es, den KMU in der Wallonie bei der Überwindung der Krise zu helfen und sie zu unterstützen, damit sie am nächsten Aufschwung teilhaben können. Sie werden begleitet von 600 Unternehmensvertretern aus 37 Ländern, von denen viele an mehr als 800 bilateralen Treffen mit wallonischen KMU teilnehmen werden. Im Rahmen dieser Treffen sollen neue Partnerschaften geschlossen und Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Schlüsselsektoren der Region, wie Luftfahrt, Mechatronik, Logistik und Kreativwirtschaft, erörtert werden.

Strategie für Wachstum Europa 2020

Ein wichtiger Teil dieses Besuchs wird die Konferenz über die Strategie für Wachstum Europa 2020 sein, die Vizepräsident Tajani gemeinsam mit dem belgischen Premierminister Elio Di Rupo und dem wallonischen Vizepräsidenten und Wirtschaftsminister Jean‑Claude Marcourt eröffnen wird. Dabei soll es um Themen wie Internationalisierung und Zugang zu Märkten für KMU, Schlüsseltechnologien sowie Cluster und regionale Spezialisierung gehen. Bei dieser Gelegenheit wird der Vizepräsident COSME vorstellen, ein mit 2,3 Milliarden EUR ausgestattetes neues Programm für KMU, das diese bei der Bewältigung ihrer derzeit größten Herausforderungen unterstützen soll. Dazu zählen der Zugang zu Finanzmitteln, der Zugang zu ausländischen Märkten, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen und die Unterstützung für Unternehmer. Dieses Programm wird Unternehmen in der Europäischen Union, auch in der Wallonie, unter anderem helfen, die derzeitige Kreditklemme zu überwinden, denn sie haben die Möglichkeit, in den nächsten sieben Jahren gesicherte Darlehen in Höhe von insgesamt mehr als 22 Milliarden EUR zu erhalten (IP/13/1135).

Im Mittelpunkt dieses Treffens, das von der Wallonischen Region und der Wallonischen Agentur für Export und ausländische Investitionen (AWEX) veranstaltet wird, wird die am Nachmittag stattfindende NetworkingVeranstaltung für Unternehmen stehen. Ziel dieser Veranstaltung ist die Förderung von Unternehmenspartnerschaften nicht nur zwischen wallonischen Unternehmen und anderen Unternehmen in der EU, sondern auch mit Unternehmen in Drittstaaten, die zu Wirtschaftszweigen gehören, die eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Wachstum in der Region einnehmen. Dazu zählen:

  • Luft- und Raumfahrt

  • Maschinenbau: Mechatronik, Materialien und Oberflächen der Zukunft

  • Biotechnologie, insbesondere (Bio-)Pharma- und Biowissenschaften

  • Verkehr und Logistik

  • Kreativwirtschaft

Günstige Rahmenbedingungen für Unternehmen

Obwohl die Wallonische Region während der jüngsten Rezession mit zwei Talsohlen große Probleme hatte, lässt die Zukunftsprognose Raum für vorsichtigen Optimismus. Während viele große Industrieanlagen wegen der Krise Probleme hatten, hat der wallonische KMU‑Sektor die Krise besser gemeistert als die KMU‑Sektoren der meisten anderen EU‑Länder. So stieg die Beschäftigung im wallonischen KMU‑Sektor in den letzten fünf Jahren um rund 2 %.

Wichtige politische Maßnahmen wurden in den letzten Jahren in den Bereichen Unternehmertum, Zugang zu Finanzmitteln, Internationalisierung, Umwelt und Innovation getroffen. Ein Beispiel ist die Umsetzung der sukzessiven Marshall-Pläne in der Wallonie. Dabei handelt es sich um ehrgeizige Aktionspläne zur Bewältigung der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und umweltbezogenen Herausforderungen, wodurch Chancen für die KMU in der Region geschaffen werden. Darüber hinaus zeigt die jüngste KMU‑Leistungsüberprüfung für die Region (MEMO/13/1045), dass die Grundsätze des Small Business Act zu ermutigenden Ergebnissen geführt haben.

Kreativwirtschaft als Motor des wirtschaftlichen Wandels

Die Wallonie investiert bereits seit vielen Jahren in die Entwicklung von spezialisierten Wirtschaftszweigen mit großem Potenzial. Diese regionale Spezialisierung schuf günstige Rahmenbedingungen für KMU in diesen Wirtschaftszweigen, wodurch diese ein großes Potenzial haben, die globalen Märkte zu erreichen. Heute bieten viele Unternehmen in der Wallonie spezialisierte Produkte und Dienstleistungen in Bereichen wie Biotechnologie und Gesundheit (BioWin), Umwelttechnologien (GreenWin), Maschinenbau (MecaTech), Luft- und Raumfahrttechnologien (SkyWin), Agrarindustrie (WagrALIM) und Logistik‑Cluster an.

Diese Region hat sich eindeutig dafür entschieden, ihre Wirtschaftsstruktur zu entwickeln und zu modernisieren, indem sie auf Kreativität und Innovation als zentrale Elemente ihrer Strategie setzte. Das gilt insbesondere für die Maßnahmen im Rahmen von CREATIVE WALLONIA. Dadurch ist die Wallonie, neben der Toskana, eine von zwei europäischen Regionen, die von der Europäischen Kommission für ihre Strategie zur Unterstützung der Kreativwirtschaft als Motor des wirtschaftlichen Wandels anerkannt wurden.

Vor diesem Hintergrund wird der Vizepräsident diesen Besuch außerdem zum Anlass nehmen, um auf Finanzierungsmöglichkeiten hinzuweisen, die sich durch das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ ergeben. Ein neues „KMU‑Instrument“, mit Unterstützung des Enterprise Europe Network, wird beispielsweise während eines gesamten Innovationszyklus innovative KMU unterstützen (vom Entstehen der innovativen Idee bis zum finalen Produkt oder zur finalen Dienstleistung). Die Unternehmen werden dann dafür verantwortlich sein, ihre Innovationen mithilfe bestehender Mechanismen für den Zugang zu Finanzmitteln zu vermarkten.


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