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Fragen und Antworten: Kommission startet öffentliche Konsultation über allergene Duftstoffe

European Commission - MEMO/14/108   13/02/2014

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 13. Februar 2014

Fragen und Antworten: Kommission startet öffentliche Konsultation über allergene Duftstoffe

Was sind allergene Duftstoffe?

Einige in Duftstoffen enthaltene Substanzen können eine Haut-oder Atemwegsallergie hervorrufen. Diese öffentliche Konsultation betrifft lediglich Hautallergene (auch als Kontaktallergene bezeichnet). Sowohl chemisch-synthetische Stoffe als auch Stoffe aus natürlicher Quelle können Hautallergene sein.

Wie viele Menschen haben allergische Hautreaktionen auf Duftstoffe? Wie sehen die Symptome aus?

Schätzungen zufolge haben 1 bis 3 % der europäischen Bevölkerung Hautallergien auf Duftstoffe. Zu den häufigsten Symptomen zählen Reizungen, Schwellungen und Ausschlag, es können sich aber auch chronische Beschwerden (Ekzeme) entwickeln. Bei allergischen Reaktion auf einen Stoff spielen viele Faktoren eine Rolle, unter anderem die genetische Disposition, das Alter und die Intensität der Exposition gegenüber diesem Stoff.

Warum hat die Kommissionen den wissenschaftlichen Ausschuss „Verbrauchersicherheit“ (SCCS) um ein Gutachten zu allergenen Duftstoffen gebeten?

Die Kosmetikverordnung enthält eine Liste von Stoffen, die nicht in Kosmetika verwendet werden dürfen (Anhang II der Kosmetikverordnung), sowie eine Liste der Stoffe, die erlaubt sind, aber mit Einschränkungen (Anhang III). Bei einigen der Stoffe in Anhang II und III handelt es sich um allergene Duftstoffe.

Diese Listen müssen regelmäßig überprüft werden. Da die letzte Aktualisierung bei den allergenen Duftstoffen im Jahr 2003 erfolgte (Aufnahme zusätzlicher Stoffe in Anhang III), forderten die Kommissionsdienststellen den SCCS zu einer Überprüfung auf, und im Juli 2012 legte der Ausschuss sein Gutachten vor.

Zu welchen Ergebnissen kam der SCCS in seinem Gutachten über allergene Duftstoffe?

Die wichtigsten Feststellungen des SCCS waren folgende:

  • Drei Allergene (HICC, Atranol und Chloratranol) wurden als nicht sicher eingestuft.

  • Die Liste der Allergene, auf die der Verbraucher aufmerksam gemacht werden sollte, wenn sie in Kosmetika enthalten sind, sollte erweitert werden.

  • 12 chemische Stoffe und 8 natürliche Extrakte wurden aufgrund der Zahl der Personen mit positivem Epikutantest (Patchtest) als besonders bedenklich eingestuft. Es wurde empfohlen, für den Einsatz dieser 12 chemischen Stoffe in kosmetischen Mitteln Konzentrationsgrenzwerte festzulegen, und zwar auch wenn sie in natürlichen Extrakten vorliegen.

Welche Änderungen der Kosmetikverordnung werden aufgrund dieser Erkenntnisse vorgeschlagen?

Gegenstand der öffentlichen Konsultation sind folgende Vorschläge der Kommissionsdienststellen:

  • Die drei als nicht sicher eingestuften Stoffe sollten in kosmetischen Mitteln verboten werden.

  • Die Pflicht zur individuellen Angabe auf der Verpackung des kosmetischen Mittels sollte auf weitere Allergene ausgedehnt werden. Mit anderen Worten, diese Allergene müssen in der Liste der Bestandteile zusätzlich zu dem Wort „Parfum“ oder „Aroma“ aufgeführt werden. Angesichts der weitverbreiteten Verwendung von Duftstoffen kann es sehr schwierig sein, sie alle zu meiden. Es ist indessen wichtig, dass man diejenigen meidet, gegen die man bereits sensibilisiert ist.

Es sind weitere wissenschaftliche Arbeiten erforderlich, damit die sichere Konzentration für besonders bedenkliche chemische Stoffe festgelegt werden kann.

Wie läuft die Änderung der Anhänge der Kosmetikverordnung ab? Was sind die nächsten Schritte?

Der Wissenschaftliche Ausschuss hat sein Gutachten im Juni 2012 vorgelegt. In der Folge fanden informelle Konsultationen von Wirtschaft, Verbraucherorganisationen, Angehörigen der Gesundheitsberufe und EU-Mitgliedstaaten statt. Der nächste Schritt ist eine öffentliche Konsultation. Die vorgeschlagenen Änderungen der Kosmetikverordnung in Form eines Durchführungsrechtsakts, bei denen die Konsultationen berücksichtigt werden, wird den Mitgliedstaaten im Ständigen Ausschuss für kosmetische Mittel zur Abstimmung vorgelegt. Haben die Mitgliedstaaten den Maßnahmen zugestimmt, so haben das Europäische Parlament und der Rat drei Monate, um ihr Kontrollrecht auszuüben. Wird kein Einspruch gegen den Vorschlag erhoben, ist Ende 2014/Anfang 2015 mit der formellen Annahme der Änderungen zu rechnen.

Wird die Kommission bestimmte Parfüms verbieten?

Die Kommissionsdienststellen schlagen nicht vor, irgendein Parfüm zu verbieten. Wir schlagen vielmehr vor, drei stark allergene Duftstoffe, die wir als nicht sicher einstufen, zu verbieten. Wenn sie in einem Parfüm verwendet werden, sollte die Parfümrezeptur geändert und das verbotene Allergen durch einen anderen Stoff ersetzt werden.

Kann man Duftstoffallergien dadurch vermeiden, dass man keine parfümhaltigen Kosmetika verwendet?

Duftstoffe werden in unterschiedlichen kosmetischen Mitteln wie Parfüms, Cremes und Deodorants eingesetzt. Es kann schwierig sein, Duftstoffe vollständig zu vermeiden, aber es ist wichtig, dass man diejenigen meidet, gegen die man bereits sensibilisiert ist. Deshalb ist die Pflicht zur Angabe von Allergenen auf der Verpackung kosmetischer Mittel so wichtig.

Weitere Informationen

Laufende Konsultationen im Bereich Verbraucherfragen:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dgs_consultations/ca_current_consultations_en.htm

Kommissar Mimica auf Twitter: @NevenMimicaEU

EU-Verbraucherfragen auf Twitter: @EU_Consumer


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