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Rat „Bildung“ (15. Februar): Schwerpunkt liegt auf Jugendarbeitslosigkeit und Kompetenzen

Commission Européenne - MEMO/13/91   13/02/2013

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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 13. Februar 2013

Rat „Bildung“ (15. Februar): Schwerpunkt liegt auf Jugendarbeitslosigkeit und Kompetenzen

Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit – sie beträgt in der Europäischen Union derzeit rund 24 % – wird bei der Tagung des Rates Bildung, Jugend, Kultur und Sport am 15. Februar in Brüssel im Mittelpunkt stehen. Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, wird hervorheben, wie wichtig die Modernisierung der Bildungssysteme ist, damit junge Menschen über die Kompetenzen verfügen, die der Arbeitsmarkt verlangt. Als Antwort auf den Jahreswachstumsbericht und die Strategie „Neue Denkansätze für die Bildung“ der Europäischen Kommission werden die Bildungsministerinnen und –minister voraussichtlich Schlussfolgerungen zu Bildungsinvestitionen annehmen. David Puttnam, Vorsitzender der Offenen Universität im Vereinigten Königreich und angesehener Filmproduzent (Chariots of Fire, Midnight Express), wird sich gemeinsam mit Andreas Schleicher, stellvertretender Bildungsdirektor der OECD, an einer Diskussion über „Bildung und Qualifizierung für Beschäftigung, Stabilität und Wachstum“ beteiligen. Der irische Ratsvorsitz wird außerdem über den jüngsten Stand der Verhandlungen über Erasmus für alle berichten, das neue Programm im Bereich allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, das im Jahr 2014 anlaufen soll.

Im Vorfeld der Tagung sagte Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend: „Die Europäische Kommission mobilisiert alle erdenklichen Mittel, um die Mitgliedstaaten im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu unterstützen. Im Rahmen unserer Initiativen für junge Menschen fließen Finanzhilfen gezielt dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden, und Programme wie Erasmus helfen jungen Menschen Erfahrung zu sammeln und Kompetenzen zu erwerben, die ihre Beschäftigungsfähigkeit erhöhen. Darüber hinaus arbeiten wir an neuen Initiativen wie der Ausbildungsallianz, wir fördern den Unterricht in unternehmerischem Denken an Schulen sowie über das Europäische Innovations- und Technologieinstitut und wir werden demnächst eine neue Strategie zur Öffnung der Bildung vorstellen, mit der Schulen und Universitäten ermutigt werden sollen, IKT und freie Lern- und Lehrmaterialien im Unterricht und für das Lernen einzusetzen.“

Die Kommission wird ihre Strategie zur Ausbildungsallianz, mit der hochwertiges, arbeitsbasiertes Lernen in ganz Europa gefördert werden soll, beim Wettbewerb WorldSkills im Juli in Leipzig vorstellen. Ebenfalls noch dieses Jahr soll der neue „Orientierungsrahmen für die unternehmerische Universität“ zur Verfügung stehen. Dieses Instrument für die Selbstbewertung soll Hochschuleinrichtungen helfen, unternehmerische „Ökosysteme“ zu entwickeln und sich als Motoren der Innovation zu etablieren. Dieser Ansatz soll in der Zukunft ausgeweitet und jeweils auf die spezifischen Bedürfnisse von Schulen und Berufsbildungseinrichtungen abgestimmt werden.

Bei der von den EU-Kommissarinnen Vassiliou und Kroes (zuständig für die „Digitale Agenda“) gemeinsam entwickelten Initiative Öffnung der Bildung wurden ebenfalls beträchtliche Fortschritte erzielt. Ziel ist es, den Zugang zur Bildung mittels Technologie zu erleichtern, und zwar durch den verstärkten Einsatz von IKT in der Bildung und durch den Zugang zu hochwertigen freien Lern- und Lehrmaterialien.

Vertreterinnen und Vertreter der Gewerkschaften und von Wirtschaftsverbänden sind eingeladen, beim Arbeitsessen im Anschluss an die Tagung ihre Ansichten darzulegen. Die Gespräche werden sich auch auf eine Arbeitsunterlage der irischen Präsidentschaft stützen, in der Schwächen und Ungleichgewichte im Bereich von Kompetenzen herausgearbeitet werden, die Europa daran hindern, sein Potenzial voll auszuschöpfen.

Die Kommission arbeitet im Bildungsbereich eng mit der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zusammen. Ein Beispiel für diese enge Kooperation ist die Veröffentlichung der ersten Erhebung zu Erwachsenenqualifikationen (Programme for the International Assessment of Adult Competencies, PIAAC), die noch dieses Jahr erfolgen wird.

Gegen 14.30 Uhr wird Kommissarin Vassiliou zusammen mit dem irischen Minister für Bildung und berufliche Qualifizierung, Ruairí Quinn, an einer Pressekonferenz im Pressesaal des Rates teilnehmen.

Hintergrund

Im November 2012 startete die Kommission ihre Strategie „Neue Denkansätze für die Bildung“ mit dem Ziel, die Mitgliedstaaten in ihren Bemühungen zu unterstützen, die Bildungssysteme zu verbessern und junge Menschen mit Fähigkeiten auszustatten, die ihre Jobaussichten verbessern. Darüber hinaus wird erläutert, wie Bildungsinvestitionen so eingesetzt werden können, dass sie in Zeiten finanzieller Sparmaßnahmen optimale Wirkung erzielen.

In „Neue Denkansätze für die Bildung“ wird die Notwendigkeit betont, Grundfertigkeiten wie Lesen und Schreiben zu verbessern und verstärkt Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen IT, Unternehmertum und Fremdsprachen aufzubauen. Die Kommission hat eine neue Benchmark für Fremdsprachenkompetenzen vorgeschlagen, mit der die Mitgliedstaaten die Fortschritte in diesem Bereich messen können.

In der Strategie wird auch betont, dass die Zahl der Schulabbrecherinnen und ‑abbrecher sowie der gering qualifizierten Erwachsenen gesenkt werden muss. Empfohlen werden u. a. die frühzeitige Erfassung von Schülerinnen und Schülern mit schlechten Leistungen, individuelle Förderangebote, einfacherer Zugang zum lebenslangen Lernen und die Validierung von Kompetenzen, die außerhalb des traditionellen Bildungssystems erworben wurden. Alle Reformen müssen von gut ausgebildeten, motivierten, unternehmerisch denkenden Lehrkräften getragen werden. Kohärente und gut ausgestattete Fördersysteme sind sowohl im Bereich Stellenvermittlung als auch im Bereich Berufslaufbahn unerlässlich.


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