Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Europäische Kommission

MITTEILUNG

Brüssel, 6. Februar 2013

Gemeinsame Erklärung zum Internationalen Tag gegen Genitalverstümmelung bei Frauen

Anlässlich des Internationalen Tags der Null-Toleranz gegenüber Genitalverstümmelung bei Frauen (6. Februar 2013) haben Catherine Ashton, Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik/Vizepräsidentin der Kommission, Vizepräsidentin Viviane Reding, u. a. zuständig für Justiz, Andris Piebalgs, Kommissar für Entwicklung, Kristalina Georgieva, Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, Cecilia Malmström, Kommissarin für Inneres, und Tonio Borg, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherpolitik, folgende Erklärung abgegeben:

„Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) müssen jedes Jahr Millionen von Frauen und Mädchen in der EU und der ganzen Welt die brutale Verstümmelung ihrer Genitalien erleiden und vielen steht dies noch bevor. Der 6. Februar ist der Internationale Tag der Null-Toleranz gegenüber der Genitalverstümmelung bei Frauen. Wir wollen diesen Tag nutzen, um weltweit die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken und unser vehementes Eintreten für die Unterbindung dieser extrem gefährlichen Praxis zu bekräftigen, die gegen das Recht von Mädchen und Frauen auf körperliche und geistige Unversehrtheit verstößt.

Die Genitalverstümmelung bei Frauen stellt eine massive Missachtung der Menschenrechte und der Rechte von Frauen und Mädchen dar. Unser oberstes Anliegen sollte die Prävention sein: Wir müssen dafür sorgen, dass Mädchen nie wieder diesen traumatischen Verstoß gegen ihre Rechte erleiden müssen.

Die geltenden einzelstaatlichen Rechtsvorschriften, die diese Praxis verbieten, müssen ergänzt werden, indem wir darüber aufklären, welchen schweren psychischen und physischen Schaden Frauen und Mädchen durch Genitalverstümmelungen nehmen, und indem wir Hilfsstrukturen für die Opfer schaffen.

Aus diesen Gründen wird die Europäische Union sowohl außerhalb als auch innerhalb ihrer Grenzen aktiv.

Außerhalb der EU konnten durch ein gemeinsames Projekt mit dem Kinderhilfswerk UNICEF tausende von Familien, Gemeinschaften und Länder zu einer Abkehr von der Genitalverstümmelung und anderen schädlichen Praktiken in Afrika bewegt werden.

Wir befürworten, dass die Afrikanische Union und ihre Mitgliedstaaten eine Führungsrolle bei der Annahme der UNO-Resolution übernehmen und so den Kampf gegen Genitalverstümmelung voranbringen. Diese Resolution ist ein wichtiger Fortschritt in der weltweiten Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen und ihrer Diskriminierung. Die EU wird sich auf dem nächsten Treffen der UNO-Kommission für die Rechtsstellung der Frau beim Thema „Gewalt gegen Frauen“ für ein überzeugendes und handlungsorientiertes Ergebnis einsetzen.

Innerhalb der Union wird die neue Opfer-Richtlinie dafür sorgen, dass die Opfer von Gewalt gegen Frauen, d. h. auch Opfer dieser gefährlichen Praktiken, Hilfe von Spezialisten und die nötige Betreuung erhalten.

Auch im Rahmen unserer Asylgesetzgebung wird den Opfern der Genitalverstümmelung besonders Rechnung getragen. So kann Frauen, die von Genitalverstümmelung bedroht sind, oder Eltern, die aufgrund ihrer Weigerung, ihr Kind dieser Praxis zu unterziehen, Verfolgung befürchten, in der EU internationaler Schutz gewährt werden.

Am 6. März werden wir mit führenden Aktivisten und Parlamentariern über das weitere Vorgehen diskutieren. Wir werden uns mit Regierungen, NRO und Frauen, die unmittelbare Erfahrung mit Genitalverstümmelung haben, beraten. Außerdem werden wir Mittel für Sensibilisierungsmaßnahmen zu diesem Thema bereitstellen.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist keine Frage der Kultur, sondern eine Straftat. Die Europäische Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst werden sich auch künftig vehement für die Bekämpfung aller Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt sowohl innerhalb der EU als auch im Rahmen ihres auswärtigen Handelns einsetzen.


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site