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Europäische Kommission

MEMO

Brüssel, 6 Februar 2013

Digitale Agenda: Forschungsprojekt OMEGA erzielt mit Hilfe von Licht höhere Breitbandgeschwindigkeiten

Ein von der EU gefördertes Forschungsprojekt hat ein System entwickelt, das viel mehr Geräte im Haus mit höheren Breitbandgeschwindigkeiten vernetzen kann. Heute ist Wi-Fi die überall benutzte Verbindungslösung. Sie allein wird aber kaum alle künftigen Anforderungen erfüllen können. Um beispielsweise in der Familie gleichzeitig mehrere Filme per Streaming zu empfangen, haben die Wissenschaftler des Projekts „HOME Gigabit Access“ (OMEGA) deshalb eine Netztechnik entwickelt, bei der eine Kombination aus Stromkabeln, Funksignalen und Licht zum Einsatz kommt. Damit würden Büros und Privathaushalte über ausreichende Bandbreiten für die Vernetzung einer Vielzahl „intelligenter“ Objekte wie Telefone, Fahrzeuge und Haushaltsgeräte verfügen. Durchgeführt wird das Projekt OMEGA von Forschern aus Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen in Österreich, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Slowenien und dem Vereinigten Königreich. Die EU steuerte 12,41 Millionen EUR zu dem Gesamtbudget von 19,13 Millionen EUR bei.

Mit sichtbarem und infrarotem Licht – ähnlich dem einer TV-Fernbedienung – konnten die Wissenschaftler Daten mit bis zu 280 Mbit/s über eine Entfernung von 10 Metern übertragen. Die Datenübertragung erfolgte dabei zwischen mehreren Geräten in beiden Richtungen, so dass ein Infrarot-Netz entstand. In einer Weltpremiere benutzte das Projektteam zum Datenversand eine LED-Deckenbeleuchtung, wie sie in immer mehr Privathaushalten zu finden ist.

Wird diese Technik beispielsweise mit der Funkübertragung kombiniert, können viel höhere Breitbandgeschwindigkeiten für die Verbraucher erzielt werden. Außerdem bietet eine solche Technik bei alleinigem Einsatz den Vorteil, dass weniger funktechnische Störungen auftreten können, denn das Signal besteht aus sichtbarem Licht und bleibt auf einen Raum begrenzt. Besonders sinnvoll wäre dies beispielsweise in Krankenhäusern und Produktionsanlagen, in denen eine Funkübertragung entweder verboten ist oder bestimmte Geräte durch Funksignale gestört werden.

Die Industrie ist nun in der Lage, Geräte nach einer Norm (IEEE P1905.1) herzustellen, die dank des Projekts OMEGA aufgestellt wurde. Das Projekt wurde zu 65 % von der Europäischen Kommission im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung (FP7) finanziert. Mit dem Programm Horizont 2020 will die Kommission künftige bahnbrechende Innovationen unterstützten. 16 Milliarden EUR des vorgeschlagenen Programmbudgets von 80 Milliarden EUR sind für die Förderung neuer Durchbrüche in der Informations- und Kommunikationstechnik vorgesehen.

Nützliche Links

Projekt OMEGA auf dem Technology Marketplace

Projekt OMEGA auf Cordis

Hash-Tag: #photonics, #light, #broadband, #lifi

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